Wissenschaft aktuell
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Erstmals Schülerpreis vergeben
Leibniz-Kolleg fördert Brandenburger Gymnasiasten
Erstmals wurde im Rahmen des 4. Leibniz-Kollegs ein Schülerpreis zur Förderung eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Projektes
verliehen. Die mit insgesamt|
2000 DM dotierte Auszeichnung teilen sich drei Projekte.
Mit einer Optimierung bei der|
Herstellung von Bandstahl beschäftigen sich Anne Tiedke und Lydia Woiterski vom CarlFriedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt/Oder. In‘ einem letzten Herstellungsschritt Bandstahl aufgeschmolzen, da er sonst zur Weiterverarbeitung zu hart
wird noch einmal
wäre. Die beiden Schülerinnen einen Versuchsaufbau
entwickeln, der die Tempera
wollen
turbestimmung des Stahls im Ofen ermöglicht. Ihre Arbeiten sollen auch zur Einsparung von Rohstoffen beitragen, da die Ofen bislang etwas wärmer als nötig gefahren werden. Das Projekt wird mit einem Preis
geld von 500,- DM gefördert. Die Ergebnisse sollen bei der Firma EKOSITAHL in Eisenhüttenstadt genutzt werden.
Toni Goßmann und Matthias Grießner vom Max-SteenbeckGymnasium in Cottbus untersuchen die vegetative Vermehrung der Kartoffelpflanze invitro.„Uns ist daran gelegen zu zeigen, dass wissenschaftliche Arbeit auch unter einfachen sterilen Bedingungen zum Erfolg führen kann“, schrieben die beiden dazu in ihrer Bewerbung. Sie erhalten ein Preisgeld von 1000,- DM. Mit der Konzentration von Aluminiumionen in Lebensmitteln, die mit aluminiumhaltiger Verpackung in Kontakt kommen, beschäftigt sich Torsten Gehrmann vom Gymnasium Beeskow. Zwar werden im Magen-Darm-System des Menschen Aluminiumionen nur in geringem Maße resorbiert, aber sie können die Aufnahme anderer wichtiger Verbindun
gen hemmen und dadurch möglicherweise gesundheitsschädigende Wirkungen haben. Zusätzlich werden Einflüsse von Aluminiumverbindungen auf Funktionen des Gehirns vermutet.„Da wir täglich mit Aluminium in Kon
takt kommen, halte ich eine genaue Untersuchung der Konzentration von Aluminiumionen in Lebensmitteln... für interessant und nötig“, schreibt Thorsten Gehrmann. Er erhält ein Preisgeld von 500,- DM. urs
Im Rahmen des 4. Leibniz-Kollegs erfolgte erstmals die Vergabe eines Schülerpreises. Insgesamt 2.000 DM teilen sich drei Projekte. Uni-Vizeprä
sident Prof. Dr. Jürgen Kurths(3.v.r.) gratulierte.
Foto: Fritze
Flüssigkeiten auf die Haut geschaut
Andreas Fery erhielt Publikationspreis des Leibniz-Kollegs
Im Rahmen des diesjährigen Leibniz-Kollegs erhielt Dr. Andreas Fery den Preis für die beste mathematisch-naturwissenschaftliche Publikation. Er
Untersuchte Topographie flüssiger | Oberflächen: Andreas Fery
Foto: 29.
wurde ausgezeichnet für eine Arbeit zur Untersuchung der Topographie flüssiger Oberflächen. Darin ist es ihm gelungen, die Form von Flüssigkeitstropfen mit einer Auflösung von wenigen Nanometern, das heißt wenigen millionstel Millimetern, sichtbar zu machen. Das ist etwa 100 mal besser als bei bisher verwendeten Methoden. Um diese Auflösung zu erzielen, entwickelte Andreas Fery die Rasterkraftmikroskopie weiter. Diese Methode wurde ursprünglich zur Untersuchung fester Stoffe entwickelt. Ferys Arbeiten liefern Kenntnisse über die Prozesse, welche die Bildung von Tropfen aus einer dünnen Flüssigkeitsschicht steuern. Sie beinhalten auch den Entwurf von Modellen zum Verständnis der Grenzflächenkräfte. Die
Untersuchungen sind von grundlegender Bedeutung für die Kontrolle von Benetzungsprozessen wie sie auch im täglichen Leben zum Beispiel bei schmutzabweisenden Schichten oder beim Kleben auftreten. Ferys Untersuchungen sind für verschiedene Arbeitsgebiete wichtig, besonders für die Mikrotechnologie, um winzige Flüssigkeitsvolumina oder dünnste Leiterbahnen zu beherrschen sowie für die Biotechnologie, wo kleinste Flüssigkeitsmengen manipuliert
und biologische Zellen auf
Oberflächen genutzt werden.
Andreas Fery studierte Physik an der Universität Konstanz. Seine Promotion schloss er im Januar 2000 in Potsdam ab. Die Arbeiten dazu wurden am Max-Planck-Institut für Kol
loid- und Grenzflächenfor
schung durchgeführt. Zur Zeit absolviert Andreas Fery einen Forschungsaufenthalt am Institut Curie in Paris. Der Preis des Leibniz-Kollegs ist mit 5.000,- DM dotiert und wird in diesem Jahr von den Professoren Sir Michäl Berridge und David Gubbins— beide Referenten früherer Leibniz-Kollegs— gestiftet. Er soll zur Unterstützung eines Auslandsaufenthaltes des Nachwuchswissenschaftlers dienen.
urs
Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.(China)
Brot für die Welt Postbank Köln 500 500-500
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