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Wissenschaft aktuell
Akkreditierungsrat eingerichtet
Auf Beschluß der Kultusministerkonferenz(KMK) gibt es jetzt einen Akkreditierungsrat. Das Gremium soll. die fachlich-inhaltliche Begutachtung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge koordinieren und dazu Agenturen zertifizieren, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Damit soll sichergestellt werden, daß die Akkreditierungsverfahren nach: fairen» und nachvollziehbaren Regeln ablaufen.
Zum Vorsitzenden wählte der Akkreditierungsrat den Mathematiker Prof. Dr. Karl-Heinz Hoffmann. Er ist Gründungsdirektor des Forschungszentrums CAESAR in Bonn und war von 1994 bis 1996 Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Das Sekretariat des Akkreditierungsrates ist bei der Hochschulrektorenkonferenz(HRK) angesiedelt. PUTZ
Studienpreis
Die Löwen-Club. Stiftung verleiht. wieder den‘ seit 1997 jährlich vergebenen Studienpreis„Freizeit und Spiel. in der Gesellschaft“. Gefördert werden mit der Auszeichnung Abschlußarbeiten von Nachwuchswissenschaftlern. Der unabhängigen Jury müssen zu diesem Zweck herausragende Analysen, Prognosen, Modelle und Innovationen vorliegen, die auf eine sozial-, kultur- und umweltver
trägliche Freizeit der Zu-:
kunft hinweisen. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 20000 DM. Als Einsendeschluß gilt der 31. Januar 2000. Weitere Auskünfte erteilt. Ingeborg‘. Barker, Vorstandsvorsitzende der Löwen-Club Stiftung, Tel.: 06721/407840. Nähere Informationen finden Interessierte im Internet unter Hhttp://www.loewenClub-stiftung. de. PUTZ
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Platin, Savanne und Schadstoffe Projekt in Südafrika vor Start
Vor der Arbeitsgruppe „Stoffdynamik in Geosystemen“ am Zentrum für Umweltwissenschaften der Uni Potsdam liegt eine eher ungewöhnliche Arbeit. Der Grund: Die WUni-Wissenschaftler wollen in enger Kooperation mit Experten der Universität Pretoria den Einfluß einer Erzmine auf die Umwelt und die Lebensqualität in der Region Krondaal(Republik Südafrika) untersuchen.
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Grenzen angelangt. Das hat schon heute Konsequenzen. Man registriert eine erhöhte Anfälligkeit der Bevölkerung gegenüber Krankheiten und Ertragsdepressionen in der Landwirtschaft. Durch den Zuzug von Wanderarbeitern werden weitere Probleme befürchtet. Die äußern sich in Eigentumsproblemen durch unerlaubtes Aufstellen von Hütten auf Privatland, in der Zunahme von Kriminalität, in der Verschlechterung der EEE
Das Untersuchungsgebiet befindet sich in der Nähe RAT
Bei dem Projekt geht es insbesondere um das Mensch-Umwelt- Verhältnis, die Veränderungen, die neue Arbeitskräfte in bestehende soziale Strukturen der Ortschaften einbringen. Aber auch der Einfluß des Erzbergbaus und seiner Produkte auf die Landwirtschaft sowie die Schadstoffdynamik und die Bewertung von Zwischenspeichern, wie Boden, Wasser, Luft und Organismen, soll eine Rolle spielen. Jene Platinmine, die den Ausgang der Untersuchung bildet, befindet sich 100 km westlich von Pretoria im sogenannten Erzgürtel Südafrikas. Das Gebiet ist von geringen und zudem stark periodischen Niederschlägen geprägt, so daß das Wasser das Hauptproblem darstellt. Das betrifft sowohl das Grundwasser‘“als! Hauch A Oberflächenwasser. Bei starker Verseuchung mit Schadstoffen ist sogar die gesamte Wasserversorgung der Bevölkerung gefährdet. Die Belastung der Atmosphäre und des Bodens ist bereits jetzt teilweise an die
Zustände. Vor allem die soziogeographischen Untersuchungen werden Aufgabe des südafrikanischen Partners sein. Über die Forschungsvorhaben von deutscher Seite herrscht ebenfalls Klarheit. So kommt der umfassenden chemischen und physikalischen Charakterisierung der zu untersuchenden Abschnitte grundlegende Bedeutung zu. Die Schwermetallbelastung, insbesondere durch Metalle der Platingruppe, erfordert Aufmerksamkeit in der Analyse. Hierbei sollen Extraktionsverhalten und Bindungsformen studiert werden. Auch das Entstehen von Dioxinen als Folge metallurgischer Prozesse interessiert..die.. Gruppe: Auf der Grundlage der gelieferten Werte erfolgen dann Untersuchungen zur Fixierung und Aufnahme von Schwermetallen durch Pflanzen sowie deren Weg durch die Nahrungskette. Zur Überprüfung kommen zudem Vitalitätsbeeinträchtigungen und Streßverhalten von Nutzpflanzen wie Tabak oder Mais und Vertretern natürli
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cher Vegetation. Für das Funktionieren der Stoffkreisläufe in der Natur spielen Mikroorganismen eine wichtige Rolle. Darum werden sich auch Studien mit ihrer Konzentration, einigen ihrer physiologischen Aktivitäten am Beispiel des Stickstoff-Kreislaufes beschäftigen. Auch mikrobiologisch-hygienische Untersuchungen von Böden, Schlänmen und Wässern sollen nicht fehlen. Um aus der Vielfalt der zu erwartenden Ergebnisse Schlußfol
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gerungen ziehen und Hypothesen aufstellen zu können, gibt es von Beginn an eine exakte Datenerfassung und-pflege. Auf dem Programm steht nicht zuletzt die Überprüfung des Inhalts von in Südafrika gültigen Rechtsnormen. Das hat seinen Grund. Denn die Verfassung des Landes enthält das Recht auf eine gesunde und sichere Umwelt für jeden Bürger. Der Erzabbau in Südafrika befindet sich damit nicht im rechtsfreien Raum. Am Projekt selbst, so haben es sich die Uni-Wissenschaftler vorgenommen, sollen auch Studenten teilnehmen. Um deren Vorbereitung zu sichern, begleitet das Sprachenzentrum der Hochschule das Vorhaben. Das gesamte Arbeitsprogramm wurde in einem kürzlich veranstalteten Workshop vorgestellt. Geplant ist, daß der Start des Projekts: mit Hilfe ‚einer EUFörderung zu Beginn des Jahres 2000 anlaufen kann. Prof. Dr. Ingo Schneider/ Institut für Ökologie und Naturschutz