Anmerkungen
1 Vgl. Sommer, D.: Ideologischer Gehalt und Struktur der Romane und Erzählungen Theodor Fontanes (Diss. B), Halle 1972;
Wrack, P.: Preußentum und Nationalschicksal bei Theodor Fontane (Diss. A), Berlin 1967; vgl. ders. in: Geschichte der Deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, Bd. 8.2., Berlin 1975, S. 585 ff.
2 Vgl. Wege der Forschung, Bd. CCCLXXXI, Theodor Fontane. Hrsg. W. Preisen- danz, Darmstadt 1973; vgl. Fontanes Realismus, Vorträge u. Berichte der Wiss. Konferenz zum 150. Geburtstag Theodor Fontanes in Potsdam. Hrsg. v. H.-E. Teitge und J. Schobeß, Berlin 1972: oder punktueller: Tax-Shultz, G.: Andeutung und Leitmotiv in Fontanes „Elfi Briest“, in: Fontane-Blätter, Bd. 3, H. 7 (1976), S. 507-23.
3 Vgl. Jauß, H.-R.: Ästhetische Erefahrung und literarische Hermeneutik (1), München 1977, S. 13; vgl. Naumann, M. u. a.: Gesellschaft - Literatur - Lesen. Literaturrezeption in theoretischer Sicht, Berlin u. Weimar 1973 (1), S. 91 u. 301 ff.
4 S. 64 ff. weist Schuster auf die ökon. Krise des Handwerkerstandes, die patriarchale Struktur der Familie u. die Funktion ihres Oberhuaptes im Sinne der Staatsordnung hin. Solche Hinweise bilden die Ausnahme. Sie wären zu stützen mit interessantem Material, vgl. u. a. Barth, D.: Das Familienblatt — ein Phänomen der Unterhaltungspresse des 19. Jahrhunderts, Beispiele zur Gründungsund Verlagsgeschichte, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens, Frankfurt/Main, Bd. XV, Liefrg. 1 (1975).
5 Ein solches Konzept, das die abbildenden und die kommunikativen Funktionen von Kunstwerken im Relationsgefüge „Methode der Aneignung von Welt und des Austausches über sie“ vereint, findet sich bei Weimann, R. (Hrsg.): Realismus in der Renaissance, Aneignung der Welt in der erzählenden Prosa, Berlin u. Weimar 1977 (1); S. 37 f. wird der theoretische Ansatz von R. Brinkmann gewürdigt, dem Schusters Arbeit folgt; vgl. Brinkmann: Wirklichkeit und Illusion, Studien über Gehalt und Grenzen des Begriffes Realismus für die erzählende Dichtung des 19. Jahrhunderts. Tübingen 1957; vgl. Burkart, A. (Ref.): Methodenkonstituierung und Methodenumbau im kritischen Realismus, in: Beiträge zur Romanischen Philologie, Jg. XVI (1977), H. 2, S. 325-29.
6 Panofsky, E.: Zum Problem der Beschreibung und Inhaltsdeutung von Werken der bildenden Kunst, in: Logos, XXI, 1932, pp. 103 sqq — witere Arbeiten von Panofsky S. 171 u. 195 f. bei Schuster.
7 Das gilt für Brinkmann, Demetz u. a., vgl. Anm. 2 u. 5. Weiterführende Fragen, auch über Reuter hinaus, sind formuliert worden bei Wrack, a. a. O., S. 34 ff., Greter, H.-Eugen: Fontanes Poetik, Bem-Frankfurt/M. 1973 u. a.
— Dr. Otfried Keiler, Potsdam —
Dieter Kafitz: Figurenkonstellation als Mittel der Wirkliehkeitserfassung. Dargestellt an Romanen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Freytag. Spielhagen. Fontane. Raabe). — Kronberg/Ts.: Athenäum Verl. 1978. 312 S.
Diese Arbeit, die der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, als Habilitationsschrift Vorgelegen hat, besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten Teil („Voraussetzungen“)werden die theoretischen Grundlagen erörtert, auf denen Kafitz aufbaut. Dabei behandelt der Autor die Beziehungen zwischen Wirklichkeitsstruktur und Figurenkonstellation und entwirft Grundlinien einer Typologie des Romans. Es schließt sich eine „romangeschichtliche Einleitung“ an, die an ausgewählten Beispielen die Entwicklung der Figurenkonstellationen und der Romantypen verfolgt.
Im zweiten Teil („Interpretationsteil“) werden Romane der vier im Titel genannten Dichter analysiert. Mit dem Ziel, den Zusammenhang von Wirklichkeitsstruktur, Romanstruktur und Figurenkonstellation zu klären, interpretiert Kafitz hauptsächlich Gustav Freytags „Soll und Haben“,
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