Heft 
(1.1.2019) 07
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Campus

PUTZ 7/99

Generalversammlung der Görres-Gesellschaft

Universität Potsdam empfing

prominente Gäste

Die Görres-Gesellschaft wurde im Jahre 1876 von ei­ner Gruppe katholischer Forscher und Publizisten mit dem Ziel gegründet, die Wis­senschaften zu fördern. Im Rahmen der alljährlich statt­findenden Generalversamm­lungen der Gesellschaft wer­den in öffentlichen Vorträ­gen und Diskussionen be­deutende Ergebnisse der Forschung vorgestellt. Vom 25. bis 29. September fand die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft an der Uni­versität Potsdam statt.

Neben den Vorträgen aner­kannter Forscher kommen re­gelmäßig Nachwuchswissen­schaftler zu Wort. Im engeren Rahmen von 16 Arbeitskreisen erfolgt der wissenschaftliche Austausch und die Weiter­führung der Beziehungen zu Wissenschaftlern des Auslan­des. Die diesjährige Veranstal­tung begann mit einem Vor­trag von Prof. Dr. Hans-Joa­chim Giersberg zum Thema Die Preußischen Schlösser und Gärten zwischen Tradition und Zukunft. Den Höhepunkt der Generalversammlung bildet je­weils ein Festakt, auf dem die Verleihung des Ehrenringes der Gesellschaft erfolgt. In die­sem Jahr wurde diese Ehre Hans Elmar Onnau aus Köln zu teil. In seiner Eröffnungsan­sprache konnte der Präsident der Görres-Gesellschaft, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Mikat, rund 420 Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Berei­chen begrüßen. So weilten bei­spielsweise der Landtagspräsi­dent des Landes Brandenburg, Dr. Herbert Knoblich, der Erz­bischof von Berlin, Georg Kar­dinal Sterzinsky, der Evangeli­sche Bischof von Berlin und Brandenburg, Prof. Dr. Wolf­gang Huber, der Staatssekretär im Ministerium für Wissen­schaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr.:Friedrich Buttler, der Vorsitzende der Jüdischen Ge­

meinde des Landes Branden­burg, Dr. Alexander Kogan und der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, unter den Gästen. In seinem begeistert aufge­nommenen Festvortrag sprach Prof. Dr. Theodor Mayer­Maly, Salzburg, zum Thema Recht und Gerechtigkeit. Im Rahmen der Arbeitskreise gab es fast 90 Vorträge. The­menkreise waren die Philoso­phie, Religionswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Ge­schichte, Philologien, Rechts­und Staatswissenschaft, Wirt­schafts- und_Sozialwissen­schaft, Musikwissenschaft, Na­turwissenschaft und Technik, Kultur und Medizin.

Ein festlicher gemeinsamer Empfang des Oberbürgermei­sters, des Ministers für Wissen­schaft, Forschung und Kultur und des Rektors der Univer­sität Potsdam bildete den ge­selligen Höhepunkt der Gene­ralversammlung.

Dr. Norbert Reichelt, PÖK

ı Rabbinerseminar

Erstmals nach dem Krieg entsteht in Deutschland eine akademische Ausbil­dungsstätte für Rabbinerin­nen und Rabbiner. Das Ab­raham-Geiger-Kolleg, des­sen Trägerverein Mitte Au­gust 1999 in Hannover ge­gründet wurde, steht in der "Tradition der 1942 durch das NS-Regime gewaltsam geschlossenen Hochschule für die Wissenschaft des Ju­dentums in Berlin. Das neue Rabbinerseminar wird mit dem Moses Mendels­sohn Zentrum für eu­ropäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam zusammenarbeiten und sei­nen Sitz in Potsdam haben. Seine Arbeit wird es mit dem Wintersemester 2000 aufnehmen. PUTZ

Kontakte mit Namibia

Bisher sind die Kontakte der Universität Potsdam zu Hochschulen in Afri­ka eher spärlich. Vertragliche Beziehungen gibt es lediglich zu zwei Einrich­tungen in Ägypten. Jetzt bahnen sich Kontakte mit Namibia an. Ende Au­Aust dieses Jahres weilte der Botschafter dieser Republik, Hinyangerwa P. As­heeke(l.), in Potsdam. Im Rahmen seiner Visite besuchte er auch die Uni­versität Potsdam und verschaffte sich vor Ort einen Eindruck vom entste­henden Wissenschaftspark in Golm. Als mögliche Felder zukünftiger Zusam­menarbeit kristallisierten sich im Gespräch des afrikanischen Diplomaten mit Vertretern der Universität, hier mit Prof. Dr. Ralf Menzel, insbesonde­re die Naturwissenschaften sowie der Wissenschaftler- und Studierendenaus­

tausch heraus.

Plakat­

ausstellung

Vom 30. September bis 07. Oktober 1999 fand im Univer­sitätskomplex Babelsberg, Au­gust-Bebel-Str. 89, eine Wan­derausstellung statt. Sie stand unter dem Motto:Russische Hochschulen stellen sich vor und laden zum Studienaufent­halt und zur Forschungsko­operation ein. Diese Präsenta­tion entstand im Rahmen einer deutsch-russischen Hoch­schulbörse im Mai 1999 in Berlin und wurde vom Mini­sterium für Allgemeine und Berufliche Bildung der Russi­schen Föderation mit Unter­stützung vom Deutschen Aka­demischenAustauschdienst und von der Hochschulrekto­renkonferenz vorbereitet.

Auf insgesamt 58 Schautafeln präsentierten sich mehrere rus­sische Hochschulen insbeson­dere mit ihren naturwissen­schaftlichen Bereichen.

Ziel war es, deutsche Wissen­schaftler anzuregen, mit Ruß­lands Hochschulen zu koope­rieren, Forschungsaufträge zu organisieren und Lehraufent­halte zu nutzen. PUTZ

B.E./Foto: Tribukeit

Hackel Wissen­

schaftsminister

Nach den Landtagswahlen in Brandenburg am 5. September und der Bildung einer Koaliti­onsregierung aus SPD- und CDU-Mitgliedern wurde am 30. September die Besetzung der neun Ministerposten be­kanntgegeben.

Neuer Minister für Wissen­schaft, Forschung und Kultur wurde Wolfgang Hackel (CDU).

Der 57jährige Wolfgang Hackel ist studierter Volkswirt und Politikwissenschaftler aus Ber­lin. In der vergangenen Legis­laturperiode war er CDU-Frak­tionsvorsitzender im Landtag. Er gilt als Experte für Finanz­fragen und war im Potsdamer Landtag Vorsitzender. des Haushalts- und_Finanzaus­schusses.

Zwischen 1975 und 1989 sam­melte Hackel als Mitglied des Abgeordnetenhauses von Ber­lin, als Bundestags- und Euro­paabgeordneter politische Er­fahrungen. Von 1990 bis 1994 war Hackel Beigeordneter für Wirtschaft und Finanzen im Landratsamt Potsdam. PUTZ

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