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Generalversammlung der Görres-Gesellschaft
Universität Potsdam empfing
prominente Gäste
Die Görres-Gesellschaft wurde im Jahre 1876 von einer Gruppe katholischer Forscher und Publizisten mit dem Ziel gegründet, die Wissenschaften zu fördern. Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Generalversammlungen der Gesellschaft werden in öffentlichen Vorträgen und Diskussionen bedeutende Ergebnisse der Forschung vorgestellt. Vom 25. bis 29. September fand die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft an der Universität Potsdam statt.
Neben den Vorträgen anerkannter Forscher kommen regelmäßig Nachwuchswissenschaftler zu Wort. Im engeren Rahmen von 16 Arbeitskreisen erfolgt der wissenschaftliche Austausch und die Weiterführung der Beziehungen zu Wissenschaftlern des Auslandes. Die diesjährige Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Prof. Dr. Hans-Joachim Giersberg zum Thema „Die Preußischen Schlösser und Gärten zwischen Tradition und Zukunft“. Den Höhepunkt der Generalversammlung bildet jeweils ein Festakt, auf dem die Verleihung des Ehrenringes der Gesellschaft erfolgt. In diesem Jahr wurde diese Ehre Hans Elmar Onnau aus Köln zu teil. In seiner Eröffnungsansprache konnte der Präsident der Görres-Gesellschaft, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Mikat, rund 420 Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen begrüßen. So weilten beispielsweise der Landtagspräsident des Landes Brandenburg, Dr. Herbert Knoblich, der Erzbischof von Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, der Evangelische Bischof von Berlin und Brandenburg, Prof. Dr. Wolfgang Huber, der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr.:Friedrich Buttler, der Vorsitzende der Jüdischen Ge
meinde des Landes Brandenburg, Dr. Alexander Kogan und der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, unter den Gästen. In seinem begeistert aufgenommenen Festvortrag sprach Prof. Dr. Theodor MayerMaly, Salzburg, zum Thema „Recht und Gerechtigkeit“. Im Rahmen der Arbeitskreise gab es fast 90 Vorträge. Themenkreise waren die Philosophie, Religionswissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Geschichte, Philologien, Rechtsund Staatswissenschaft, Wirtschafts- und_Sozialwissenschaft, Musikwissenschaft, Naturwissenschaft und Technik, Kultur und Medizin.
Ein festlicher gemeinsamer Empfang des Oberbürgermeisters, des Ministers für Wissenschaft, Forschung und Kultur und des Rektors der Universität Potsdam bildete den geselligen Höhepunkt der Generalversammlung.
Dr. Norbert Reichelt, PÖK
ı Rabbinerseminar
Erstmals nach dem Krieg entsteht in Deutschland eine akademische Ausbildungsstätte für Rabbinerinnen und Rabbiner. Das Abraham-Geiger-Kolleg, dessen Trägerverein Mitte August 1999 in Hannover gegründet wurde, steht in der "Tradition der 1942 durch das NS-Regime gewaltsam geschlossenen Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Das neue Rabbinerseminar wird mit dem Moses Mendelssohn‘ Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam zusammenarbeiten und seinen Sitz in Potsdam haben. Seine Arbeit wird es mit dem Wintersemester 2000 aufnehmen. PUTZ
Kontakte mit Namibia
Bisher sind die Kontakte der Universität Potsdam zu Hochschulen in Afrika eher spärlich. Vertragliche Beziehungen gibt es lediglich zu zwei Einrichtungen in Ägypten. Jetzt bahnen sich Kontakte mit Namibia an. Ende AuAust dieses Jahres weilte der Botschafter dieser Republik, Hinyangerwa P. Asheeke(l.), in Potsdam. Im Rahmen seiner Visite besuchte er auch die Universität Potsdam und verschaffte sich vor Ort einen Eindruck vom entstehenden Wissenschaftspark in Golm. Als mögliche Felder zukünftiger Zusammenarbeit kristallisierten sich im Gespräch des afrikanischen Diplomaten mit Vertretern der Universität, hier mit Prof. Dr. Ralf Menzel, insbesondere die Naturwissenschaften sowie der Wissenschaftler- und Studierendenaus
tausch heraus.
Plakat
ausstellung
Vom 30. September bis 07. Oktober 1999 fand im Universitätskomplex Babelsberg, August-Bebel-Str. 89, eine Wanderausstellung statt. Sie stand unter dem Motto:„Russische Hochschulen stellen sich vor und laden zum Studienaufenthalt und zur Forschungskooperation ein“. Diese Präsentation entstand im Rahmen einer deutsch-russischen Hochschulbörse im Mai 1999 in Berlin und wurde vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung der Russischen Föderation mit Unterstützung vom Deutschen Akademischen—Austauschdienst und von der Hochschulrektorenkonferenz vorbereitet.
Auf insgesamt 58 Schautafeln präsentierten sich mehrere russische Hochschulen insbesondere mit ihren naturwissenschaftlichen Bereichen.
Ziel war es, deutsche Wissenschaftler anzuregen, mit Rußlands Hochschulen zu kooperieren, Forschungsaufträge zu organisieren und Lehraufenthalte zu nutzen. PUTZ
B.E./Foto: Tribukeit
Hackel Wissen
schaftsminister
Nach den Landtagswahlen in Brandenburg am 5. September und der Bildung einer Koalitionsregierung aus SPD- und CDU-Mitgliedern wurde am 30. September die Besetzung der neun Ministerposten bekanntgegeben.
Neuer Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur wurde Wolfgang Hackel (CDU).
Der 57jährige Wolfgang Hackel ist studierter Volkswirt und Politikwissenschaftler aus Berlin. In der vergangenen Legislaturperiode war er CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag. Er gilt als Experte für Finanzfragen und war im Potsdamer Landtag Vorsitzender. des Haushalts- und_Finanzausschusses.
Zwischen 1975 und 1989 sammelte Hackel als Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, als Bundestags- und Europaabgeordneter politische Erfahrungen. Von 1990 bis 1994 war Hackel Beigeordneter für Wirtschaft und Finanzen im Landratsamt Potsdam. PUTZ
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