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das Geld bekommen”, betonte die Rednerin außerdem. Ein Abschied also von den bisher üblichen Verteilungskriterien. Folgt die Politik den in der Rede umrissenen Vorstellungen der Ministerin, erhalten einige Akzente demnächst besonderes Gewicht. So soll es zu einem System von Anreizen und Sanktionen kommen, eine feste Grundausstattung nicht mehr ohne sie begleitende stabilisierende Elemente stehen, mehr materielle Autonomie der Hochschule herrschen. Die Einrichtungen müssten ihre Ansprüche auf finanzielle Unterstützung besser legitimieren als Zuvor, zudem sollfauch eine größere Gerechtigkeit zwischen den Hochschulen entstehen. Aber noch ist das Zukunftsmusik. Bevor die so richtig zum klingen kommt, geht es auch mit Wanka weiter ans Sparen. “Bis 2005 müssen 600 Arbeitsplätze in der Verwaltung der brandenburgischen Hochschulen. ‚gestrichen werden”, konstatierte sie. Andererseits, so ihre Rechnung, würden durch je einen vorhandenen Arbeitsplatz im Wissenschaftsbereich rund eineinhalb neue Stellen in der Region entstehen. Es hapere derzeit allerdings an Arbeitsplätzen in zukunftsorientierten Bereichen. Eine veränderte Fächerstruktur in den akademischen Einrichtungen könne hier Abhilfe schaffen.
Kooperationen sind Weg in die Zukunft
“Potsdam als Wissenschaftsstandort der Zukunft” lautete das Thema der zweiten und abschließenden Gesprächsrunde des Tages. Die geplante Fusion mit Berlin nahm dabei viel Raum ein. Keiner auf dem Podium plädierte für eine Nischenexistenz der Potsdamer. Stefan Brandt aus dem brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur brachte die Sache auf den Punkt. “Wir haben derzeit sowohl Wettbewerb als auch Kooperation. Wollen wir auch. in Zukunft bestehen, müssen wir vor allem partnerschaftsfähig werden”, sagte er. Dass dies wiederum letztlich‘auch mit finanzieller Absicherung zu tun habe, die es erst ermögliche, eigene Stärken zu entwickeln und verlässlich zu sein, unter
strich vor allem Evelies Mayer, Vorsitzende des Landeshochschulrates. Und sie setzte noch hinzu, finanzielle
könne eben auch zur
nung in der Motivation führen. Doch das sei zum Glück noch nicht der Fall. Die Saat ist aufgegangen, lautete das Fazit der Diskutierenden. Jetzt sei es an der Zeit, sie zu wässern und zu pflegen. Das Land Brandenburg habe hierbei eine große Verantwortung.
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Zukunft wird es zeigen. Foto: Fritze
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links: Liederwegwerfgesellschaft im Frack. Das Babelsberger Trio Ungefair.
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