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Tresca, Paris, Phot.
Mb. 5. Flugmaschine von Archdeaeon, landend.
Antrieb durch einen Motor überzugehen. Sein ganzer Flugapparat wog einschließlich des sechspferdigen Motors nur 160, mit dem Lenker 225 Kilogramm. Die Tragfläche betrug 60 Quadratmeter, die Breite 10 Meter. Die Maschine wurde nicht in freier Luft, sondern an einem Rundlauf hängend erprobt (Abb. 3), was sie allerdings vor dem Zerbrechen bewahrte, aber durch die Hemmung des schweren Rotationsarmes auch am Fliegen hinderte. Die Fortsetzung der Versuche wurde durch äußere Hindernisse verschoben, dagegen war Ferber mitbeteiligt an den Experimenten von Archdeacon, die im Sommer 1905 in Paris so viel Aufsehen erregten, mehr, als sie ihrem Werte nach beanspruchen konnten. Der Aeroplan Archdeacons (Abb. 4 u. 5) bestand aus einem sehr geschickt gearbeiteten Gleitdrachen von 10 Metern Breite und 40 Quadratmetern Fläche, der durch ein Motorboot an einem leichten Seil fortbewegt wurde. Der Aviatiker Voizin lenkte den Aeroplan, der sich bei 11 Metern Sekundengeschwindigkeit des Motorbootes von dem Nachen erhob, auf dem er geruht hatte, und in 5 bis 6 Metern Höhe dem Boote freischwebend folgte. Eine falsche Bewegung des Lenkers brachte ihn aber schon nach 60 Metern zum Kentern, was weder dem Apparat noch dem Aeronauten schadete, da beide ins Wasser fielen. Noch weniger Erfolg hatte ein ganz ähnliches Experiment mit einem etwas kleineren von Louis Bloriot gebauten Apparat, der ebenfalls auf der Seine unter Leitung des genannten Aviatikers auf die gleiche Weise erprobt wurde.
Wir müssen in diesem Zusammenhänge noch einer neuen Flugmaschine von Paulhan und Pepret (Abb. 6) gedenken, die im Oktober 1904 im Pariser Aerodrom des erwähnten Aviatikers Ferber berechtigtes Aufsehen erregt hat.
Die Konstrukteure haben sich von dem neueren Hargrave- spstem wieder auf die ältere, von dem amerikanischen Professor Langlep vorgeschlagene Form zurückgezogen, die sich mehr an die Gestalt der großen schwebenden Vögel anlehnt. Anstatt übereinander sind die leichtgebogenen Gleitflügel hintereinander angeordnet und in der Mittel
achse durchbrochen, so daß ein im ganzen rechteckiger Aeroplan von 6 bis 7 Metern Länge und 5 Metern Breite entsteht. Ein kielförmiger Einsatz zwischen dem Hinteren Flügelpaar und ein breites Horizontalsteuer an der Spitze tragen Zur Stabilität und Lenkung des Flugapparates bei, der allerdings noch nicht die Flugweite früherer Versuche erreichte, aber doch beim Abschweben aus sehr geringen Höhen verhältnismäßig recht bedeutende Entfernungen durchmaß.
Im Februar 1905 wurde in der riesigen Maschinenhalle der ehemaligen Pariser Weltausstellung ein Wettbewerb für unbemannte Apparate behufs Förderung der Aviatik abgehalten, über den wir uns kurz fassen können. Wohl gab es unter den ausgestellten vogel- und drachenartigen Maschinen, die durch Federn, Uhrwerke oder durch die eigene Schwere angetrieben wurden, eine ganze Anzahl, die hübsche Strecken in geraden oder schraubenförmigen Linien zurücklegen konnten. Aber was will das im geschlossenen Raume besagen? Ohne lenkende Hand ist der vollendetste Flugapparat eine tote, den Luftströmungen und Windstößen preisgegebene Maschine; in der geschickten Hand eines erfahrenen Aviatikers kann umgekehrt der einfachste Drachenflieger zum Werkzeug des Schwedens und Segelns werden. Nur daß es so furchtbar schwer und mühsam, ja gefährlich ist, sich diese Fertigkeit anzueignen. Erst am 18. Juli hat wieder in den Vereinigten Staaten ein mutiger
Abb. 6. Versuch mit dem Aeroplan von Paulhan-Peyret.
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Luftschiffer das Vertrauen, das er in das Werk seines Meisters setzte, mit dem Leben bezahlt. Der in vielen vorhergehenden Versuchen erprobte Schwebeapparat Professor Montgomerps, „SantaClara" (Abb. 7),sollte über den Wiesengründen der gleichnamigen Universität eine Probe im großen oblegen. Ein Ballon hob den mit dem Aviatiker Dan. Malonep bemannten Segelapparat empor und ließ ihn, als beide für die zweitausend unten versammelten Zuschauer nur noch ein
kleiner Fleck am Himmel waren, langsam herabschweben. Ohne Zweifel war das ein tollkühnes Wagestück, doch muß wohl der Lenker sich und seinem Fahrzeug blind vertraut haben. Eine Weile schien der Apparat der Hand des Steuermannes zu gehorchen, dann schwankte er, senkte sich an einer Seite, überschlug sich und sauste aus 800 Metern Höhe in jähem Fall herab. Man glaubte noch
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Abb. 7. Professor Montgomery und der Aeronaut Dan. Maloney.