Heft 
(1.1.2019) 06
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Forschung

PUTZ 6/01

BioProfile-Gelder nach Potsdam

Mit dem ProfilNeue Perspek­tiven für Diagnose, Prävention und Therapie ernährungsab­hängiger Krankheiten konnte sich die Region Potsdam/Berlin auf den Biotechnologietagen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den 20 Mitbewerbern behaupten. Die teilnehmenden Forschungsein­richtungen in Potsdam/Berlin werden in den nächsten fünf Jahren 35 Millionen DM erhal­ten. In dem Projekt arbeiten neben den Max-Planck-Insti­tuten für molekulare Pflanzen­physiologie in Golm und für Molekulare Genetik in Berlin­Dahlem die Hochschulen der

Region, Kliniken,_wissen­schaftliche und öffentliche Einrichtungen Hund Unter:

nehmen, vor allem aus dem Bereich Lebensmitteltechnolo­gie, zusammen. Die Forschungs­ergebnisse sollen in vermarkt­bare Produkte wie gesündere Lebensmittel umgesetzt werden. Koordinator des Programms ist Prof. Dr. Christian Barth vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Pots­dam Bergholz/Rehbrücke. PUTZ

Preis Europaforschung

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V.(VBKI) hat auch in diesem Jahr wieder den Preis Europaforschung für junge Wissenschaftler ausge­schrieben. Noch bis zum 15. August 2001 können nun an der Auszeichnung Interessierte ihre Arbeiten rund ums Thema der europäischen Einigung einrei­chen. Geehrt werden jeweils sechs he­rausragende Dissertationen, Di­plom- und Magisterarbeiten, da­von fünf mit je 6000 DM, der Sonderpreis ist sogar mit 7000 DM dotiert. Weitere Informationen gibt es beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V., Ludwig Erhard Haus, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, Tel: 030/7261080, www.vbki.de, info@vbki.de.

PUTZ

Karriere in der Wissenschaft

Internationales Graduiertenprogramm in Golm

Biomimetische Systeme sind Modellsysteme, die sich an biologischen Organismen ori­entieren, aber dennoch einfach genug sind, um mit den Me­thoden der Chemie und Phy­sik exakt untersucht zu wer­den. Die Fragestellungen die­ser interdisziplinären Wissen­schaft sind vielfältig von the­oretischen Modellen der Evo­lution über Molekulare Moto­ren bis zur Biomineralisation und Sensorik reicht das Spek­trum der aktuellen For­schungsthemen. Das Max­Planck-Institut für Kolloid­und Grenzflächenforschung in Golm hat nun ein interna­tionales Graduiertenpro­gramm eingerichtet, um wis­senschaftlichen Nachwuchs der Spitzenklasse auszubilden. Wir arbeiten an dem Ziel, dass diese Schule in der wissen­schaftlichen Welt anerkannt wird und wollen hier Wissenschaftler ausbilden, die wirklich ein sehr hohes Niveau haben sagt Dr. Angelo Valleriani, Koordinator des Programms.

Im letzten Semester wurden bereits acht Studenten aufge­nommen, die aus achtzig Be­werbungen ausgewählt wurden. Wir sind zwar anspruchsvoll bei der Auswahl, aber dafür auch flexibel, erklärt Valleriani, wenn sich ein Student noch nach der Deadline bewirbt, den wir unbedingt haben wollen, kann er trotzdem kommen und im kommenden Herbst das Programm nachholen. Länger­fristig ist beabsichtigt, pro Jahrgang zwanzig Studenten aufzunehmen.

Die engen Kontakte zur Uni Potsdam, zum Max-Planck­

Institut für Molekulare Pflan­zenphysiologie und zu den anderen wissenschaftlichen Ein­richtungen der Region im Bereich Biotechnologie lassen ein fruchtbares Arbeitsklima erwarten. Auch sonst sind die Arbeitsbedingungen ausgezeich­net.

Arbeitsbedingungen gut

Die Geräteausstattung ist auf dem neuesten Stand, die Räume und Laboratorien sind groß­zügig und modern eingerichtet. Wenigstens 50 Prozent der Plätze sind für Studenten aus dem Ausland vorgesehen. Während des dreijährigen Pro­gramms arbeiten die Nach­wuchswissenschaftler an ihrer Doktorarbeit, hören aber auch Vorlesungen und halten regel­mäßig Vorträge über die Fort­schritte ihrer eigenen For: schung. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten wäh­rend dieser Zeit ein Gehalt von etwa 1700 DM netto im Monat und sind sozialversichert. Trotzdem wird es schwer sein, aus Ländern wie Indien oder China die besten Kandidaten zu bekommen, denn viele von diesen gehen verständlicher: weise lieber in die USA: Nicht nur, weil sie wie alle Nachwuchs­wissenschaftler ohnehin Eng­lisch sprechen, sondern auch, weil die USA mit einem unbe­fristeten Visum samt Arbeits­erlaubnis bessere Zukunftsaus­sichten bieten kann.

ar

Weitere Informationen und Anmeldeformulare unter http: //www.imprs.de

Veranstaltungskalender der Universität Potsdam online unter: http:/www.uni-potsdam.de/u/kalender/

Lise-Meitner­Programm

Mit einem Vortrag über geschlechtsspezifische Aspekte im interkulturellen Austausch überzeugte Dr. Eva Lezzi die Jury an der Universität Pots­dam. Danach stand fest: Sie wird die Leiterin der Nach­wuchsforscherinnengruppe im Lise-Meitner-Programm der Hochschule. Das Programm ist eine besondere Maßnahme an der Universität Potsdam zur Herstellung von Chancengleich­heit für Frauen in Forschung und Lehre. Das Geld dafür kommt aus dem entsprechen­den Hochschulwissenschafts­programm, das Bund und Länder zu gleichen Teilen finanzieren. Siebenundreißig Wissenschaftlerinnen aus allen Disziplinen hatten sich bei der Universität Potsdam für das Programm beworben, das hochqualifizierten Kandidatin­nen den Weg zur Professur ecbnen soll. Anliegen ist es, Nachwuchswissenschaftlerin­nen schon vor der Berufung auf eine Professur die Möglichkeit einzuräumen, selbstständig zu forschen und zu lehren.

Von 2001 bis 2003 stehen genau 450 000 DM zur Ver­fügung. Dieser Betrag schließt eine BAT 2a-Ost-Stelle für die Leiterin der Gruppe und eine halbe. BALr 2a Qualifizie­rungsstelle ein sowie Mittel für die Erstausstattung. Die Förderung kann um weitere drei Jahre verlängert werden, wenn die Evaluierung dies ergibt.

Die Germanistin Lezzi wird in den kommenden zweieinhalb Jahren in der Philosophischen Fakultät im Profilbereich Kulturen im Vergleich mitar­beiten. Sie promovierte mit einem magna cum laude über Kindheitserinnerungen an die Shoa an der Freien Universität Berlin und könnte mit diesem wissenschaftlichen Hintergrund auch den Schwerpunkt Deutsch-Jüdische Studien ver­stärken.

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