Heft 
(1.1.2019) 07
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PUTZ 7/99

Kultur

Lust an Kunst Heute vorgestellt: Claudia Güttner

Claudia Güttner beschäftigt sich seit ihrem 14. Lebens­jahr mit Bildender Kunst. Malerei, Grafik, Druckgra­fik, speziell Radierungen und Aquatinta, Fotografie- auf den Wegen des künstlerischen Äußerns und Gestaltens nut­ze ich sehr unterschiedliche Potentiale, bekennt die Potsdamer Studentin. Und tatsächlich kann die derzeit im Ergänzungsstudium Ar­beitslehre an der Universität PotsdamEingeschriebene bereits auf eine Reihe be­deutsamer künstlerischer Ak­tivitäten verweisen,

Von 1986 bis 1991 besuchte die damalige Gymnasialschüle­rin dieWredowsche Zeichen­schule in Brandenburg und erhielt insbesondere durch den Maler Horst Wall Anregungen für künstlerische Bild-Kompo­sitionen und ganzheitliches Se­hen. Heute lebt Claudia Gütt­ner in Berlin. Ihrem damaligen Heimatort Brandenburg blieb sie dennoch treu. Dies belegt

ihre Teilnahme an mehreren Off Art-Ausstellungen in Bran­denburg.

Ab 1991 studierte Güttner das Lehramt für die Fächer Kunst­erziehung, Mathematik und Sachunterricht an der Univer­sität Potsdam und legte 1996 die Erste Staatsprüfung ab. Danach absolvierte sie den Vorbereitungsdienst zum Zweiten Staatsexamen für Leh­rer und bestand dies im Sep­tember 1998, Seit 1994. ist Claudia Güttner jährlich an Ausstellungen beteiligt, von Juli bis September 1997 konn­te sie ihre erste Einzelausstel­lung zum ThemaSelbst mit druckgrafischen Tuschearbei­ten und fünf abstrakten Male­reien im Brandenburger Kul­turlabor zeigen. Die Studentin nahm insgesamt dreimal am universitärenPodium, einer Bühne kulturellen studenti­schen Äußerns, teil. Ebenfalls 1997 war Güttner Mitgestalte­rin der von Wilfrid Grössel, dem Leiter der Hauptklasse Grafik an der Universität Pots­

Claudia Güttner bei druckgrafischen Arbeiten.

dam, inszenierten Perfor­manceAugusta Stift- Russen in Potsdam: Diese: Perfor­mance setzte sich mit Gebäu­den und deren Geschichte zur Zeit der sowjetischen Besat­zung auseinander, wobei ver­schiedene Künste in die Reali­sation einbezogen waren.

Güttner wandte sich früh in ih­rer künstlerischen Arbeit auch der Fotografie zu. Sie sicht eine grundsätzliche Verwandt­schaft der Künste untereinan­der und bekennt:In der Fo­tocollage habe ich beispiels­weise die Gelegenheit, eine ge­genseitige Durchdringung

Foto: Tribukeit

zwischen Grafik und Foto­kunst zu erreichen. Momen­tan liegt ihr künstlerischer Schwerpunkt im grafischen Be­reich, sie favorisiert historische Tiefdruckverfahren. Die im Sommer 1998 erlebten Reise­eindrücke aus Kroatien verar­beitete sie im Zuge des Jugos­lavien-Krieges zu einem Gra­fikzyklus mit dem TitelKroa­tien. Mit einigen Arbeiten aus dieser Reihe konnte sich Clau­dia Güttner für eine bundes­weite Künstlerausschreibung der Bildenden Kunst bewer­ben.

Dr. Thomas Freitag, PÖK

Lyrikreihe

Zum zweiten Mal veranstaltet das Brandenburgische Litera­turbüro in Kooperation mit dem Waschhaus Potsdam eine Lyrikreihe unter dem Titel wassergescheitelt. An insge­samt vier Terminen, jeweils am ersten Freitag des Monats, fin­den im Club des Potsdamer Waschhauses, Schiffbauergasse

Abb.: zg.

1, Lesungen mit bekannten Gegenwartslyrikern statt. Die Reihe wendet sich insbesonde­re an ein junges Publikum.

Die nächsten Veranstaltungen finden am 5. November, Bert Papenfuß und Franzobel, und am+3. Dezember; Friederike Mayröcker, statt. Beginn ist je­weils 20.00 Uhr. Der Eintritt kostet 8,00 DM, ermäßigt 5,00 DM. PUTZ

Literaturbühne90

Jedes! meinerHaare: bleibt sich im Wesen gleich mit diesem hintergründigen Wort des Dichters Christian Mor­genstern überschrieb die Lite­raturbühne 90 eines ihrer dies­jährigen Programme. Inzwi­schen konnte Lyrik Morgen­sterns an der Universität und beispielsweise auch in Matsch­kes Galerie Cafe gelesen und musikalisch in Szene gesetzt werden.: Dieseit 1990 beste­

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hende Gruppe vereint Studen­tinnen und Studenten aus allen Fachrichtungen und Studien­jahren. Sie versuchen, einen li­terarischen Text: nach!Ge­schichten zu befragen und auf dessenEigensinn durch eine verfremdende Lesart aufmerk­sam zu machen. In den gerade begonnenen Proben geht es um frühe Gedichte Johann Wolfgang Goethes. Der Ar­beitstitel hierfür lautetDas alte Wahre, faß es an!. Folgen soll noch im Wintersemester

die gestisch-szenische Erarbei­tung expressionistischer Lyrik. Die erste Zusammenkunft der Gruppe findet am 20. Oktober 99, 19.00 Uhr, im Raum 0.05 des Hauses 6(Uni-Komplex Am Neuen Palais) statt. Neue Mitglieder aus allen Fachrich­tungen sind willkommen, auch die telefonische Anmeldung ist beim Referat für Presse,- Öf­fentlichkeits- und Kulturarbeit unter 0331/977-1039 mög­lich. PUTZ

Märkische Wandlungen

Noch bis zum 7. Novem­ber; 1999 ist im. Alten, Rathaus Potsdam, Am Alten Markt, die Exposi­tionMärkische Wand­lungen. Bilder aus Bran­denburg und Berlin zu sehen. Gezeigt wird ge­genständliche Malerei al­ler Spielarten von Künst­lern, die in der DDR ge­lebt haben.

Zu den 24 Ausstellenden gehören. Rainer. Ehrt, Roswitha Grüttner, Bernhard Heisig, Barbara und Karl Raetsch, Peter Rohn und Maren Simon. Die Ausstellung ist diens­tags bis sonntags von 10.00 bis 18.00. Uhr geöffnet. Der Eintritt ko­stet 4, DM, ermäßigt 2,DM. PUTZ

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