Heft 
(1.1.2019) 01
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Titel

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E rdbebenvorsorge auch in Deutschland?

Komplizierte Apparaturaufbauten und genaueste Vorbe­reitung sind notwendig, um Bodenunruhen zu untersuchen.

Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, doch Untersuchungen trotzdem notwendig

Auch wenn wir seiten daran erinnert werden: Deutschland ist ein aktives Erdbebengebiet. Vor allem im Umfeld des Rheingrabens ist es in der Vergangenheit immer wieder zum Auftreten von stärke­ren Erdbeben gekommen. Wie stark können schadensverursachen­de Erdbeben in Deutschland werden? Wie häufig ist mit ihrem Auftreten zu rechnen? Dies sind Fragen, auf die von Geowissen- schaftlem Antworten eingefordert werden.

D a die Deformationen der Erdkruste in Deutschland so langsam stattfinden, dass zwischen den Stärkstmöglichen Erdbeben Hunderte bis Tausende von Jahren liegen können, fehlen uns die historischen Überlieferungen solcher Ereignisse. Deshalb müssen geologische Methoden herangezogen werden, um die Spuren solcher so genannter Paläobeben zu entdecken und ihre Stärken abzuschätzen. Geowissenschaftler der Univer­sität beteiligen sich gegenwärtig intensiv an der Entwicklung neuer Methoden zur Identifizie­rung und Charakterisierung aktiver Verwerfun-

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