Heft 
(1.1.2019) 08
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Wissenschaft aktuell

Neuer Glanz für alte Leuchter

Schweizer Bergkristalle für Schloss Sanssouci

Nicht alles, was bisher unter der Decke königlich-preußi­scher Säle funkelte, war echt. So mancher schöne Stein der großen Kronleuchter im Schloss Sanssouci war statt aus Quarz aus Bleikristall. Denn viele Quarze fielen im Laufe der Jahre herab und konnten nur durch weniger edle Steine ersetzt werden.

Doch aus welchem Quarz wa­ren die Originalleuchter? Die meisten Quarze unterscheiden sich in Farbe und Transparenz kaum. Unter Spezialmikrosko­pen sieht man, dass die Ein­schlüsse in den Quarzen unter­schiedlich sind. Wie bei einem Fingerabdruck formen die ge­ologischen Verhältnisse in je­der Quarz-Mine ihre eigenen, typischen Einschlüsse von Flüssigkeiten und Gasen.

Die Bergkristalle für preußische Kronleuchter kommen aus den Schweizer

Alpen.

Dank der Mineralogen um Prof. Roland Oberhänsli von der Universität Potsdam und der Detektivarbeit kooperie­render Kollegen in Basel könn­ten die Kronleuchter aus den

Foto: Tribukeit

preußischen Schlössern von Friedrich II nun originalgetreu vervollständigt werden. Die Wissenschaftler fanden heraus: Der Quarz für den brillanten und überaus transparenten Be­

Informationen zur Forschungsförderung

Bewerber gesucht

Für die Begutachtung von Projektvorschlägen im 5. EU­Forschungsrahmenprogramm setzt die Kommission externe Sachverständige ein. Voraus­setzung für eine solche Tätig­keit ist die Bewerbung bei der Europäischen Kommission. Eine Bewerbung ist kontinu­ierlich möglich.

Die Unterlagen liegen im In­ternet unter: http://www.cor­dis.lu/expert-candidature/ Die Kommission sucht insbe­sondere für die Leitaktion Die Stadt von morgen und das: kulturelle Erbe him. 4. Thematischen ProgrammEn­ergie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung Gutachter.

Dezernat l, Internationale Forschungskooperation, Dr. Regina Gerber, Telefon:­1080 E-mail: rgerber@rz. uni-potsdam.de, Web-Site: http://www.uni-potsdam. de/over/forschgd.htm

Communicator-Preis

Die Deutsche Forschungsge­meinschaft(DFG) schreibt erstmals einen Preis für Wis­senschaftlerinnen und Wissen­schaftler aus, die sich in her­vorragender Weise um die Ver­mittlung ihrer wissenschaftli­chen Ergebnisse in die Öffent­lichkeit bemüht haben. Der Communicator-Preis, aus Mit­teln des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft stammend, umfaßt eine Preis­summe von DM 100.000. Der Preis kann sowohl an einzelne Wissenschaftlerinnen und Wis­senschaftler als auch an eine Gruppe von Forschern verlie­hen werden, die in einem der Zielsetzung entsprechenden Projekt zusammengearbeitet haben. Es werden Arbeiten ausgewählt, die im deutschen Sprachraum angesiedelt sind.

Bewerbungen sollten bis zum 15. Dezember: 1999: bei: der Deutschen Forschungsge­meinschaft, Referat für Presse

und Öffentlichkeitsarbeit, Kennedyallece 40, 53175 Bonn, eingegangen sein.

Neues Schwer­punktprogramm

Ziel des neu eingerichteten Schwerpunktprogrammes Adaptivität in heterogenen Kommunikationsnetzen mit drahtlosem Zugang der Deutschen Forschungsge­meinschaft ist die Erarbeitung von Grundlagen und Verfah­ren für den Aufbau und Be­trieb von Kommunikationssy­stemen, die eine bisher nicht gekannte umfassende funktio­nale Adaptivität besitzen. Im Rahmen des Programms wer­den Beiträge zu den Themen­gebieten Software Radio, intel­ligente Mehrbereichsantennen, Kanalcodierung und codierte Modulation, gemeinsame Quellen- und Kanalcodierung , Synchronisation und Kanal­schätzung, hybride ARQ-Ver­fahren, Vielfachzugriffsverfah­

PUTZ 8/99

hang der prachtvollen Leuch­ter, die Friedrich II zwischen 1746 und 1771 in Paris für sei­ne preußischen Schlösser kauf­te, kommt aus einem kleinen Gebiet am Südrand des Aar­massives in den Schweizer Zentralalpen.

Die Restauratoren würden nun gerne neues Quarzrohmaterial für die Kronleuchter in Pots­dam aus den gleichen Klüften beziehen. Doch die Klüfte sind erschöpft. Dennoch. hofft Oberhänsli, dass sich noch ähnliche Quarze in der Ge: gend finden. Denn einzelne Bergleute suchen dort immer noch nach Kristallen.

Neben dem Institut für Geo­wissenschaften der Universität Potsdam beteiligten sich an dieser Untersuchung die Stif­tung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und das Mineralogisch-Petro­graphische Institut in Basel. ar/mf

ren, Radio Resource Manage­ment, Kommunikationsproto­kolle, Dienste und Dienst­steuerung, Netzorganisation, Routing und Mobilitätsmana­gement sowie Planungs- und Simulationsverfahren erwartet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter:

http: //www.lkn.ei.de/AKOM . Die Antragsfrist endet am 22.11:1999.: Für inhaltliche Rückfragen steht Prof. Dr.­Ing. Jörg Eberspächer, TU München;Tel. 089/289: 23500, Fax: 089 /289-23523; E-Mail: Joerg.Eberspaecher@e itum.de zur Verfügung. Wei­tere Informationen gibt es bei der DFG, Dr. Klaus Wefelmei­er, Tel: 0228 /885-2283, Fax: 0228/885-2777, E-Mail: klaus.wefelmeier@dfg.de.

Dezernat 1, Forschungs­angelegenheiten, For­schungsförderung, Dr. Norbert, Richter, Tel.:­

1778, E-mail: richter@rz.

uni-potsdam.de, Internet: http://www.uni-pots­

dam.de/over/forschgd. htm.

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