Heft 
(1.1.2019) 08
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UNI aktuell

PUTZ 8/00

Lieber sicher, lieber leben

Verkehrserziehung und Kriminalprävention

Endlich ist es soweit. Alle schauen erwartungsvoll auf die Bühne. Dort ist es noch dunkel, Auto- und Regenge­räusche im Hintergrund. Im Scheinwerferlicht rennt ein Mädchen auf den Zebrastrei­fen, Reifenquietschen, ein Schrei, Licht aus, Licht an, und das TheaterstückLieber sicher, lieber leben beginnt.

Auf der Bühne wechseln in rascher Folge Spielszenen: Ein knuddliges, blau-weiß-gestreif­tes Zebra- als

und ein

lebensgroße Spielfigur Schulmäd­chen erleben gemeinsam mit den Kindern im Saal Verkehrser­ziehung live. Keine Unterrichts­stunde im üblichen Sinn, dern ein temporeiches,

sOon­farben­rohes und interaktives Spiel zu Fragen der Verkehrssicherheit. Die Kinder der Grundschule Eiche sind begeistert, sie drän­gen förmlich auf die Bühne, um beim nächsten Spiel dabei zu sein. Als die kleinen Mitspieler beispielsweise um die richtige Auswahl geeigneter Kleidung für den morgendlichen Weg zur

Schule wetteifern, blinkt und blitzt es überall, selbst an den Ohren hängen die beliebten Blinkies. Auch das Thema Verhalten im Schulbus wird nicht ausgespart. In einem Schulbus-Quiz stellen die Schü­ler ihr Wissen unter Beweis. Mit Liedern von Rolf Zuckowski aus der Schulweg-Hitparade, die natürlich von allen gemeinsam mit dem Zebra gesungen wer­den, klingt das Theaterstück aus. Dieses Programm war der Ab­schluss der von der Arbeitsstelle für Bildungs- und Sozialisations­forschung der Universität Pots­dam(ABS) am 13. September 2000 veranstalteten zweiten lan­desweiten FachwerkstattFrüh­förderung, Verkehrserziehung und Kriminalprävention mit Vor- und Grundschulkindern, die gemeinsam mit dem Landes­jugendamt und verschiedenen Ministerien des Landes Bran­denburg organisiert wurde.

Für den Dekan der Humanwis­senschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Hanno Schmitt, ist die enge Verbindung der Universität mit

den Landesbehörden und Schu­len sehr wichtig. Denn dort, wo sich Theoretiker und Praktiker an einen Tisch setzten, werde schon bald sehr lebhaft und konkret diskutiert. Angesichts der steigenden Zahlen der an Verkehrs- und Kriminalitäts­delikten beteiligten Kinder sieht DräDietmar Sturzbecher Leiter, der ABS, die Aktualität und Notwendigkeit von Präventions­

arbeit. Zur Anregung für eine praxisnahe Präventionsarbeit erhielt jeder Fachwerkstattteil­nehmer ein Medienpaket, wel­ches unter anderem das von zwei Studentinnen der Universität Potsdam entwickelte Würfelspiel Harald Hase enthielt.

Barbara Schrul/Arbeitsstelle für Bildungs- und Sozialisa­tionsforschung

Wirkungsvoller als die Vermittlung grauer Theorie: im Spiel richtiges Verhalten

im Straßenverkehr erlernen.

Leserbrief: An Wurzeln erinnern

In ihrer Ausgabe 6/00 wid­mete sich die PUTZ den Naturwissenschaften in Golm. Anlass dafür war die Einweihung des ersten Neubaus der Mathematisch­Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Potsdam im

Wissenschaftspark Golm. Auch im Zusammenhang damit erinnert Prof. Dr.

Jürgen Kroll aus dem Uni­Institut für Ernährungswis­senschaft an die Wurzeln der

Professorenschaft in der Fakultät:

Ein Charakteristikum der Mirchematisch­

Naturwissenschaftlichen Fakultät, gegründet im Jahre 1994, ist die bezüglich ihrer wis­Ssenschaftlichen Herkunft unter­Schiedliche Zusammensetzung

der Professorenschaft. Deren

Wurzeln gründen in der ehema­

Pädagogischen Hoch­g0L|

in verschiede­

ligen schule Potsdam, nen Universitäten(zumeist den alten Bundesländern) und zu einem nicht geringen Anteil in naturwissenschaftlichen Insti­tuten der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR.

Das Leistungsprofil der Fakultät zuletzt auf die und die wis­senschaftlichen Erfahrungen dieser an die Universität Potsdam berufenen Professoren (zwei davon

ist nicht Ausbildung

zurückzuführen sind Sprecher von zwei Innovationskollegs der Uni Potsdam, zwei weitere sind Leiter von interdisziplinären Einrichtungen). Im einzelnen sind aus naturwissenschaftlichen

Instituten der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR ins Institut für Mathematik drei, Institut für Physik zwei, in die Chemischen Institute zwei, Biologi­schen/Biochemischen Institute zwei Professoren sowie ins Institut für Ernährungswissen­schaft und ins Institut für Informatik je ein Professor gekommen.

Hinzu kommen noch Profes­soren, die in außeruniversitären Partnerinstituten auf der Basis gemeinsamer Berufungen mit der Uni Lehre und Forschung unterstützen.

Ein kooperatives Klima hat dazu beigetragen, dass die unter­schiedlichen a Wurzeln zu Synergieeffekten geführt haben und weiter wirken in dem Prozess des Zusammenwach­sens und der_Leistungs­steigerung der Fakultät.

Foto: zg.

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