PUTZ 8/99
Mit schmalen Finanzen breites Angebot
„Treffpunkt Freizeit“-Chefin ist eine Ehemalige
Der„Treffpunkt Freizeit“ ist in Potsdam eine gute Adresse für Kinder und Jugendliche. Gibt es dort doch vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Seit Mai dieses Jahres leitet Elisabeth Tänzler die kommunale Ein
richtung. Die geborene Schönbrunnerin arbeitete nach ihrem Lehrerstudium
an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam als Physik- und Mathematiklehrerin. Über ihre jetzige Arbeit und ihre Verbindungen zur Universität Potsdam unterhielt sich PUTZ-Redakteurin Dr. Barbara Eckardt mit Elisabeth Tänzler.
PUTZ: Die Übernahme der Leitung des„Treffpunkt Freizeit“ ist für Sie eine Herausforderung. Warum?
Elisabeth Tänzler: Ich arbeite seit 1988 im„Treffpunkt Freizeit“, zunächst als pädagogische Mitarbeiterin. Ich kannte also das Haus gut, als ich dessen Leitung übernahm. Dennoch ist jetzt für mich vieles ganz anders als früher. Das betrifft beispielsweise den Umgang mit den Kollegen. Eine Herausforderung ist es auch deshalb für mich, weil wir seit Dezember 1998 nicht genau wissen, wie es mit der Einrichtung weitergeht. Noch’ immer ist nicht eindeutig geklärt, ob das Haus, aus finanziellen Gründen, erhalten bleiben kann. Und natürlich bringt die neue Aufgabe Veränderungen im Alltag der Familie Tänzler mit sich.
PUTZ: Sie erwähnten gerade die schwierige Finanzsituation. Viele kulturelle Einrichtungen der Stadt sind davon betroffen. Wie bewältigen Sie die Diskrepanz von Können und Wollen? Elisabeth Tänzler: Unsere Einrichtung ist Teil der Stadtverwaltung und gehört zum Jugendamt. Von dort unterstützt man uns sehr. Trotzdem können wir aufgrund fehlender Mittel, das heißt auch fehlender Mitarbeiter, nicht alles ver
14
wirklichen, was wir an Ideen haben. Dass wir trotzdem mit den relativ wenigen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, gute und akzeptierte Angebote unterbreiten, ist dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken. Dafür erhalten wir positive Resonanz von außen. PUTZ: Was bieten Sie denn den Kindern und Jugendlichen?
den Schülern Veranstaltungen in den Vormittagsstunden an. PUTZ: Gerade haben die Uni und zwei Schulen Kooperationsvereinbarungen unterschrieben. Wie sehen denn Ihre Beziehungen zur Uni Potsdam aus?
Elisabeth Tänzler: Es gab Kontakte zur Universität. Wir sind sehr bestrebt, Begonnenes auszubauen.> Als‘! es‘ die
Die Leiterin des„Treffpunkt Freizeit“, Elisabeth Tänzler, möchte die Bezie
hungen zur Universität Potsdam ausbauen.
Elisabeth Tänzler: Gerade hatten wir hier Schulklassen, die an mehreren Tagen unter dem Motto„Talking Food“ unter fachkundiger Anleitung neue Lebensmittel entwickelten und vermarkteten. In der Stadt bekannt sind unsere Aufführungen der Musiktheater KiMuThe,„Buntspecht“ und „Funkenflug“. Weiter gibt es ein vielfältiges Sportangebot, das gut angenommen wird. Betätigen können sich die Kinder und Jugendlichen auch in den Bereichen Tanz, Technik, Natur, Informatik. Das Angebot ist relativ breit und trifft ihren„Nerv“. Bei uns gibt es aber auch einen Jugendklub, wo sich Interessierte„ohne Druck“ beschäftigen können. Zahlreiche Kontakte gibt es auch zu Schulen. Wir bieten
Foto: Fritze
Schülerakademie noch gab, arbeiteten wir unter anderem mit den Bereichen Physik und Chemie zusammen. Das würde ich gerne wieder aufleben lassen. Denn an die damaligen Veranstaltungen erinnern sich Lehrer und Schüler noch heute gerne. Wir überlegen gerade im Kollegenkreis, was wir im Jahre:“2000 anbieten. Dabei entstand‘ die‘ Idee einer Art Know-how-Show mit kulturellen und künstlerischen Elementen, die wir in unserem Hause durchführen könnten. Dazu würden wir sehr gerne das Potential der Uni nutzen. Studenten sind in unserem Hause natürlich auch gern gesehen.
PUTZ: Viel Erfolg und besten Dank für dieses Gespräch.
Absolventen
Wege zum Erfolg
„In Universitäten, Hochschulen und Instituten liegt ein enormes, wirtschaftlich nicht ausgeschöpftes Potential technologischer Neuentwicklungen, Produkt- und ServiceIdeen.“ Mit dem Ringbuch „Planen, gründen, wachsen“ lassen sich diese Geistesblitze von Studenten und Wissenschaftlern darauf hin abklopfen, ob auch ein Markt für sie besteht.
Das Mittel dazu sehen die Autoren der Unternehmensberatung McKinsey& Company im bekannten„Businessplan“. Das alleine wiederum ist zwar nicht neu, aber das Buch ist anders als bisherige Erscheinungen: Mit prägnanten Beispielen und kurzen Texten führt es den angehenden Gründern die Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg vor Augen. Von der Präsentation der Geschäftsidee über die Marktstrategie bis zur Schätzung des Unternehmenswertes gibt es einen ersten Einblick in das Gründer Know-how.. mf McKinsey& Company: Planen, gründen, wachsen. Mit dem professionellen Businessplan zum Erfolg, zweite aktualisierte und erweiterte Auflage, Verlag Carl Ueberreuter, Wien,‘1999, 58 Mark, 200 Seiten,
ISBN 3-7064-0596-2.
Karrieremesse
Für den Berufseinstieg werden Karrieremessen immer wichtiger. Führende Unternehmen suchen dort nach Bewerbern mit Führungsqualifikationen. Am 26. und 27. November 1999 findet im Berliner Maritim Pro Arte Hotel, Friedrichstraße, das schon traditionelle European Career Forum statt. Es bietet hochqualifizierten Absolventen die Gelegenheit, sich bei international hochrangigen Unternehmen zu bewerben. Die Teilnahme am Forum ist kostenlos.
Weitere Informationen sind zu erhalten über http://www.di cr.co.uk oder telefonisch unter 030/6184467. PUTZ