Studiosi
PUTZ 6/01
Aus fernem Indien gekommen
Erster Masterstudent am Institut für Informatik
Nach der Einführung des Bachelorstudiengangs Informatik gibt es an der Universität Potsdam nun auch die Möglichkeit, den darauf aufbauenden Masterabschluss zu erwerben. Das ließ sich Praveen Kumar Lingathoti aus Visakhapatnam in Indien nicht zweimal sagen. Der junge Mann mit dem heimischen Abschluss im Bereich Computer Science in der Tasche packte schnell seine Koffer und kam ins Branden
burgische. Er ist der erste Masterstudent am UniInstitut.
Vorgenommen hat sich
Lingathoti, innerhalb der nächsten drei Semester den“Master” mit dem Schwerpunkt im Teilgebiet des Software-Engineerings zu erlangen. Wählen hätte er auch andere Gebiete können. Die Palette reicht schließlich weit: von der theoretischen, praktischen, technischen über die angewandte bis hin zur humanwissenschaftlichen Informatik. Das Studium ist darauf angelegt, vorhandenes Grundwissen zu vertiefen und cs möglichst auch in Form praktischer, berufsorientierter Arbeit zu verfeinern. Die Planung für eine solche Form der Leis: tungserbringung wird in Zusammenarbeit von Student, Professor und Betrieb vorgenommen. Aber auch sonst wird ein enges Verhältnis zwischen Student und Professor angestrebt.“Ich selbst bekomme viel Unterstützung von Prof. Erika Horn”, betont der indische Gast.“Ich kann nach den Vorlesungen immer zu ihr oder anderen Profs gehen, um mir Dinge nochmals erklären zu lassen, die ich nicht gleich verstanden habe”, schwärmt er.
Der Masterstudiengang Informatik ist zum Wintersemester 2000/2001 eingerichtet worden. Er schließt an einen zuvor erworbenen Bachelorabschluss in der Informatik an und endet mit der Masterarbeit. Wenn alles klappt, dauert die gesamte Ausbildung drei. Semester. Ausgerichtet ist sie forschungs
orientiert, und zwar innerhalb eines gewählten Schwerpunkts. Die Lehrinhalte folgen einer Dreiteilung: Vertiefung von Grundlagenwissen, Vermittlung modernster Forschungsergebnisse, eigene Forschung. Um
ihre Zukunft müssen die Absolventen eines solchen Studienganges nicht bangen. Die Praxis wartet auf fähige Führungskräfte
Praveen Kumar Lingathoti ist der erste Masterstudent am Potsdamer Uni-Institut für Informatik. Sein Bachelorstudium hat er an der Andhra University im indischen Visakhapatnam absolviert. Auf das Potsdamer Studienangebot wurde Lingathoti durchs Internet aufmerksam. Foto: Tribukeit
in Forschung und Entwicklung. Nicht nur in Deutschland. Doch es gibt auch Probleme. Lingathoti kennt sie aus eigener Anschauung. Die Ausstattung der Bibliothek zum Beispiel halte nach seiner Anschauung dem Vergleich mit seiner Heimatuni in Visakhapatnam nicht stand.“Es fehlen gute Bücher in größerer Stückzahl”, bemängelt er unter anderem den gegenwärtigen Zustand. Und auch eine andere Tatsache bereitet ihm Sorgen.“Es existieren zu wenige Veranstaltungen in englischer Sprache”, konstatiert der Masterstudent.“Genau dies
aber wäre für ausländische Studierende Mschr reizvoll unterstreicht er deren Notwendigkeit.
Trotz der vorhandenen
Schwachstellen bereut Praveen Kumar Lingathoti seinen Entschluss, nach Potsdam gekommen zu sein, nicht. Das Studium gefällt mir gut”, urteilt er und hofft nun auf dessen weiteren guten Verlauf und einen erfolgreichen Abschluss.
Natalia Strigin/ Praktikantin
Sommercamp 2001
Die EuropaAkademie Brandenburg e.V. lädt vom 30. Juli bis 13. August 2001 zu ihrem diesjährigen Sommercamp CAMP 2001 ein. Auf dem Programm stehen internationale Begegnungen und
interkulturelles Lernen.
Der Themenfaden ist die Arbeit an der Agenda 21, unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Länderproblematik der Teil
nehmer.
Erwartet werden Jugendliche und junge Erwachsene aus Weißrussland, Litauen, Polen, Dänemark und Deutschland. Das Camp, ein Zeltlager mit Vollverpflegung, findet in Petzow, Potsdam-Mittelmark statt. Anmeldungen sind noch möglich. Die Teilnehmergebühr
beträgt 100 DM.
Weitere Informationen sind telefonisch unter 03327/70741 oder 0177/5074073 zu erhalten.
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Alternative Selbstständigkeit
Der Wille, eine eigene Firma zu gründen, hat durch die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre bei den Hochschulabsolventen zugenommen, in jüngster Vergangenheit allerdings gab es dabei Einbußen. Das Potenzial aber ist nach wie vor da. Das bestätigt eine Untersuchung der HochschulInformations-System GmbH Hannover(HIS).
Vor allem Architekten und Juristen, in geringerem Maße Psychologen und Magister gehören zu den wichtigsten Akteuren beim Gründungsenthusiasmus. Auf sehr niedrigem Niveau, aber doch zunehmend zeigt sich der Zugang in die Selbstständigkeit in den technologieorientierten Sparten der Ingenieurwissenschaften, Informatik und der Naturwissenschaften.
Dass das Potenzial für Selbstständigkeit bei Hochschulabsolventen tatsächlich gestiegen ist, belegt nach HISAngaben unter anderem die Tatsache dass 23 Prozentäder 97er Absolventen ernsthaft eine berufliche Selbstständigkeit erwägt. Noch 1993 seien es lediglich 17 Prozent gewesen.
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Zahlendreher
Auf den gerade vom Studierendensekretariat der Uni an die Studis verschickten Zahlungsträgern hat sich bei der Aufschlüsselung der einzelnen Beträge ein Fehler einge: schlichen. Die korrekte Summe für das Studentenwerk lautet 48,90 DM.
Das Studierendensekretariat bitter den vorhandenen Zahlendreher zu entschuldigen.
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_ Pressemitteilungen der Universität Potsdam
online unter:
http www. uni-Potsdam. de/u/pressmitt/index.htm
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