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ein einteiliges, beim Bett für ältere Kinder ein zweiteiliges Gitter. Die beiden Teile des letzteren sind gelenkig miteinander verbunden, die obere Hälfte kann in Angeln heruntergeklappt und dann mit der unteren gemeinsam weiter senkrecht
Gehschule.
niedergelassen werden. Dabei verhindert die Exzentrizität der Angeln ein Klemmen der kindlichen Finger.
Der Tragrost besteht aus gekreuzten flachen Stahlbändern, die leicht federn, ohne doch von der dauernden Belastung Einsenkungen zurückzubehalten. Der Rost ruht auf leicht herausnehmbaren eisernen Tragbügeln. Es bestehen somit nicht wie bei anderen Betten tote Ecken, die sich der Reinigung entziehen. Ein ganz besonderer Vorzug des Bettes aber ist die Höhe des Rostes. Das Kind liegt so hoch, daß es der Zugluft vom Fußboden entzogen ist und zudem leichter besorgt werden kann. Die Mutter oder Pflegerin braucht sich zur Hantierung am Kind nicht in ermüdender Weise zu bücken. Dies Bettgestell kann somit als ideal bezeichnet werden.
Nicht weniger wichtig als das Gestell des Bettes sind dessen Einlagen. Man lege die Kinder nicht auf Federn, die nicht genügend rein gehalten werden können, die Kinder zu warm halten und gründlich verweichlichen. Man schiebe auch nicht hohe Kissen oder gar Keilkissen unter, weil dadurch die Wirbelsäule eine dauernde Krümmung erfahren kann, sondern man sorge durch eine feste Matratze aus Roßhaar oder Seegras und ein ebensolches niederes Kopfkissen für richtige Lage der Kinder auf ebener Unterlage. Für die zarten und recht wärmebedürftigen Säuglinge der ersten paar Lebenswochen kann man schon mit Rücksicht auf die häufige Durchnässung des Bettes statt der Matratze einen mit frischer, häufig zu wechselnder Spreu gefüllten Sack anwenden, keinesfalls aber Federunterbetten, die allzu schlecht ventilieren. Auch zum Zudecken sollte man lieber wollene Decken statt Federbetten verwenden, die höchstens für Säuglinge in Verwendung kommen dürfen. Für letztere wird man auch zum Schutz vor Zugluft und grellem Licht einen Bezug der Seitenwünde des Bettes aus Waschstoff anbringen können, der übrigens jeweilen mit der übrigen Bettwäsche abgenommen und gereinigt werden muß. Durchaus überflüssig, ja schädlich ist dagegen, selbst für Neugeborene, das Anbringen von Gardinen am Bett. Die Gardinen sind überflüssig, weil die Augen der Neugeborenen nicht so sehr lichtempfindlich sind, daß sie das von der Zimmerdecke reflektierte Licht nicht ertragen könnten; sie sind schädlich, weil sie den Luftzutritt zum Bett verhindern.
Ebenso unentbehrlich wie das Bett, ist für kleine Kinder der Kinderwagen. In gut situierten Familien dient erzwar meist nur als Transportmittel, um den noch nicht gehfähigen Kindern den Genuß frischer Luft zu verschaffen, in den minder bemittelten Kreisen der Bevölkerung bildet er aber in der Regel
die einzige Lagerstätte des Säuglings. Daraus nun, daß die Kleinsten mindestens ein paar Stunden des Tages, wenn nicht den ganzen Tag im Kinderwagen liegend verbringen, folgt für den Hygieniker und Arzt ein Schluß, der leider von sehr vielen Laien noch nicht gezogen wird, daß nämlich der Kinderwagen die gleichen hygienischen Bedingungen erfüllen muß wie das Bett. Er muß so gebaut und eingerichtet sein, daß die Kinder warm bleiben, vor Zugluft geschützt sind und doch reichlich frische Luft erhalten, auf ebener Unterlage richtig gelagert sind, sich frei recken und strecken können und doch nicht Gefahr laufen, hinauszufallen.
Dazu kommt noch im besonderen, daß der Kinderwagen als fahrbares Bett bei seiner Fortbewegung weder starke Erschütterungen, noch allzu heftige Schwingungen auslösen darf.
Wer sich die Mühe gibt, die Konstruktion des modernen Kinderwagens und seine Handhabung durch die Mütter zu prüfen, wird finden, daß die genannten hygienischen Forderungen zum Schaden der Kinder nicht die notwendige Berücksichtigung erfahren.
Viele Frauen legen so viel Wert auf Leichtigkeit des Wagens, daß sie gern geneigt sind, ein viel zu kleines Exemplar zu kaufen. Der kleine Wagen läßt sich freilich mühe
loser fortbewegen, läßt sich auch leichter über die Treppen tragen, allein er bietet dem wachsenden Kinde sehr bald nicht mehr genügend Raum. Das Kind liegt unbehaglich eingeengt, mit angezogenen Gliedmaßen, verkrümmt da. Bei der Weichheit der Knochen können Verbiegungen eintreten. Ist der Wagenkorb nicht nur zu kurz, sondern auch zu niedrig, so liegt das Kind nicht tief genug gebettet, entbehrt des nötigen Schutzes und der Wärme, ist Unfällen und Erkältungen ausgesetzt. Das sind so schwerwiegende Nachteile, daß man dringend raten muß, nur geräumige Wagen zu kaufen, nicht unter 90 Zentimeter Länge, 45 Zentimeter Breite, 35 Zentimeter Tiefe.
Die passendste Form für den Wagenkorb ist die altehrwürdige biedere Truhenform, wie sie die einfachen deutschen, englischen und schweizerischen Kinderwagen aufweisen, mit gleicher Tiefe am Kopf- und Fußende und ebenem Boden (siehe Abb. S. 685 ).
Sie bietet bei entsprechenden Größenverhältnissen allseitig genügend Raum und Schutz. Äußerlich viel gefälliger, aber sehr wenig zweckmäßig ist die hochmoderne Gondelform der sogenannten Prinzeßwagen, da die Kinder darin zu wenig Raum finden, viel zu oberflächlich und bei der gerundeten Form des Bodens mit gekrümmtem Rücken gelagert sind. Noch bedenklicher ist es, schon Säuglinge in sogenannte Halbwagen zu legen. Diese Wagen werden von sparsamen Müttern gern gekauft, weil sie etwas billiger sind und auch dem herangewachsenen Kinde noch als Sitzwagen dienen können. Dagegen ist geltend zu machen, daß in diesen Wagen die Kleinen, insbesondere ihre untere Körperhülfte, viel zu sehr dem Luftzug ausgesetzt sind; daß sie bei einer unvorsichtigen Bewegung des Wagens leicht hinausfallen können. Ferner, daß die Mütter durch die gebotene Gelegenheit leicht verleitet werden, die Kinder zu früh
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„Ideales" Kinderbett.