Heft 
(1984) 38
Seite
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175 Bzgl. Dobbertin vgl. Anhang in Propyläen-Ausg. Bd. 3 (.Kloster Dobbertin in Mecklenburg-Schwerin"), S. 241-44.

176 Stadt in Mecklenburg mit Schloß aus dem 18. Jht. (einstmals Residenz der Groß- herzöge von Mecklenburg-Schwerin).

177 Friedrich Franz II.. Großherzog von Mecklenburg-Schwerin (1823-1883), ab 1042 .Landesvater"; aus seinen 3 Ehen gingen 4 Kinder hervor.

178 Vgl. Propyläen. IV. Einführung zum Briefwechsel Fontane-Mathilde v. Rohr, S. 323:Das Freundschaftsverhältnis wurde sogar noch enger, als M. v. Rohr 1869 als Konventualin in Kloster Dobbertin einzog. Vgl. dazu ebenfalls Aus den Wanderungen durch die Mark Brandenburg: .Mathilde von Rohr. Konventualin zu Kloster Dobbertin. t 16. September 1889- (Propyläen, III, Anhang, 245-62/bes. 255).

179 Clara von Delow, geb. Müller (1813-1895).

180 Mathilde von Rohr war am Sterben (vgl. Fontanes Brief an Mete vom 13. 7. 1888 (Propyläen, II, Nr. 287, 111|):Heute kam auch ein Brief von Frl. von Bülow; es geht doch nun schlecht mit der alten Rohr. Bzgl. ihres Ablebens vgl. Fontanes Brief an Wilhelm Hertz vom 18. 9. 1889 (Nr. 476, 316):Heute früh hatten wir einen Brief aus Dobbertin von dem Fräulein v. Bülow, der uns den am 16. erfolgten Tod unsrer Heben alten Rohr meldete. Daß ich sie vor 4 Wochen noch mal besucht habe, ist mir eine Freude . .. Daß diese Freude auf Gegenseitig­keit beruhte, folgt aus den Aufzeichnungen von Stiftsdame Jeannette von Bülow (18251900) (Original im Fontane-Archiv ):Dann war es ihr noch vergönnt, den Besuch ihres alten Freundes des Herrn Fontane zu erhalten. Zwar nur einen halben Tag. aber es war noch der letzte Sonnenblick, der an frühere glückliche Zeiten erinnerte. Sie hatte die Gabe die Zeit zu nutzen, viel zu geben und viel zu empfangen auch in wenigen Stunden. So waren ihr diese Stunden ein Schatz in der Erinnerung, und sie erkannte es immer wieder dankend an, daß Herr

. .Fontane sich der Anstrengung der kurzen Reise unterzog. (Propyläen, IV, ein­führende Anm. zum Briefwechsel mit Mathilde von Rohr, S. 323).

181 Vgl. dazu Fontanes Abneigung gegen Jede Art von Sentimentalität, die in dem geflügelten Spruch gipfelte: .Mir fehlt der Sinn für Feierlichkeit": hierzu gehört auch seine Kritik an derangekränkelte [n] Sentimentalwelt in Stinc (Brief an Paul Schienther vom 13. 6. 1889 [HA, III. Nr. 583, 6111), hervorgehoben durch die Kontrahierung von .Natürlichkeitssprache" und .Sentimentalsprache".

182 Vgl. Brief Nr. 18 vom 14. 8. 1389: Mauthner hatte das Manuskript inzwischen gelesen und Stine für den Vorabdruck in Deutschland akzeptiert; vgl. ferner Fontanes Brief an Mete vom 19. 8. 1889 am Montag nach dem Wochenende in Mecklenburg, worin Mauthners Antwortschreiben erwähnt wird:Ich schließe diesen Zeilen einen Fritz Mauthnerschen Brief bei, der Dich vielleicht interes- siren wird. (Propyläen, II, Nr. 306. 147).

183 Vgl. dazu z. B. die Begräbnisszene in Kap. 16 von Stine (NyA, III, 308-13).

184 Vgl. Mauthners Kurzrezension in Deutschland 2 (1890). 7, S. 96. worin, versteckt, einige sehr kritische Töne anklingen: insbes. wird Fontane das .unregelmäßige Leben" der Pittelkow im Sinn gehabt haben, d. h. vor allem das .Untätchen"- Kapitel (Kap. 13; NyA, 111, 291-97; vgl. auch Anm. 188).

185 Vermutlich die Kap. 1-6 (NyA, III, 235260). d. h. insbes. diejenigen Kapitel, die das erste Zusammentreffen von Aristokratie und Bourgeoisie in der Wohnung der Witwe Pittelkow zum Gegenstand haben.

186 Insgesamt lobt obige Rez. (vgl. Anm. 184) die Erzählung - die als .Meisternovelle" gekennzeichnet wird - in höchsten Tönen.

187 Vgl. Anm. 185.

188 In obiger Rez. wird u. a. die .unregelmäßige Sprache" der Pittelkow kritisiert; bei den .befragezeichneten Partien" wird es sich um all die Passagen gehandelt haben, in denen die Pittelkow im Berliner Dialekt sprechend auftritt.

189 Die Handschrift von Stine, die sich bis 1945 im Märkischen Museum (Berlin) befand, gehört bis auf wenige Kapitel zu den Kriegsverlusten (vgl. C. Läufer: /Verloren geglaubte Fontane-Manuskripte wieder im Märkischen Museum" in Formen realistischer Erzählkunst, S. 27778), jedoch scheint Mauthner keine Änderungen vorgenommen zu haben.

190 Zur Honorarfrage vgl. Anm. 195 zu Brief Nr. 20.

191 Fontane war in seinen Honorarforderungen nie unverschämt; allerdings haben gewisse Redakteure dies auszunutzen gewußt, so z. B. Julius Rodenberg von der Deutschen Rundschau (vgl. Heilborn. S. 194; vgl. ebenfalls Wilmont Haacke: Julius Rodenberg und die Deutsche Rundschau [Heidelberg: K. Vowinckel 1950], der bestätigt, daß Fontane sich über Rodenbergs .magere Honorarsätze" beklagt hatte IS. 145]).

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