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(1.1.2019) 03
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PUTZ 3/01

Studiosi

Statt Trıstesse nun Modernität

Max-Kade-Stiftung hilft bei Wohnheimsanierung

Studium in einer fremden Stadt. Das heißt Abschied von Freunden, der gewohnten Umgebung, vom vertrauten Familienalltag. Und es heißt auch: die Suche nach einer neuen eigenen Bleibe. Studen­tenwohnheime stehen dabei in der Regel hoch im Kurs. Vorausgesetzt, ihr Standard überzeugt. Das weiß man auch im Potsdamer Studentenwerk. Doch Sanierungen kosten Geld. Finanzielle Mittel, die oft fehlen. Gegenwärtig aller­dings reichen sie, um ein weit­eres Filetstück zu realisieren. Am Haus Forststraße 48-50 in Potsdam wird kräftig ge­werkelt.

Insgesamt 5,9 Millionen DM beträgt das Gesamtkostenvolu­men des ehrgeizigen Vorhabens. Fast rekordverdächtig dabei ist cdie| Tatsache; dass es auch nach der Rekonstruktion kaum weniger Belegungen geben wird als vorher. Die Planungen sehen genau 113 Plätze vor. Wenn alles klappt, können die Bewohner zum Wintersemester 2001 einziehen. Haben sie sich für das Haus entschieden, erwarten sie Appartementwohnungen mit drei oder vier circa 15 m großen Zimmern, einer Gemeinschafts­küche, einem Bad und einem zusätzlichem WG... Die Miete reiht sich in das für Potsdamer Verhältnisse übliche Preisniveau ein. Rund 350 DM müssen die Studis für ihr mit Internet­anschluss versehenes Domizil voraussichtlich zahlen. Bevor es allerdings soweit ist, gibt es viel Arbeit für die beteiligten Baufirmen. Entste­hen sollen zum Beispiel für jeden Aufgang eigene Treppen­häuser, die zum. Blickfang avancieren könnten. Vom Ge­bäude bleibt eigentlich nur noch dieHaut. Es wird. komplett entkernt. Moderne technische Anlagen sollen die alten erset­zen. Besonderes Augenmerk schenken die Architekten und Bauleute zwangsläufig der völlig veränderten Raumaufteilung. Aber nicht nur im Gebäude­inneren passiert eine gründliche Überholung des Vorhandenen. Auch die Außenanlagen wer­den. richtig schön, schwärmt

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NCeUECS

Karin Bänsch, Leiterin des Pots­damer Ein den höchsten Ansprüchen genü­gender Volleyballplatz, gemütliche Nische, viel Grün, aber auch Parkflächen sollen für Attraktivität im Umfeld sorgen. Dass das Projekt überhaupt Jäuft, hat seinen Grund. Zwar störte der Plattenbau aus den 60er Jahren schon. lange und Ideen zu seiner Sanierung gabs auch, doch eigentlich erst jetzt bietet sich die konkrete Chance, etwas am ‚alten Zustand. zu ändern. Denn. es kommt Hilfe aus den USA. Die New. Yorker Max-Kade-Stiftung fördert den Umbaumit insgesamt 1,2 Millionen. Mark. Unter dem MottoFreundschaft säen, wo Feindschaft entstanden war unterstützt sie Jahren ähnliche Bauvorhaben in ganz Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen bereits Max-Kade-Häuser in Dresden, Jena, Berlin, Leipzig und Halle. Nach Potsdam soll es ein wei­teres solcherart. gefördertes Haus in Rostock geben.

Studentenwerkes.

eine

seit. circa 90

Mit. dem in der Forststraße befindlichen, in einigen Mona­ten top hergerichteten Wohn­heim setzt das Studentenwerk seine Bemühungen um attrak­tive Wohnangebote für die Studierenden fort. Ein Ende der Rekonstruktionsmaßnahmen ist jedoch noch nicht in Sicht.Wir haben immernoch 50 Prozent unseres Wohnheimbestandes in Potsdam zu sanieren, bilanziert Bänsch die Situation. Trotz bestehender Engpässe: und Schwierigkeiten steuert sie den­noch zum nächsten Ziel: Im Oktober2002. fällt..nach entsprechender Planungsphase der Startschuss für eine Schön­heitskur am Haus 7 in Golm.

Das Potsdamer Studentenwerk versorgt rund. 15 Prozent der Studierenden mit Wohnraum. Damit befindet es sich durchaus im bundesweiten Durchschnitt. Um den auch künftig weiter hal­ten zu können, brauchen Bänsch und ihre Mitstreiter, vor allem auch in Frankfurt/Oder, hand­feste finanzielle Unterstützung vom Land. Sie drängen deshalb

Auch im Inneren wird der Platten­bau aus den 60er Jahren völlig nen hergerichtet. Dabei zeigen nicht nur Maurer, was sie können.

Foto: Tribukeit

auf. die Neuauflage. eines Sonderprogramms. Das einst existierende Bund-Länder­Programm für die Sanierung und den Neubau von Wohnheimen ist 1997 ausge­

laufen. LG.

Die Bewohner des Studentenwohn­heimes Kaiser-Friedrich-Str. 133 kön­nen von nun an ganz bequem das Internet nutzen. Zwar bestand schon zuvor die Möglichkeit, per Telefon zu surfen, jetzt aber sind alle 147 Zimmer im Haus verkabelt. Der dazu notwendige Anschluss an das Datennetz der Uni erfolgte am 15.

März dieses Jahres in Anwesenheit von Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und Studentenwerks-Che­fin Karin Bänsch. Für den neuen Service zahlen die Studierenden rela­tiv wenig Geld. Genau 30 Euro im Semester müssen sie dafür aufbrin­gen. Um den Netzanschluss verwirk­lichen zu können, waren technische

Bequemer surfen

Der

zu leisten. Verkabelung aller

Vorbereitungen Startschuss zur Räume fiel deshalb schon im Oktober vergangenen Jahres. Das nötige Geld kam vom Studentenwerk Potsdam. Insgesamt 390 000 DM kostete die Realisierung des Vorhabens.

PUTZ/Foto: Tribukeit