AUS DEM SENAT BERICHTET
In seiner 56. Sitzung am 3. Dezember 1998 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:
Weitere Studienordnungen und Prüfungsbestimmungen erhielten die Zustimmung der Senatoren. Es handelt sich um die Studienordnungen der Geowissenschaften/ Geophysik für den Diplomstudiengang und das Nebenfach sowie für das Nebenfach Biologie im Magisterstudiengang, die Prüfungsordnungen für den Diplomstudiengang Geophysik in den Geowissenschaften und für das Nebenfach Biologie in Magisterstudiengängen.
Der nächste Hochschulinformationstag wird am 28, Mai 1999 durchgeführt. Die für Schüler der Klassen 11 bis 13 gedachten Veranstaltungen finden für alle Fächer im Uni-Komplex Am Neuen Palais statt.
Der Senat beschloß des weiteren ein Mittel
ANREIZSYSTEM ZUR FRAUENFÖRDERUNG
Viel wird darüber nachgedacht, wie der Frauenanteil, insbesondere im wissenschaftlichen Bereich, erhöht werden kann. Nun ist es der Universität Potsdam als erster brandenburgischer Universität gelungen, neben bereits vorhandenen Frauenförderplänen und anderen Mechanismen, ein Finanzierungsmodell zur Frauenförderung zu entwickeln. Der Senat der Uni hat in seiner Sitzung am 03. Dezember 1998 einstimmig beschlossen, ab 1999 zwei Prozent der zur Verteilung an die Fakultäten zur Verfügung stehenden Mittel für Lehre und Forschung in einen Pool zur Frauenförderung zu geben. Die Universität hat sich bei der Vergabe dieser Mittel auf einen genauen Verteilerschlüssel geeinigt, der beispielsweise von der Höhe des Frauenanteils bei Einstellungen und Qualifikationen abhängig ist. Die Universität Potsdam habe es geschafft, sich auf ein Modell zu einigen, das in dieser konsequenten Ausprägung bundesweit an der Spitze steht, meint die Gleichstellungsbeauftragte der Uni, Monika Stein, und dies, obwohl die angespannte Haushaltslage zum jetzigen Zeitpunkt nur einen geringen Prozentsatz zur Poolbildung erlaube.„Die Uni Potsdam hat damit einen ersten wichtigen Schritt für die Integration von Frauenförderung als Leistungskriterium getan, was durch die Novellierung des Brandenburgischen Hochschulgesetzes allen anderen Hochschulen im Land noch bevorsteht“, führt Monika Stein weiter aus. G.B.
verteilungsmodell zur Frauförderung(siehe untenstehenden Beitrag).
Auch die Habilitationsordnung der Philosophischen Fakultät I passierte das Gremium. Der Senat beschloß ebenso die Einsetzung eines Ordnungsausschusses für die Universität Potsdam. Für eine vierjJährige Amtszeit wurden der Rechtsanwalt Dr. Stefan Greim, die Juristin Irene Vorholz und der Pfarrer der evangelischen Studentengemeinde Stephan Michalsky zu dessen Mitgliedern gewählt. BIE.:
In seiner 57. Sitzung am 14. Januar 1999 hat sich der Senat der Universität Potsdam unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:
Der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen dem Hasso-PlattnerInstitut für Softwaresystemtechnik GmbH PUTZ berichtete ausführlich im Heft 9/ 1998) und der Universität Potsdam zur Bildung eines An-Institutes steht nichts mehr im Wege. Der Senat stimmte dem Entwurf des Vertrages bei einer Stimmenthaltung zu. Auch die Stelle des Wissenschaftlichen Direktors desselben als gemeinsame C4
Go-in im Senat. Eine Vielzahl ihrer Kunststudierenden brachte die Grundschulprofessorin Meike Aissen-Crewett mit in die Senatssitzung am 14, Januar 1999, um einen Beschluß über einen vorübergehenden Immatrikulationsstopp für die Lehramtsstudiengänge Kunst zu verhindern. Hintergrund für die Beschlußvorlage ist die personelle Unterausstattung in diesem Bereich, die kurzfristig weder von der Fakultät noch von der Uni-Leitung aufgehoben werden kann. Um die Lehre der derzeit immatrıkulierten Studierenden voll und umfassend absichern zu
GO-IN IM SENAT
Professur mit der Universität Potsdam kann nun ausgeschrieben werden. Der Senat stimmte auch dieser Vorlage zu. Interessant dürfte die vom Senat einstimmig gebilligte Beteiligung der Universität Potsdam an einem Modellversuch Globalhaushalt zum Haushaltsjahr 2000 werden. Das Ministerium der Finanzen wird diesen mit drei Hochschulen Brandenburgs durchführen mit dem Ziel, die Hochschulhaushalte flexibler zu gestalten und neue Gestaltungsspielräume bei der Bewirtschaftung der Einrichtungen zu schaffen. Weiterhin hat der Senat für das Nebenfach Chemie im Magisterstudiengang sowohl die Studienordnung als auch die Prüfungsbestimmungen einstimmig verabschiedet, Und der Studienschwerpunkt Sportberatung/Sportverwaltung im Diplomstudiengang Sportwissenschaft darf sich künftig zeitgemäß„Sportmanagement Sportökonomie“ nennen. gl
Sitzungstermine des Senates im Sommersemester 1999: 15. April 1999, 6. Mai 1999, 3. Juni 1999, 8. Juli 1999, 16. September 1999.
können, sollte für eine Zeit von etwa vier Jahren der Zugang zu diesen Studien gesperrt bleiben. Prof. Aissen-Crewett, die im Dezember 1998 selbst diesen Vorschlag an den Dekan der Philosophischen Fakultät IT gestellt hatte, war nunmehr bestrebt, alles zu tun, den Senatsbeschluß zu verhindern. Mit vier Gegenstimmen, vier Enthaltungen und drei Zustimmungen ist die Vorlage zum Immatrikulationsstopp letztlich abgelehnt worden. Unklar ist derzeit noch, wie die Lehre in dem Bereich zukünftig abgesichert werden soll. gl/Foto: Fritze
PUTZ 1-2/99
Seite 5