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(1.1.2019) 09
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Studiosi

PUTZ 9/00

Die Ressorts im AStA der Uni sind verteilt. Für die Kultur ist Philipp Pleßmann zuständig. Mit dem Studenten der Germanistik, Geschichte und Musik sprach PUTZ­Redakteurin Petra Görlich.

Für ein Jahr haben Sie das Mandat, sich im AStA um stu­dentische kulturelle Belange zu kümmern. Bringen Sie hierfür bereits Erfahrungen mit?

Pleßmann: In der Hochschulpolitik war ich bisher zwar noch nicht tätig, aber im Kulturbereich schon. In meinem bayerischen Heimatort habe ich beispielsweise in einem selbstver­walteten Jugendzentrum mit­gearbeitet. Dort wurde mein Blick für den Kulturbetrieb mit all seinen Schwierigkeiten geschärft. Später in München etzte sich das fort, als ich eine Theatergruppe leitete.

Wie stark ist gegenwärtig das

StandbeinKultur im im AStA? Pleßmann: Aus den

Startlöchern sind wir noch nicht heraus. Zum Beispiel laufen noch keine Mensaparties. Ich muss dafür auf grünes Licht von der Uni-Verwaltung warten. Das fehlt bisher leider. Ansonsten versuche ich, zunächst einen

Überblick über vorhandene Möglichkeiten, Raum-Reserven und existierende engagierte, kul­turtreibende Kommilitonen zu bekommen. Dabei helfen soll eine ArbeitsgruppeKultur, die ich gerade gegründet habe. Mehr Informationen dazu ste­hen auf der AStA-Homepage. Mit der Arbeitsgruppe sollte eigentlich, denke ich jedenfalls, ein funktionierendes Netzwerk gelingen. Kontakte gibt es auch schon zu wichtigen Anlaufstellen außerhalb der Uni-Grenzen. Ich will einfach versuchen, studenti­sche Kultur auch in der Innenstadt sichtbar zu machen. Eine Zusammenarbeit mit dem offenen Kunstverein existiert deshalb bereits und auch mit den FH-Studenten wollen wir künftig stärker kooperieren.

Die Uni existiert nicht im Juftleeren Raum. Noch aller­dings verhält sich die Stadt sehr vorsichtig, wenn es um

die Einbindung der Hochschule geht. Ein Paradebeispiel scheint das

geplante studentische Kultur­zentrum zu sein. Wie steht es nun damit?

Pleßmann: Per Fax erhielten wir kürzlich die Nachricht, dass die Abendschule in das von uns avisierte Gebäude der Großen Stadtschule einzicht. Die

Gespräche gehen weiter

Studentisches Kulturzentrum hleibt auf der Tagesordnung

Entscheidung hat man bereits im März angekündigt und sie ist erst jetzt gefallen. Damit hat uns die Stadt fast neun Monate ins Leere arbeiten lassen Mi Jetztiste­hen wir ohne echte Alternative da. Die Gespräche über ein stu­dentisches Kulturzentrum gehen Ein vernünf­

trotzdem weiter. tiger Gegenvorschlag allerdings liegt nicht auf dem Tisch. Die

Macht sich im AStA für die Kultur an der Uni stark: Philipp Pleßmann

Foto: privat betriebene Politik inzwischen

hierzu erscheint mir sehr undurchsichtig, auch weil zum Beispiel bestehende Kulturini­tiativen in Potsdam offen­sichtlich untereinander ausge­

spielt werden sollen. Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass man in der Stadt den Sinn unseres Vorhabens wirklich begriffen hat. Konzepte, die wir für SdießStadtferarbeitet/ haben, sind von den Verantwortlichen nachweislich nicht gelesen wor­den. Denn es geht nicht um das Schaffen eines Ortes für belang­lose Parties, sondern um das Etablieren von studentischer alternativer Kultur im Zentrum Potsdams. Wir setzen jetzt ver­stärkt auf den gerade gegründe­ten Trägerverein, in dem alle Studierenden Mitglied werden können. Zusammen mit anderen kulturschaffenden Gruppen wollen wir noch einmal ein neues Konzept erarbeiten. So kann inhaltlicher Vorlauf geschaffen werden, damit alles klappt, wenn das Projekt endlich durchgekämpft ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

Aktuelle Informationen zur AG

Kultur; zu weiteren Aktivitäten im Kampf um das Kulturzentrum, geplanten

Veranstaltungen bekommen Interessierte auf der Homepage des AStA unter der Adresse: http://www.asta.uni­potsdam.de

Unter dem MottoFreunde finden Kontakte knüpfen lud das Akademische Auslandsamt kürzlich die neuen ausländischen Studierenden und die aus dem Ausland zurückgekehrten Potsdamer zu einem gemein­samen Abend ein.

Als besonderer Knüller erwies sich die Tombola. Zu gewinnen gab es von kulturellen Einrichtungen der Stadt ge­stiftete Karten für Veranstalt­

ungen im Theater, Kabarett oder Kino. Das Losverfahren war so

angelegt, dass jeweils ausländi­

sche und deutsche Studierende Karten für dieselbe Veranstal­tung erhielten. Auf diese Weise können erste Kontakte bei gemeinsamen Unternehm­ungen vertieft werden.

PUTZ/Foto: zg.

Veranstaltungskalender der Uni Potsdam online unter: http://www.uni­Potsdam.de/u/

kalender.htm

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