PUTZ 8/00
Studios
Leserbrief:
Weniger Teilnehmer am Sommersprachkurs
Die Ausgabe‘ 7/00 der Unizeitung PUTZ enthielt einen Artikel über den 4. Sommersprachkurs“Sans Souci 2000”. Dazu schrieb Prof. Dr. Heide Wegener aus dem Institut für Germanistik den folgenden Leserbrief. “Der Sommersprachkurs ‚Sans Souci 2000‘ erscheint in Ihrem Artikel als eine Mischung aus Arbeit, Vergnügen und interessanten Erlebnissen für die 41 Teilnehmer aus 17 Ländern. Nicht erwähnt wird, dass die Zahl der Teilnehmer in den drei Jahren zuvor höher war: 1997: 48, 1998: 43, 1999: 56, 2000: 41.
Die Teilnehmerzahl ist also rückläufig, ja schlimmer noch, nicht einmal die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) bereitgestellten Stipendien wurden dieses Jahr ausgeschöpft, acht Plätze blieben ungenutzt, und dies obwohl die Betreuer und Lehrkräfte(vom Auslandsamt und vor allem vom Institut für Germanistik) inzwischen ein eingespieltes Team sind und obwohl die Existenz dieses Sommersprachkurses jetzt bekannter und die Informationen über ihn fundierter sind als zu Beginn vor drei Jahren. Mit Anfangsschwierigkeiten kann das Leerbleiben von acht Plätzen also nicht erklärt werden.
Woran liegt es dann? Zumindest einer der Gründe wird aus folgendem Faktum erkennbar: Nicht ein einziger Farbiger hat dieses Jahr. am Sommersprachkurs teilgenommen.
Das. schlechte Image, zu dem rechtsradikale und ausländerfeindliche Aktionen dem Land Brandenburg verholfen haben, tut also seine Wirkung.
Wie sagte kürzlich ein potentieller Green-Card-Empfänger? Nicht für Geld und gute Worte würde er. nach: Brandenburg gehen. Hand aufs Herz: Würden Sie in ein Land gehen wollen, in dem Sie mit Beleidigungen und Aggressionen bis hin zu körperlichen Attacken rechnen müssen?
Vor einem Jahr hatte ich einen kenianischen Stipendiaten zu betreuen... Ich. habe mich
24
geschämt, ihn zur Begrüßung warnen zu müssen, bestimmte Unternehmungen nicht allein und nicht zu jeder Tageszeit in Angriff zu nehmen. Zu seiner Betreuung fanden sich glücklicherweise zwei meiner Studenten bereit, darunter ein polnischer. Sie haben ihm bei seinem dreimonatigen Aufenthalt hier sehr geholfen und sind Freunde geworden.
Brandenburg— das Land, das ohne die vom Großen Kurfürsten ins Land gerufenen Fremden, von Hugenotten und Holländern, nicht die wirtschaftliche Blüte und Entwicklung erlebt hätte, die es dank Zuwanderung genommen hat!
Es liegt an uns, ob und wie Ausländer auch heute wieder in diesem Lande leben können.”
dieser
Brandenburgs Image schlecht
Heide Wegeners Vermutung ist zuzustimmen, dass einer der Gründe für die diesjährige rückTeilnehmerzahl am Sanssouci
läufige Sommersprachkurs das schlechte Image Brandenburgs sein. könnte. Leider gehört es heute immer häufiger zu unserem Arbeitsalltag, unseren ausländischen Partnern Fragen nach der Sicherheit der Studierenden zu beantworten. Dass diese Situation in den neuen Bundesländern besonders dramatisch ist(Die Universität Magdeburg hat Kurs wegen Mangel an Beteiligung absagen müssen.), sollte uns aber nicht blind davor machen,
ihren
Kultur pur
dass wir es mit einem gesamtdeutschen. Problem zu: tun haben.
Die Situation erkennen und im Öffentlichen privaten Bereich gegen jede Form ausländerfeindlicher Äußerungen auftreten, dass halte ich für die Aufgabe jedes Hochschulangehörigen. Wie sehr kulturelle Begegnungen dazu beitragen, einander zu verstehen, belegt das Beispiel von Heide Wegener Tandem
und
ebenso wie das
Programm der Potsdamer Studierenden. Dr. Regina Neum/Akade
misches Auslandsamt
Erfolgreich
Der Potsdamer Jura-Studen Rayk Hauke kehrte von den ge rade beendeten 11. Paralympi schen Sommerspielen mit zwe Medaillen nach Hause zurück Der 24-jährige blinde Sporiler holte in Sydney die Silberme daille im Speerwerfen. Im Fünf. kampf wurden seine Leistunger mit der Bronzemedaille belohnt An den Olympischen Sommer spielen der Behinderten nahmer 4000 Athleten aus 121 Länder: teil,
Deutschland sandte 258 Sport ler nach Australien. 570 Ent scheidungen in 18 Sportarteı standen auf dem Programm.
R.E
Wer will schon während des Studiums allein für seine Fächer ackern? Wohl kaum jemand. Etwas kreative Abwechslung ist also angesagt. Auch dafür ist an der Uni gesorgt. Eine Reihe von kulturellen Angeboten ermöglichen passive und aktive Betätigungsfelder. Für fast jeden Geschmack ist etwas dabei: Theater spielen, singen, musizieren oder fotografieren. Das Referat für Presse-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit hat einen Überblick über die aktuellen Angebote zusammengestellt. Die Übersicht ist unter http://www.unipotsdam.de/u/kultur/index.htm abrufbar. Informieren kann man sich dort beispielsweise auch über den Theaterkartenservice für Studierende oder über kulturelle Highlights im laufenden Semester. B.E./Foto: Archiv
Vizemeisterin Nicole Dargel, Sport-Studenti an. der Uni Potsdam, i Vizemeisterin in beider Disziplinen Mountain Climt und Cross: Country. Die Tite
zZ
den
errang sie bei den in Telfs ausge tragenen Internationalen Öster reichischen Akademischen Meis terschaften, der inoffizielle: Hochschulweltmeisterschaft ı Mountainbiking. PL
Unicum-Keller Im Unicum-Keller Am Neue Palais gibt es in diesem Mond noch eine Veranstaltung: 27 November 2000: Konzer “Low”(Hardcore aus Beriin Beginn: 20.00 Uhr
www.copy-center-potsdan..d
\ Berliner Straße!1 14467 Potsdarnn
+ Tel. 2758310- Fax 275033 Mo-Fr 8-19 h, Sa. 9-12 h kontakt@copy-center-potsda 7.0
©
Studentenkopien Dissertationsdruck Exemplardruck
ı. Auflagendruck XXL-Print’s
© Bindungen kopiere