Heft 
(1.1.2019) 06
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Studiosi

PUTZ 6/01

Aus fernem Indien gekommen

Erster Masterstudent am Institut für Informatik

Nach der Einführung des Ba­chelorstudiengangs Infor­matik gibt es an der Univer­sität Potsdam nun auch die Möglichkeit, den darauf auf­bauenden Masterabschluss zu erwerben. Das ließ sich Praveen Kumar Lingathoti aus Visakhapatnam in Indien nicht zweimal sagen. Der junge Mann mit dem heimi­schen Abschluss im Bereich Computer Science in der Tasche packte schnell seine Koffer und kam ins Branden­

burgische. Er ist der erste Masterstudent am Uni­Institut.

Vorgenommen hat sich

Lingathoti, innerhalb der nächs­ten drei Semester denMaster mit dem Schwerpunkt im Teil­gebiet des Software-Enginee­rings zu erlangen. Wählen hätte er auch andere Gebiete können. Die Palette reicht schließlich weit: von der theoretischen, praktischen, technischen über die angewandte bis hin zur humanwissenschaftlichen Infor­matik. Das Studium ist darauf angelegt, vorhandenes Grund­wissen zu vertiefen und cs möglichst auch in Form prakti­scher, berufsorientierter Arbeit zu verfeinern. Die Planung für eine solche Form der Leis: tungserbringung wird in Zu­sammenarbeit von Student, Professor und Betrieb vorge­nommen. Aber auch sonst wird ein enges Verhältnis zwischen Student und Professor ange­strebt.Ich selbst bekomme viel Unterstützung von Prof. Erika Horn, betont der indische Gast.Ich kann nach den Vor­lesungen immer zu ihr oder anderen Profs gehen, um mir Dinge nochmals erklären zu lassen, die ich nicht gleich ver­standen habe, schwärmt er.

Der Masterstudiengang Infor­matik ist zum Wintersemester 2000/2001 eingerichtet wor­den. Er schließt an einen zuvor erworbenen Bachelorabschluss in der Informatik an und endet mit der Masterarbeit. Wenn alles klappt, dauert die gesamte Ausbildung drei. Semester. Ausgerichtet ist sie forschungs­

orientiert, und zwar innerhalb eines gewählten Schwerpunkts. Die Lehrinhalte folgen einer Dreiteilung: Vertiefung von Grundlagenwissen, Vermittlung modernster Forschungsergeb­nisse, eigene Forschung. Um

ihre Zukunft müssen die Absol­venten eines solchen Studien­ganges nicht bangen. Die Praxis wartet auf fähige Führungskräfte

Praveen Kumar Lingathoti ist der erste Masterstudent am Potsdamer Uni-Institut für Informatik. Sein Bachelorstudium hat er an der An­dhra University im indischen Visak­hapatnam absolviert. Auf das Pots­damer Studienangebot wurde Lingat­hoti durchs Internet aufmerksam. Foto: Tribukeit

in Forschung und Entwicklung. Nicht nur in Deutschland. Doch es gibt auch Probleme. Lin­gathoti kennt sie aus eigener Anschauung. Die Ausstattung der Bibliothek zum Beispiel halte nach seiner Anschauung dem Vergleich mit seiner Heimatuni in Visakhapatnam nicht stand.Es fehlen gute Bücher in größerer Stückzahl, bemängelt er unter anderem den gegenwärtigen Zustand. Und auch eine andere Tatsache berei­tet ihm Sorgen.Es existieren zu wenige Veranstaltungen in englischer Sprache, konstatiert der Masterstudent.Genau dies

aber wäre für ausländische Studierende Mschr reizvoll unterstreicht er deren Not­wendigkeit.

Trotz der vorhandenen

Schwachstellen bereut Praveen Kumar Lingathoti seinen Ent­schluss, nach Potsdam gekom­men zu sein, nicht. Das Studium gefällt mir gut, urteilt er und hofft nun auf dessen weiteren guten Verlauf und einen erfolgreichen Abschluss.

Natalia Strigin/ Praktikantin

Sommercamp 2001

Die EuropaAkademie Brandenburg e.V. lädt vom 30. Juli bis 13. August 2001 zu ihrem diesjährigen Sommercamp CAMP 2001 ein. Auf dem Programm stehen internationale Begegnungen und

interkulturelles Lernen.

Der Themenfaden ist die Arbeit an der Agenda 21, unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Länderproblematik der Teil­

nehmer.

Erwartet werden Jugendliche und junge Erwachsene aus Weißruss­land, Litauen, Polen, Dänemark und Deutschland. Das Camp, ein Zeltlager mit Vollverpflegung, findet in Petzow, Potsdam-Mittelmark statt. Anmeldungen sind noch möglich. Die Teilnehmergebühr

beträgt 100 DM.

Weitere Informationen sind telefonisch unter 03327/70741 oder 0177/5074073 zu erhalten.

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Alternative Selbstständigkeit

Der Wille, eine eigene Firma zu gründen, hat durch die Ent­wicklungen der vergangenen zehn Jahre bei den Hochschul­absolventen zugenommen, in jüngster Vergangenheit aller­dings gab es dabei Einbußen. Das Potenzial aber ist nach wie vor da. Das bestätigt eine Untersuchung der Hochschul­Informations-System GmbH Hannover(HIS).

Vor allem Architekten und Juristen, in geringerem Maße Psychologen und Magister gehören zu den wichtigsten Akteuren beim Gründungs­enthusiasmus. Auf sehr nie­drigem Niveau, aber doch zunehmend zeigt sich der Zu­gang in die Selbstständigkeit in den technologieorientierten Sparten der Ingenieurwissen­schaften, Informatik und der Naturwissenschaften.

Dass das Potenzial für Selbst­ständigkeit bei Hochschul­absolventen tatsächlich ge­stiegen ist, belegt nach HIS­Angaben unter anderem die Tatsache dass 23 Prozentäder 97er Absolventen ernsthaft eine berufliche Selbstständigkeit erwägt. Noch 1993 seien es lediglich 17 Prozent gewesen.

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Zahlendreher

Auf den gerade vom Studie­rendensekretariat der Uni an die Studis verschickten Zah­lungsträgern hat sich bei der Aufschlüsselung der einzelnen Beträge ein Fehler einge: schlichen. Die korrekte Summe für das Studentenwerk lautet 48,90 DM.

Das Studierendensekretariat bitter den vorhandenen Zah­lendreher zu entschuldigen.

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_ Pressemitteilungen der Universität Potsdam

online unter:

http www. uni-Potsdam. de/u/pressmitt/index.htm

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