Heft 
(1975) 21
Seite
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Unsere Leser haben das Wort

Zum Kommentar desStedilin

Die unter dieser Überschrift in Heft 19 der Fontane-Blätter veröffent­lichte Notiz von Dr. Meyer-Camberg bedarf einer Ergänzung. Fontane (Pastor Lorenzen) irrt hinsichtlich der geographischen Angabe: Adolf Stöcker besaß kein Bauerngut in Franken. Fontane hat aber in der Sache recht: Adolf Stöcker besaß ein Bauerngut, nämlich den Reintaler Hof südlich von Garmisch-Partenkirchen, oberhalb des Südausgangs der Partnachklamm. Später war das Anwesen ein Hospiz. 1934 bin ich selbst noch dort vorbei zum Kreuzeck hinauf gewandert. Wie der Befund heute ist, weiß ich nicht. In der Stöcker-Biographie von Max Braun, dem Vater des bekannten (t) Filmregisseurs Harald Braun, trägt ein Kapitel die Überschrift:Der Reintaler Bauer. Der Kommentar in der Nymphen­burger Fontaneausgabe hat also gar nicht so sehr vorbeigeschossen, wenn er den Hof im Bayrischen Partenkirchen sucht.

Richard Spree, Essen

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Zum Kommentar desStechlin

Fontaneblätter Band 3, Heft 3 (Heft 19 der Gesamtreihe), Seite 235/236, Mitteilungen

Herr Dr. Ernst Meyer-Camberg, Seehaupt, bezeichnet die Angabe in der Nymphenburger Fontaneausgabe desStechlin:Irrtum, St(oecker) hatte einen Hof im bayrischen Partenkirchen auf Grund der vom Archiv in Markt Garmisch-Partenkirchen erhaltenen Auskunft als Irrtum. Je­doch, auch die Auskunft des Archivs beruht auf einem Irrtum.

Stoecker war tatsächlich von 1880 bis zu seinem Tode (1909) Eigentümer desReintaler Bauernhofes bei Partenkirchen.

Zur Örtlichkeit:

Baedeker, Handbuch für Reisende. Südbayem, Tirol und Salzburg, Ober­und Nieder-Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain, 20. Auflage 1900, gibt an:

Seite 51/52:Partenkirchen. Hinteres Reintal und Blaue Gumpe. Zum Reintaler Bauern (965 m) 2 i / 2 St., entweder durch die Partnachklamm ins Reintal, beim (2 St.) Handweiser r. hinan (V 2 St.), oder am Beginn der Partnachklamm (V2 St. von Partenkirchen) r.* ab über den Hohen Weg (2 St.); oder von Garmisch über den Kochelberg (MW., nach Regen­tagen sumpfig; 2 V 2 St.) Der Hof (Hospiz mit 20 Z., besonders für Fami­lien und einzelne Damen, P. 5 V 2 1 6 V 2 M; für Touristen Einkehr beim Reintaler Bauern unterhalb des Hospizes) gehört dem Hof prediger a. D. Stöcker in Berlin. Aussicht ähnlich wie von Graseck, aber beschränkter. (Auf der Karte zwischen Seite 48 und 49 ist der Reintaler Bauer ein­gezeichnet.)

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