PUTZ 7/99
Campus
Erwartungen weit übertroffen
Internationaler Sprachkurs an der Uni
Unter dem Motto„Landeshauptstadt Potsdam Aspekte ihrer Kultur und Geschichte“ stand in diesem Jahr der nun schon dritte Internationale Sommersprachkurs„Sans Souci“ an der Universität Potsdam. An dem dreiwöchigen Kurs nahmen 56 Teilnehmer aus 18 Ländern im Alter von 18 bis 67 Jahren teil. Unter den Kursanten waren Studierende, Lehrer und andere an der deutschen Sprache Interessierte. Das Akademische Auslandsamt und das Institut für Germanistik der Uni organisierten ein vielfältiges Programm mit Seminaren, Übungen, Vorlesungen, Projektarbeiten, Begegnungen mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Exkursionen.
Mit vier Teilnehmern unterhielt sich PUTZ-Redakteurin Dr. Barbara Eckardt nach der ersten Kurswoche über ihre Eindrücke.
aus
Inga-Lill Äkermann
Scheden(Rentnerin, 67)
Der Kurs gefällt mir sehr gut, der Unterricht ist ausgezeichnet. Ich habe mich für Potsdam auch deshalb entschieden, weil es eine berühmte Stadt ist. Außerdem ist hier ein historischer Platz für mich als Schwedin, gab es doch familiäre Beziehungen zwischen dem preußischen und dem schwedischen Königshaus. Ich mag
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Deutschland und die deutsche Sprache gern. Deshalb freue ich mich, daß ich als Rentnerin neben den vielen jungen Leuten an diesem Kurs teilnehmen kann.
Colin O’ Callaghan aus Irland(Student der Germanistik und Soziologie, 30)
Eigentlich wollte ich einen Kurs an der FU Berlin belegen, bekam aber dann diesen vom Deutschen Akademischen Austauschdienst(DAAD). Schon nach zwei, drei Tagen war ich begeistert. Als Tourist bereiste ich Potsdam bereits, aber nun erkenne ich ganz neue Seiten dieser Stadt. Der Unterricht ist sehr interessant, er gibt mir viel für meine spätere Arbeit. Alles ist locker und trotzdem Arbeit. Es macht Spaß. Ich lerne durch den Kurs auch die Alltagssprache besser als nur in Lehrveranstaltungen. Ich werde immer wieder nach Potsdam kommen, um Neues zu entdecken.
Aleksandra Jaszczynska aus Polen(Studentin der Germanistik, 24)
Die Unis in Poznan und Potsdam sind Partnereinrichtungen. Ich erhielt zu Hause die Chance, diesen Kurs in Potsdam zu besuchen. Ohne nachzudenken, nahm ich das Angebot an. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß alles so perfekt organisiert ist. Ich erfahre hier sehr viel
und kann meine Sprachkenntnisse vervollkommnen. Das Programm ist sehr gut. Wir sind von morgens bis abends beschäftigt. Ich nutze die Zeit voll aus.
Jean-Pierre Chassagne aus Frankreich(Deutsch-Lehrer, 45)
Durch die Kursteilnahme will ich meine Sprachkenntnisse auf die Probe stellen. Ich hatte’ in den letzten Jahren kaum Gelegenheit, mich für eine längere
Zeit in Deutschland aufzuhalten. Ich bin vom Kursangebot sehr angetan. Als Tourist habe ich natürlich Sanssouci schon besucht, aber ich weiß, daß Potsdam noch sehr viel mehr zu bieten hat. Jetzt habe ich Gelegenheit, die Kleinodien der Stadt kennenzulernen. Die Gespräche in der Gruppe und mit(den Leuten an der‘ Uni sind für mich sehr hilfreich, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Ich interessiere mich besonders für die moderne deutsche Literatur, weil ich mich auf diesem Gebiet bisher
weniger auskannte. Der Kurs ist eine große Bereicherung für mich, er vermittelt mir viele Anregungen für die weitere Beschäftigung mit der deutschen Literatur. Fotos: Fritze
„Tag des offenen Denkmals”
Die ansprechende Außensanierung der Communs weckt bei mehr und mehr Besuchern, Touristen und Bürgern Potsdams den Wunsch, die Gebäude auch einmal von innen zu sehen. Über 280 Besucher kamen zum„Tag des offenen Denkmals“ am 12. September 1999 auf den Universitätscampus Am Neuen Palais. Gezeigt wurden die beiden Communsgebäude und das Auditorium maximum, den ehemaligen Kaiserlichen Marstall. Neben der Gebäudebesichtigung hatten die Besucher ein besonderes Interesse an der wechselvollen Nutzungsgeschichte der 230jährigen Communs. Siehe dazu auch
den Beitrag auf der folgenden Seite.
PUTZ/Foto: Tribukeit