General von HroLHa. Durch die Nebel des Wintermorgens lief Mitte Dezember v. I. der Reichspostdampfer „Prinzregent" unter den Klängen einer Regimentskapelle am Petersenstaden in Hamburg ein. Er trug den General von Trotha und viele andere heimkehrende Offiziere der Schutztruppe, darunter die Majore von Kamptz und von Uthmann, den Grafen Zech — Bruder des Gouverneurs von Togo -- Leutnant von Goßler, den von der Malaria wiedergenefenen Sohn des früheren Kriegsministers, usw. Nahezu IV 2 Jahre hat General von Trotha den Oberbefehl über die kämpfende Schutztruppe gehabt, unter Schwierigkeiten, von denen man sich in der Heimat keinen Begriff macht, und er hat erreicht, was unter den vorwaltenden Umständen irgend zu erreichen war. Der Empfang vollzog sich in schlichter und doch liefergreifender Weise. Der kommandierende General des neunten Armeekorps von Bock und Polach sprach in warmen, zündenden
der Keramik mit weniger vergänglichem farbigen Ornament zu versehen. Fayencereste tommen bereits in Funden vor, die aus vorgeschichtlicher Zeit stammen; aber nicht nur bei Krügen, Töpfen und Schalen wurde die Glasur verwendet; bei den alten Kulturvölkern des Orients tauchten bald glasierte Ziegel auf, die zum Schmuck der Bauten dienten, und aus denen später mosaikartig große Wandgemälde zusammengesetzt wurden. Solche Kunstwerke schmückten die Tempel und Paläste in Babylonien und Assyrien, und wir finden ihre Reste auch in alt- ägyptischen Ruinen. Hier wurden mit Vorliebe blaue und grüne Farben verwendet, die an die damals hochgeschätzten Edelsteine Lapislazuli und Malachit erinnerten. In Ägypten brachte man die glasierten Reliefs nicht unmittelbar auf Ziegeln an, sondern deckte die Ziegel mit einer Stuckschicht, in die die einzelnen Fayencestücke eingelegt wurden. Die Ägyptische Abteilung der Königlichen Museen in Berlin hat neuer-
Die Ankunft des Generals von Trotha in Hamburg.
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Worten von den Leistungen des Generals von Trotha, der dem alten Ruhmeskranz der Armee neue Blätter eingefügt habe; dann überreichte Oberst Ohnesorg im Auftrag des Kaisers' ihm die höchste Kriegsauszeichnung: den Orden poar Io marito. In seinem Dank betonte von Trotha, daß nie ein mörderischer Krieg mit mehr Mäßigung geführt worden sei — ein Wort aus solchem Munde wird seine aufktärende und beruhigende Wirkung nicht verfehlen. Bekanntlich hat es im Reichstag nicht an scharfen Angriffen gegen die Kriegführung Trothas gefehlt, und es sind auch Versuche gemacht worden, die stillen Heldentaten zu verkleinern, die auf dem afrikanischen Boden geschehen sind. Besonders erfreulich berührte es deshalb die zahlreich zum Empfang erschienenen Offiziere, als General von Trotha von der auch in diesem Feldzug bewiesenen Disziplin und dem Mannesmut unserer Soldaten sprach, die über jedes Lob erhaben seien.
Attägyptrsches Aayencerelief. (Zu dem Bilde S. 27.) Uralt ist die Töpferkunst; sie beginnt mit den Anfängen des Menschengeschlechts, und in vorgeschichtliche Zeiten fällt schon die Erfindung der Glasur. Durch diese Schutzdecke wurde der Wert des anfangs porösen irdenen Geschirrs bedeutend gehoben; erst dadurch wurde es zum Gefäß, das sich zum Aufbewahren der Flüssigkeiten verzüglich eignete. Zugleich fand aber die Kunst in der Glasur ein Mittel, die Erzeugnisse
dings einige solcher Darstellungen erworben, von denen wir eine im Bilde wiedergeben. Sie stammen aus Theben und dürften um das zwölfte Jahrhundert v. Ehr. entstanden sein. Die dargestellte Figur trägt einen Strick um den Hals, und auch ihre Hände sind gefesM. Es handelt sich hier also um die Darstellung eines Gefangenen, um ein Einzelstück aus einer großen Wanddekoration, die einen der Pharaonen als siegreichen Herrscher verherrlichte. Die Figur gibt einen Neger wieder.
Aaut Hskar Köcker. Unsere Leser haben in der heutigen Nummer das erste Kapitel eines neuen Romans, „Paradiesvogel" betitelt, vor sich, und das glänzend geschriebene, schon auf den ersten Seilen spannende und wirkungsvolle Werk lenkt ihre Aufmerksamkeit auf den Äutor, erweckt in ihnen den Wunsch, dem Mann, dessen Kunst ihnen so Vielversprechendes bietet, auch menschlich ein wenig nahezutreten. Wir kommen diesem berechtigten Verlangen gern entgegen, indem wir das Bild des Dichters und einige Notizen über sein Leben und Schaffen bieten. Paul Oskar Höcker, der heute in der Reihe unserer ersten Romanschriftsteller steht und eine von Jahr zu Jahr wachsende Verehrung und Bewunderung genießt, wurde am 7. Dezember 1865 zu Meiningen als Kind einer alten Schauspieler- und Literatenfamilie geboren und widmete sich nach Ablauf der Schulzeit der Musik. Aber