Heft 
(1.1.2019) 03
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Studiosi

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Warum nicht in die Platte?

ProjektCampus an der Nuthe für Schlaatz entworfen

Streift der Neugierige durch Potsdam, um typisch studen­tisches Flair finden zu wollen, hat er schlechte Karten. Das Stadtzentrum verrät die An­wesenheit von immerhin rund 13.000 Studenten in keiner Weise, aber auch in den Wohn­siedlungen am Rande endet die Suche vermutlich erfolg­los. Das soll sich ändern. Wenn alles klappt, wird es künftig am Potsdamer Schlaatz etwas bunter.

Schon vor zwei Jahren entwickel­ten die drei Wohnungsgenos­senschaftenKarl Marx, PWG 1956 und GEWOBA das WohnprojektCampus an der Nuthe. Weil seine Verwirk­lichung nicht ohne die Unter­stützung ‚Betroffener passieren soll, hat man sich nun wieder­holt mit Vertretern des Allge­meinen Studierendenausschusses der Uni(AStA) an einen Tisch gesetzt, um gemeinsam ein Szenario zu entwerfen.Es geht voran, wenn auch sehr langsam, beschreibt Ringo Schneider, Referent für Studium und Lehre im Gremium, die Zusammen­arbeit. Erst im März habe es einen Workshop gegeben, bei dem Architekturstudenten ver­

Noch verraten die Plattenbauten am Schlaatz nicht, dass sie auch für Studenten lukrativ sein können. Das ProjektCampus an der Nuthe will für mehr Farbe

im Stadtteil sorgen.

schiedener Fachhochschulen Ideenskizzen entwarfen.Was jedoch auch hier fehlte, waren konkretere Festlegungen, ter­minliche Vereinbarungen, be­dauert er. Doch aufgeben wollen die Leute vom Uni-AStA nicht. Denn wenn es gelingt, am Schlaatz Sein ı für WStudenten geeignetes Umfeld zu schaffen, so Schneider,werden sie auch

Foto: Fritze

dorthin ziehen. Für die Stadt sei das einc Chance,{mehrjFarbe in eine bislang eher triste Plattenbausiedlung zu bringen. Heute fehle es jedoch noch am nötigenDrumherum. Auf der Wunschliste der Studis stehen unter: anderem bezahlbare Mieten, eine bessere verkehrs­mäßige Anbindung des Stand­orts mit den Uni-Komplexen,

Anlaufstellen für die Kommili­tonen, Copy-Shops oder Fahr­rad-Servicestationen. Ob diese Vision allerdings tatsächlich Realität wird, weiß so genau keiner. Schon in der Vergangen­heit haben die Akademiker in spe bei ähnlichen Projekten die Erfahrung machen müssen, dass die Stadt Potsdam eher iver­tröstet als handelt. A Ich sche auch bei den Wohnungsgenos­senschaften gewisse Halbherzigkeit, konstatiert Schneider. Noch zu sehr spuke nach seiner Ansicht in den Köpfen das Bild vom Studenten, der immer feiere, unpünktlich Miete zahle, nur Ärger verur­sache. Um wirklich Nägel mit Köpfen machen zu können, müsse das Vorurteil endlich ver­schwinden.Erkennt man in der Stadt das Potenzial, was in den Studis steckt, und werden auch nur Teile unserer Vorstellungen verwirklicht, wohnen in drei bis vier Jahren deutlich mehr Studis als bisher am Schlaatz, zeigt er sich trotz aller bestehenden Schwierigkeiten optimistisch. Der AStA jedenfalls werde wei­ter auf die Realisierung des Projekts drängen.

eine

P.G.

Ausschuss arbeitet

Auf Antrag der FraktionLibe­raler. Campus: ist, auf ‚einer außerordentlichen Sitzung des StudierendenParlaments der Uni Potsdam(StuPa) am 23. Januar dieses Jahres ein Untersuchungs­ausschuss eingerichtet worden. Der Beschluss hierzu erfolgte einstimmig. Die rund zehnköp­fige Gruppe, bestehend ‚aus je einem Vertreter der vorhande­nen Fraktionen beziehungsweise Listen an der Universität Potsdam, will nun klären, in welchem Umfang der All­gemeine Studierendenausschuss (AStA) in der Vergangenheit Verträge mit Mitgliedern der im eigenen Gremium mitwirkenden Hochschulgruppen beziehungs­weise deren Angehörigen und Firmen abgeschlossen hat. Eine besondere Rolle spielt dabei die Untersuchung von Umständen,

die die Vergabe vonHompage­Werkverträgen an Mitglieder der Familie von Katja Richarz, chemalige AStA-Vorsitzende, begleiteten.

Der Untersuchungsausschuss soll sich darüber hinaus mit der Aufstellung von generellen Regeln zur. künftigen Auf­tragsvergabe durch den AStA befassen. Außerdem soll: der Frage nachgegangen werden, ob ein StuPa-Mandat mit einer Anstellung im AStA-Büro ver­einbar ist.

Erste Sitzungen zu den Themen haben bereits stattgefunden. Wann die Arbeit beendet sein wird, steht derzeit jedoch noch nicht fest.

P.G.

Mehr Geld

Am 1. April dieses Jahres trat die BAföG-Reform 2001 in Kraft. Das bedeutet für Studierende mehr... Geld. Denn> der Förderungshöchstbetrag steigt von 1030 DM auf 1140 DM. Mit dem neuen Gesetz erfolgt eine deutliche Anhebung der Elternfreibeträge, und das Kindergeld wird bei der BAföG­Berechnung nicht angerechnet. In Zukunft gibt es keine Unterschiede mehr zwischen alten und neuen Bundesländern bei den Förderleistungen. Weiter ist neu, dass mit BAföG künftig vom dritten Semester an ein Auslandsstudium in EU­Ländern. bis zum Examen möglich ist. Eingeführt wurde auch die. Begrenzung der Gesamtdarlehensbelastung auf höchstens 20 000 DM.

PUTZ

Stipendien

Der Harvard Club Berlin vergibt auch in diesem Jahr ein bis zwei Reisestipendien ın Höhe von jeweils 2.000 DM. Bekommen können sie Studenten, die innerhalb des nächsten akademischen Jahres 2001/2002 an einem Pro­gramm einer beliebigen Fakultät der Harvard Univer­sität teilnehmen.

Bewerbungen müssen spätes­tens bis zum 19. Juni 2001 bei Dr. Stefan Gosepath, Hoch­schule der Künste Berlin, Post­fach 120544, 10595 Berlin vorliegen. Weitere Informatio­nen erhalten Interessenten unter der E-Mail-Anschrift gosepath@hdk-berlin.de.

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