PUTZ 8/00
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eines Regelwerks für die Durchführung der Globalisierung seitens des Fachministenums wegen der Aussichtslosigkeit einer Zustimmung des Finanzministeriums nicht weiter verfolgt werde. Die Weiterverfolgung dieser Überzeugungsaufgabe aufzugeben, kommt der Selbstaufgabe der Funktion eines Fachministeriums gleich; heißt: sich bescheiden mit verwalten statt zu gestalten! Nun gibt es zwar den Modellversuch Globalisierung, jedoch ohne berechenbares und verbindliches
Der kleine Striptease des Kanzlers während eines Uni-Sommerfestes hatte einen bitterernsten Hinterrund: Als Bevollmächtigter für den Haushalt der Hochschule tand Alfred Klein bedingt durch aktuelle Sparauflagen bereits ohne Jacke, Hemd und Hose da.
Foto: Archiv Regelwerk. Damit ist ituation eingetreten, die lodellversuch als Erprobung euer Selbststeuerungsinstrumente von herein zum scheitern verurteilt. Dies beleen inzwischen die‘ im Doppelhaushalt vollzogenen üinsparungen bei den Personallitteln der Hochschulen für das aushaltsjahr 2001. Mit dem erbleibenden Etat sind kaum Och die Kosten für die besetten Stellen abgedeckt. Ein )mschichtungspotenzial zur Deckung von Haushaltslücken ür unvermeidliche Kosten, wie rsprünglich verabredet, besteht icht mehr.
eine
den
vorn
Das gemeinsame Ziel der Erhöhung der Steuerungsfähigkeit der Hochschulen ist in meinen Augen damit beerdigt worden.
Leistungsbezogene Mittelverteilung
Auch hier ist von 1996 bis 1999 viel Zeit und Energie hochkarätiger Ministerialbeamter und Hochschulkanzler in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Wissenschaftsministeriums der Hochschulen vergeudet worden, dassdieszu irgendwelchen Veränderungen der Budgetierung der Brandenburgischen Hochschulen geführt hätte. Der gesetzliche Auftrag zur Orientierung der staatlichen Finanzierung an den in Lehre und Forschung sowie bei der Förderung des schaftlichen Nachwuchses erbrachten Leistungen wird bisher nicht einmal für einen kleinen Teil der Finanzmittel eingelöst. So ist(es! bis heute beillder Fortschreibung einer im historischen Prozess der Gründung der Brandenburgischen Hochschulen zufällig gewachsenen Mittelverteilung geblieben. Dies entspricht weder dem heutigen Ausbaustand der Hochschulen noch gar ihren Leistungen, sondern allein dem Stand der guten oder schlechten Beziehungen der Repräsentanten der Hochschulen zum jeweiligen Hochschulminister und seinen Zuständigen Leitungskadern.
und
ohne
wissen
Dabei war es der gemeinsamen
Arbeitgruppe gelungen, ein auf
Volumen und Leistungskennziffern beruhendes, hochschultypenübergreifendes Modell einer preisbasierten Mittelverteilung zu entwickeln. Dieses Modell schien auch hochschulübergreifend zustimmungsfähig, weil es abstrakt zu einem rechnerischen Mittelzuwachs bei allen Hochschulen führt. Herunter gebrochen auf die tatsächlich vom Land zur Verfügung gestellte Verteilungsmasse wies das Modell jedoch ein großes Defizit bei der Finanzierung der Hochschulen insgesamt aus. Es gab zwar relative Gewinner, aber auch absolute Verlierer. Bei dieser Lage konnten naturgemäß auch Vorschläge zu weichen Über
gangsr. egelungen durch Verlust
begrenzung auf niedrigem
Niveau, um den Verlierern hin
reichende Zeit zu lassen, sich auf
den Regelkreislauf der neuen Budgetierung einzustellen, den ursprünglichen Konsens nicht retten. Das Wissenschaftsminis
terien, muss die Struktur der Ministerialbürokratie weg von der einzelfallorientierten Fein
steuerung hin zur Rahmensetzung für ein modernes Perso
Unter dem damaligen Wissenschaftsminister Hinrich Enderlein hatte Alfred
Klein 1994 sein Kanzler-Amt angetreten.
terium erwies sich in dieser Situation als zu entscheidungsschwach, in einer nicht mehr konsensfähigen Atmosphäre den gordischen Knoten durch eine eigene Entscheidung zu durchschlagen. Es ließ stattdessen die Verlagerung der Diskussion in die Landesrektorenkonferenz zu. Das absehbaren Ergebnis war eine Verweigerungskoalition der Verlierer, die man erwarten konnte. Sprachlos macht, dass auch die Gewinner offensichtlich glauben, ohne formelgebundene Mittelverteilung beziehungsund lobbybasiert mehr erreichen zu können. Im Doppelhaushalt gibt es 2001 folgerichtig nur noch Verlierer auf der Hochschulseite. Ob in dieser Lage der Landeshochschulrat zu einer konstruktiven Lösung beitragen kann, wird sich erweisen müssen.
Schlussfolgerungen
Ich frage mich nach sechs Jahren als Kanzler der größten brandenburgischen Hochschule, ob das Land Ministerien braucht, die Entscheidungen dort, wo sie solche treffen, sie so treffen, dass Reformansätze wie die Globalisierung ad absurdum geführt werden. Dort aber, wo die Ministerien gefordert wären, Entscheidung im Bereich der Veränderung von Strukturen und Verhaltensmustern zu treffen, diese eben nicht treffen, so dass die zu lösenden Probleme in zur Lösung unfähigen Strukturen versacken. Unbeschadet der Wertschätzung vieler einzelner Mitarbeiter in den Minis
Alfred; Klei
Foto: Archiv
nal-, Finanz- und Infrastrukturmanagement verändert werden. Dies bedeutet, dass viele gedoppelte Wahrnehmungsfunktionen zwischen Ministerialbürokratie und Wissenschaftseinrichtungen im wörtlichen Sinne des Wortes vereinfacht werden müssen. Dies muss, anders und im Klartext gesagt, eine radikale Aufgabenund Personalverschlankung der Ministerialbütokratie bedeuten. Solange sich diese von meinem Kölner Kollegen Dr. Johannes Neyses in der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement vorgetragenen Forderungen nicht in konkreter Neudefinition und - zuteilung der Aufgaben, den Organisationsabläufen und den konkreten Arbeitsweisen widerspiegeln, werden alle Reformansätze nur Stückwerk bleiben. Da nicht erwartet werden kann, dass üdie Frösche ihren Teich selbst trocken legen, möchte ich mich mit diesem Beitrag zum Abschied von meinem Amt gern als Klapperstorch nützlich machen. Alfred Klein
N, en 1945,
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