Heft 
(1.1.2019) 04
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Campus

Pool eröffnet

Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung wurde im April dieses Jahres einer von zwei neuen CIP-Schulungs-Pools (computer integrated pro­gramm) in Golm eröffnet. Dr. Tilo Köhn(r.) aus der Zentra­len Einrichtung für Informati­onsverarbeitung und Kommu­nikation(ZEIK) nutzte dabei gleich die Gelegenheit, die vorhandene Ausstattung und damit verbundene Arbeits­möglichkeiten zu erklären.

Den Studierenden, Lehrkräf­ten und Mitarbeitern der Ver­waltung steht an 30 Arbeits­plätzen modernste Technik zur Verfügung. Damit gibt es jetzt für alle Uni- Angehörigen

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zungen beziehungsweise-um­verteilungen. Geplant ist, die Zuweisung einer willkürlich festgesetzten, nämlich an dem derzeitigen Gesamtvolumen der Professorenbesoldung ori­entiertenKopfpauschale, die sich aus einem relativ geringen Grundbetrag und variablen Gehaltsbestandteilen, die von den Fachbereichen nach im einzelnen noch näher zu be­stimmenden Leistungskriterien verteilt werden, zusammen­setzt. Wer in dem Verteilungs­kampf leer ausgeht, bleibt un­ter dem Endgehalt eines Studi­endirektors, das dieser nicht durch Leistung, sondern allein durch Älterwerden erreicht. Weshalb ein solches Besol­dungssystem, das bislang ohne

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Foto: Tribukeit

mehr Chancen zur Aus- und Weiterbildung.

Mit der Einrichtung des Pools ist es nun möglich, die Infor­mations- und Kommunikati­ONS- Grundausbildung, Überblicksvorlesungen, Übun­gen und Tutorien in dem Raum im Haus 10 stattfinden zu lassen. Zur Verfügung ste­hen hier auch Digitalkameras, Internetdienste, Scanner und CD-Brenner.

Die Einrichtung des Pools ko­stete mehr als eine halbe Mil­lion Mark. Die Gelder für die neue Technik kamen sowohl vom Bund, dem Land als auch von der Deutschen For­schungsgemeinschaft. PUTZ

Für Prioritätensetzung

Landeshochschulrat zum Haushalt

Der Landeshochschulrat hat sich kürzlich mit dem Doppel­haushalt 2000/2001 und dem Anteil der Hochschulhaushalte am Landeshaushalt befasst.

Das Gremium verkennt nicht die Finanzlage des Landes Brandenburg, stellt aber zu­gleich fest, dass mit einem An­teil der Hochschulausgaben am Landeshaushalt in Höhe von 2,67 Prozent Wissenschaft keine Priorität besitzt. Der Landeshochschulrat sicht es als sehr bedenklich an, dass das Land Brandenburg seit Jahren in diesem Bereich die letzte Position im Vergleich der Bun­desländer einnimmt.

Die Vorsitzende, Prof. Dr. Evelies Mayer, äußerte sich be­sorgt über die Haushalts­ansätze für die Hochschulen, da eine Drosselung der Wis­senschaftsausgaben mit Folgen für die wirtschaftliche und so­ziale Entwicklung im Land verbunden sein werde. Sie be­tonte:Unbedingt ausgenom­men werden müssen die Hochschulen aus Stellenkür­zungen, da sonst mühsam ge­schaffene Ausbildungskapa­zitäten vernichtet werden.

Der Landeshochschulrat ap­pelliert an die Abgeordneten des Landtages, die Haushalts­ausgaben als eine Investition in die Zukunft des Landes zu be­trachten. Ohne eine Ausgabe­nerhöhung werde die Wettbe­werbsfähigkeit der Hochschu­len in den kommenden Jahren in Frage gestellt und damit auch die ökonomische Lei­stungsfähigkeit des Landes Brandenburg gefährdet. PUTZ

Euro-Infomobil

Das EU-Infomobil der Eu­ropäischen Kommission steht am 22. Mai 2000 zwi­schen 10.00 und 15.00 Uhr an der Mensa des Univer­sitätskomplexes Am Neuen Palais. Neben studien- und ausbildungsbezogenen In­formationen gibt das Info­Team Auskunft zu den Or­ganen der EU und zur aktu­ellen Europapolitik. An ei­nen Computerterminal kön­nen aktuelle Adressen und weitere Infos abgerufen wer­den.

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Parallele im öffentlichen Dienst ist, gerade an den Hochschulen getestet werden soll, bleibt unklar. Es böte sich an, zunächst die Besoldung der Kabinettsmitglieder nach die­sem Muster geringes Grund­gehalt und leistungsorientierte variable Bestandteile zu re­geln. Auf die Reaktion der Kolleginnen und Kollegen der Ministerin dürfte man ge­spannt sein.

Unausgegoren ist auch der Vorschlag zur Neuregelung der Qualifikation des Hoch­schullehrernachwuchses. FEr­klärtes Ziel ist die generelle Abschaffung der Habilitation, obwohl einige Fakultäten diese als bewährten und unverzicht­baren Nachweis wissenschaftli­cher Befähigung betrachten. Die an der amerikanischen As­

Uwe Hellmann

Für Prof. Dr. führen die neuen Vorschläge nicht

zu einer leistungsorientierteren Be­soldung. Foto: Tribukeit sistenzprofessur orientierte, mit dem niedlichen TitelJu­niorprofessur versehene Qua­lifikationsstelle mag für einige Fakultäten eine sinnvolle Alter­

native zur Habilitation darstel­len. Dass die vorgesehene Übertragung selbständiger Forschungs- und Lehraufga­ben auf promovierte Nach­wuchswissenschaftler für einen Zeitraum von sechs Jahren, verbunden mit einer Zwische­nevaluation nach drei Jahren, die zu einem zwangsweisen Ausscheiden führen kann, den Wissenschaftsstandort Deutschland im Wettbewerb um die besten Nachwuchswis­senschaftler international kon­kurrenzfähiger macht, dürfte aber nicht mehr als eine vage Hoffnung sein, zumal die Le­benszeitprofessur durch die Änderung des Besoldungssy­stems finanziell nicht an At­traktivität gewinnt. Prof. Dr. Uwe Hellmann/ Juristische Fakultät