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Fontane bezieht sich auf Mauthners Vorbereitungen zur Publikation von Deutschland; die Vorankündigung (,Circulalr‘-Exemplar) erschien am 21. 9. 1889, die erste Nummer am 5. 10. 1889.
Hans (von) Hopfen (1835-1904), Lyriker im Stile Heyses, später auch Novellen- und Romanautor, der Schilderungen tragischer Lebensläufe aus dem Künstler- und Studententum bevorzugte; Fontane war anfangs nicht gut auf Hopfen zu sprechen: vgl. hierzu Fontanes Brief an seine Frau vom 10. 4. 1880 (Propyläen, I. Nr 66 125): .Hans Hopfen ist eine wunderliche Figur ... “: vgl. einen ähnlich negativen Brief an seine Frau vom 16. 6. 1883 (Propyläen, I. Nr. 113, 204): positiver äußerte sieh Fontane dagegen später in einem weiteren Brief an seine Frau vom 10 7 1887 (Propyläen, I, Nr. 189, 326): .Hopfens Arbeit (die Künstlergeschichte Der Genius und sein Erbe [1887]/die Hrsg.] ist hervorragend, einzigartig, keine
Dutzendarbeit.“
Hopfen war im Jahre 1888 durch Verleihung des Verdienstordens der bayrischen Krone geadelt worden.
Nord und Süd. Eine deutsche Monatsschrift (1877-1930), gegründet und bis 1904 geleitet von Paul Lindau; brachte im Vorabdruck Fontanes Grete Mindc (1879) und L’Adultera (1880); bzgl. des Formats der Zeitschrift Nord und Süd vgl. Fontanes Brief an Emil Dominik vom 14. 7. 1887 (HA. III. Nr. 521. 551): .Den Geldpunkt lasse ich dabei noch unerwähnt; ich kriege nun, well es schon ein über 4 Jahr altes Abkommen ist, 400 Mark pro Nord-und-Süd-Bogen, während mir Kröner für meine neueste .. . Arbeit 600 Mark zahlt.“ Vgl. ebenfalls Fontanes Brief an Friedrich Stephany vom 1. 8. 1887 (Brinkmann/Wiethölter, II. S. 367). worin es bzgl. der Honorarzahlung für den Vorabdruck von Irrungen, Wirrungen in der VZ heißt: „Ich rechne 7‘/« Nord u. Süd-Bogen ä 400 Mark.“
Adolf Kröner (1836—1911), Verlagsbuchhändler ln Stuttgart und Mit UW WMifMf der Cottaschen Verlagsbuchhandlung; seit 1884 ferner Besitzer der Gartenlaube, die im Vorabdruck Fontanes Unterm Birnbaum (1885). Quitt (1890) sowie die posthume Erstveröffentlichung von Mathilde Möhring (1906) herausbrachtc.
Das Universum brachte den Vorabdruck von Cicile (1886).
In der Vosslschen Zeitung erschien der Vorabdruck von Schach von Wuthenow (1882) und Irrungen, Wirrungen (1887).
Die Deutsche Rundschau, von Julius Rodenberg gegründete belletristische und populärwissenschaftliche Monatsschrift, brachte im Vorabdruck Unwiederbringlich (1891), Frau Jenny Treibei (1892) und Effi Briest (1894/5).
,zoppen‘: niederdt. Form von .zupfen'; vgl. Propyläen, IV, Nr. 80«, 106.
Stine erschien im Vorabdruck in Mauthners Zeitschrift Deutschland ab 5. 1. 1890 (Jg. l, Nr. 17, S. 285-88).
Vgl. Paul Heyses Eloge ,An Theodor Fontane zum siebzigsten Geburtstag, den 30. Dezember 1889' in Deutschland vom 28. 12. 1889 (Jg. 1, Nr. 13, S. 213-14), worin es gegen Ende heißt: „So recht! So laß, wie die Jahre schwinden. / Dich immer tapfer den Alten finden. / Zeige den Jungen, den Naturalisten, / wie sle’s eigentlich machen müßten, / wollten sie wirkliches nur verehren / und doch als Dichter sich bewähren, / Und sieh dem tollen Lauf der Zeiten / In heiterm Gleichmut zu von weitem. / Du lässest ja zwischen Ernst und Lachen / Das alles längst von Andern machen.“ vgl. in diesem Zusammenhang auch Mauthners (unveröffentlichtes Preisgedicht ,An Theodor Fontane' (Original im LBI/New York), womit er Fontane zum 70. Geburtstag ehrte: „Sie waren Ihr Lebtag kein Sprachenreiniger, / Kein Ursprungswächter, kein Grenzzollpeiniger; / Doch stimmen Sie sicher darin mir bei, / Dass Lorbeer ein dummes Fremdwort sei, / Dass es abzuschaffen endlich wohl / Als deutscher Dichter Ruhmessymbol. / Wo fanden Sie Lorbeer im märkischen Sand? / Im Treibhaus höchstens ein Bäumlein stand / So steif wie im Frack ein Gratulant. / So bleibe der Lorbeer den Treibhausdichtern / Doch Ihnen send ich von unsem schlichtem. / Stets grünen Blättern einen Strauss / In das blumenerfüllte Feierhaus. / Von dem was ewig, treu und stark, / Hab' ich ln ihrer alten Mark / Kein besser Bildniss Je geschaut / Als Tanne, Kiefer und Heidekraut. / So hat's die Mark von Je getrie- b ™- ^, Als . h „^ tte sie zwanglos, die echte Natur, / Mit ihren Geschöpfen in Wald und Flur / Von Je Fontane’sche Verse geschrieben.“ (Berlin. 30 12 1889)
E A r u»‘„ „ Wran 8 el (1784-1877), Generalfeldmarschall;
übernahm 1864, im Alter von 80 Jahren, den Oberbefehl über das nreußlsch- osterreichische Heer im Krieg gegen Dänemark; er war bekannt fürsetne Popularitätshascherei <u. a. suchte er im persönlichen Umgang den MtenBllkher
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schall, leitete von 1858 bis 1888 als Generalstabschef die Kr eee ^
1870/1, also ebenfalls in ziemlich fortgeschrittmlm Alter Man ebenfalls relativ späte Einsetzen von Fontancä Utemrtecher Kuriere
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