Heft 
(1.1.2019) 01
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Foto: Grabe, GFZ

Titel

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GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ)

Die größte außeruniversitäre Forschungsein­richtung Potsdams ist das GeoForschungsZen­trum auf dem Telegrafenberg. Die Wissenschaft­ler dieses Großforschungsin­stituts der Helmholtz-Gemein- Alle Erdwissenschaften unter Schaft sind bemüht, das einem Dach System Erde in seiner ganzen Komplexität immer besser zu verstehen. Mit sämtlichen Erdwissenschaften unter einem Dach, im interdisziplinären Forschungsverbund auch mit zahlreichen verwandten Einrichtun­gen, untersuchen die GFZ-Wissenschaftler bei­spielsweise Ursachen von Gebirgsauffaltungen und Erdbeben, bohren sich dafür unter anderem bis zu zehn Kilometer in die obere Kruste. Sie fragen nach dem Einfluss von Festland, Ozea­nen, Eiskörpern und Atmosphären auf die Erdrotation. Mit Hilfe eigener Satelliten nehmen sie die Erdoberfläche und ihre Bewegung, das schützende Magnet- und das Erdschwerefeld ins Visier oder ermitteln Temperatur- und Feuchtig­keitsprofile der Atmosphäre. Untersuchungen von Gas- und Flüssigkeitseinflüssen im Gestein führen die GFZ-Forscher auf die Spur von Roh­stofflagerstätten. Zur Erschließung von Energie­quellen der Zukunft dringen sie in methanhalti­ges ewiges Eis oder in Tiefen erdwärmeträchti­gen Heimatboden vor.

an Observatorien der Arktis und Antarktis gewid­met. Dort werden Druck, Temperatur, Wind und Feuchte der Atmosphäre

erfasst, wird ihr Gehalt an Zurück in die Zukunft in Aerosolen (Schwebteilchen), Sibirien: Erforschung an Ozon, Säuren und FCKW der Permafrostböden gemessen und in internationa­le Datennetzwerke eingespeist. Die AWI-For- scher wissen, dass gerade die polare Atmosphä­re ein sensibles Frühwarnsystem für globale Kli­ma- und Umweltändemngen darstellt.

Mehr Infos unter: http://ivivw.awi-potsdam.de/

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Am PIK, ebenfalls auf dem Telegrafenberg, müs­sen die Wissenschaftler von Sozialwissenschaf­ten genau so viel verstehen wie von Mathematik und Naturwissenschaften. Hier werden nämlich ganz gezielt globale und regionale Wechselwir­kungen zwischen Mensch, Klima und Umwelt untersucht. So wurden zum

Beispiel auf dem IBM-Hoch- Interdisziplinär den Klima- leistungsrechner des PIK auch Veränderungen auf der Spur menschengemachte Klimaver­änderungen in Brandenburg simuliert, mit dem Ergebnis einer Versteppungsgefahr für das Land.

Mehr Infos unter: http://www.pik-potsdam.de/

Mehr Infos unter: http://www.gfz-potsdam.de/

Mit Gesteinen von allen Kontinenten symboli­siert das Säulenforum vor dem Haupteingang des GeoForschungsZen- trums die weltweiten Aktivitäten der For­schungseinrichtung.

Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI)

Wissenschaftler der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Mee­resforschung auf dem Telegrafenberg haben ihren Forschungsstandort zum Teil im unwirt­lichen Nordsibirien, um dem dortigen Dauer­frostboden Informationen über Klima und Umwelt in erdgeschichtlicher Vergangenheit zu entlocken - mit Blick auf zukünftige Klimaent­wicklungen. Der Klimaforschung sind auch AWI-Untersuchungen der polaren Atmosphäre

Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP)

Geoforschung betreiben teilweise auch die Astro­physiker in der ehemaligen Sternwarte (seit 1913) auf dem Babelsberg, ferner vom markanten Ein­steinturm aus (seit 1924) und im Observatorium für solare Radio-Astronomie in Tremsdorf (seit 1954). Alle drei Einrichtungen gehören zum Astrophysikalischen Institut Potsdam. Geowis- senschaftlich sind die AlP-Untersuchungen zu den erdinneren Ursachen und

den Schwankungen des Erd- Zusammenhänge von Sonnen­magnetfeldes interessant, das magnetismus und erdwirksamen unseren Planeten vor Schädi- Sonnenaktivitäten gungen durch Einflüsse aus dem Weltraum schützt. Wichtig sind auch die vielfältigen Forschungen über die Zusammen­hänge von Sonnenmagnetismus und erdwirksa­men Sonnenaktivitäten wie Flecken, Fackeln und explosionsartige Strukturveränderungen der Sonne, durch die gefährliche Partikel in Rich­tung Erde geschleudert werden.

Mehr Infos unter: http://www.aip.de:8o8o/

Armin Klein

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