Unsere Leser haben das Wort
Eine Leserin aus der DDR schrieb uns u. a.: „Seit einigen Jahren bin ich Abonnentin der Fontane-Blätter. — Blatt 3 des 3. Bandes, das gestern hier eintraf, bedarf besonderer Erwähnung. Es handelt sich um die vorzügliche Arbeit des Herrn Albert Guthke (Pritzwalk) über Dr. Lau. Selten ist eine Persönlichkeit aus der deutschen Geistesgeschichte so plastisch vor Augen getreten wie in diesem Aufsatz. Seine Gliederung legt Zeugnis ab von einer Sorgfalt und einem Verantwortungsbewußtsein, die man in Erforschung der psychisch-physischen Konstitution eines Menschen, in diesem Fall eines Pädagogen und Theologen, selten vorfindet. So ist es möglich, daß eine Persönlichkeit, die man aus dem Werk Fontanes nur flüchtig wahrgenommen hat, im eigenen Innern lebensvoll in Erscheinung tritt. Ich darf dies sagen, weil ich ... seit langer Zeit einige Einblicke in die Gesetzmäßigkeiten erwerben konnte, die ein Schriftsteller beachten muß. — Schon das Motto aus Platons ,Gastmahl‘ läßt den Leser aufhorchen, oder besser in diesem Fall: ,auflesen‘. Er wird dadurch sogleich auf ein hohes Niveau gehoben und bis zum Ende der fein durchdachten Arbeit dort gehalten ... Sollten Sie gut finden, diese wenigen Worte Herrn Guthke wissen zu lassen: es ist mir recht. Nur wäre mir nicht lieb, wenn mein Name genannt würde..
Mitteilungen
Raumerweiterung für das Fontane-Archiv
Dem Theodor-Fontane-Archiv wurden vom Rat der Stadt Potsdam im Hause Dortustraße 30/34 mit Wirkung vom 1. Oktober 1974 fünf Räume mit abgeschlossenem Korridor (etwa 160 qm) zugewiesen. Bisher nutzte das Fontane-Archiv drei Räume (etwa 55 qm).
Fontaneehningen in Letschin
Das Fontane-Archiv erhielt vom Rat der Gemeinde Letschin mit Datum vom 28. 8. 1974 folgenden Brief: „Mit der Erarbeitung eines Planes zur Umgestaltung des alten Friedhofs in Letschin zu einer Parkanlage wurde im Jahre 1971 mit den ersten Arbeiten für dieses große Vorhaben im Wettbewerb .Schöner unsere Städte und Gemeinden — Mach mit! 1 begonnen. Inzwischen hat durch umfangreiche Initiativen aus allen Teilen der Bevölkerung unserer Oderbruchgemeinde der Park Gestalt angenommen. Er bietet bereits jetzt eine Stätte der Erholung und Entspannung. Erste kulturelle Höhepunkte, wie Platzkonzerte, fanden darin statt. Der 25. Jahrestag der DDR soll als Anlaß genommen werden, unserem Park einen würdigen Namen zu verleihen, den Namen des bedeutenden kritischen bürgerlichen Realisten Theodor Fontane.
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