PUTZ 3/01
Studiosi
Statt Trıstesse nun Modernität
Max-Kade-Stiftung hilft bei Wohnheimsanierung
Studium in einer fremden Stadt. Das heißt Abschied von Freunden, der gewohnten Umgebung, vom vertrauten Familienalltag. Und es heißt auch: die Suche nach einer neuen eigenen Bleibe. Studentenwohnheime stehen dabei in der Regel hoch im Kurs. Vorausgesetzt, ihr Standard überzeugt. Das weiß man auch im Potsdamer Studentenwerk. Doch Sanierungen kosten Geld. Finanzielle Mittel, die oft fehlen. Gegenwärtig allerdings reichen sie, um ein weiteres Filetstück zu realisieren. Am Haus Forststraße 48-50 in Potsdam wird kräftig gewerkelt.
Insgesamt 5,9 Millionen DM beträgt das Gesamtkostenvolumen des ehrgeizigen Vorhabens. Fast rekordverdächtig dabei ist cdie| Tatsache; dass es auch nach der Rekonstruktion kaum weniger Belegungen geben wird als vorher. Die Planungen sehen genau 113 Plätze vor. Wenn alles klappt, können die Bewohner zum Wintersemester 2001 einziehen. Haben sie sich für das Haus entschieden, erwarten sie Appartementwohnungen mit drei oder vier circa 15 m großen Zimmern, einer Gemeinschaftsküche, einem Bad und einem zusätzlichem WG... Die‘ Miete reiht sich in das für Potsdamer Verhältnisse übliche Preisniveau ein. Rund 350 DM müssen die Studis für ihr mit‘ Internetanschluss versehenes Domizil voraussichtlich zahlen. Bevor es allerdings soweit ist, gibt es viel Arbeit für‘ die beteiligten Baufirmen. Entstehen sollen zum Beispiel‘ für jeden Aufgang eigene Treppenhäuser,‘ die zum. Blickfang avancieren könnten. Vom Gebäude bleibt eigentlich nur noch die“Haut”. Es wird. komplett entkernt. Moderne technische Anlagen sollen die alten ersetzen. Besonderes Augenmerk schenken die Architekten und Bauleute zwangsläufig der völlig veränderten Raumaufteilung. Aber nicht nur im Gebäudeinneren passiert eine gründliche Überholung des Vorhandenen. “Auch die Außenanlagen werden. richtig schön”, schwärmt
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NCeUECS
Karin Bänsch, Leiterin des Potsdamer Ein den höchsten Ansprüchen genügender Volleyballplatz, gemütliche Nische, viel Grün, aber auch Parkflächen sollen für Attraktivität im Umfeld sorgen. Dass das Projekt überhaupt Jäuft, hat seinen Grund. Zwar störte der Plattenbau aus den 60er Jahren schon. lange und Ideen zu seiner Sanierung gab’s auch, doch eigentlich erst jetzt bietet sich die konkrete Chance, etwas am ‚alten Zustand. zu ändern. Denn. es kommt Hilfe aus den USA. Die New. Yorker Max-Kade-Stiftung fördert den Umbau„mit insgesamt 1,2 Millionen. Mark. Unter dem Motto“Freundschaft säen, wo Feindschaft entstanden war” unterstützt sie Jahren ähnliche Bauvorhaben in ganz Deutschland. In den neuen Bundesländern stehen bereits Max-Kade-Häuser in Dresden, Jena, Berlin, Leipzig und Halle. Nach Potsdam soll es ein weiteres solcherart. gefördertes Haus in Rostock geben.
Studentenwerkes.
eine
seit. circa 90
Mit. dem in der Forststraße befindlichen, in einigen Monaten top hergerichteten Wohnheim setzt das Studentenwerk seine Bemühungen um attraktive Wohnangebote für die Studierenden fort. Ein Ende der Rekonstruktionsmaßnahmen ist jedoch noch nicht in Sicht.“Wir haben immernoch 50 Prozent unseres Wohnheimbestandes in Potsdam zu sanieren”, bilanziert Bänsch die Situation. Trotz bestehender Engpässe: und Schwierigkeiten steuert sie dennoch zum nächsten Ziel: Im Oktober‘2002. fällt..nach entsprechender Planungsphase der Startschuss für eine Schönheitskur am Haus 7 in Golm.
Das Potsdamer Studentenwerk versorgt rund. 15 Prozent der Studierenden mit Wohnraum. Damit befindet es sich durchaus im bundesweiten Durchschnitt. Um den auch künftig weiter halten zu können, brauchen Bänsch und ihre Mitstreiter, vor allem auch in Frankfurt/Oder, handfeste finanzielle Unterstützung vom Land. Sie drängen deshalb
Auch im Inneren wird der Plattenbau aus den 60er Jahren völlig nen hergerichtet. Dabei zeigen nicht nur Maurer, was sie können.
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auf. die‘ Neuauflage. eines Sonderprogramms. Das einst existierende Bund-LänderProgramm für die Sanierung und den Neubau von Wohnheimen ist 1997 ausge
laufen. LG.
Die Bewohner des Studentenwohnheimes Kaiser-Friedrich-Str. 133 können von nun an ganz bequem das Internet nutzen. Zwar bestand schon zuvor die Möglichkeit, per Telefon zu surfen, jetzt aber sind alle 147 Zimmer im Haus verkabelt. Der dazu notwendige Anschluss an das Datennetz der Uni erfolgte am 15.
März dieses Jahres in Anwesenheit von Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und Studentenwerks-Chefin Karin Bänsch. Für den neuen Service zahlen die Studierenden relativ wenig Geld. Genau 30 Euro im Semester müssen sie dafür aufbringen. Um den Netzanschluss verwirklichen zu können, waren technische
Bequemer surfen
Der
zu leisten. Verkabelung aller
Vorbereitungen Startschuss zur Räume fiel deshalb schon im Oktober vergangenen Jahres. Das nötige Geld kam vom Studentenwerk Potsdam. Insgesamt 390 000 DM kostete die Realisierung des Vorhabens.
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