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Kugen Hura. (Zu dem nebenstehenden Bild,) In seiner Villa in Aufkirchen bei Starnberg ist Eugen Gura am 26. August nach langem, unendlich schwerem Todeskampf gestorben. In der ganzen gebildeten Well wird diele Nachricht aufrichtige Trauer erwecken, ist doch Eugen Gura sein eigener Ruhmestrüger gewesen,
W weit Musik die Herzen höher schlagen läßt.
Eugen Gura war Böhme von Geburt, er wurde als Kind eines Volksschuklehrers am 8. November 1842 in Pressern bei Saaz geboren. Die Wahl des Berufs war für den vielseitig begabten Knaben nicht leicht, waren doch Lust und Talent gleich groß für Zeichnen wie für Musik, und diesen künstlerischen Neigungen stand als dritter Faktor der Wille des Vaters gegenüber, der aus dem Jungen einen Mechaniker machen wollte. Dieser Vaterwille war vorläufig ausschlaggebend: Eugen Gura bezog die Technische Hochschule in Wien. Doch gerade während dieser Studienzeit wurde infolge äußerer Eindrücke die Lust zur Kunst so übermächtig in ihm, daß er nach einer Auseinandersetzung mit dem Vater 1862 als Schüler in die Münchener Akademie eintrat.
In der Geselligkeit der Künstlerkreise ward man auf Guras hübsche Stimme aufmerksam, man riet ihm, sie ausbilden zu lassen, und Gura gab, durch Sachverständige ermutigt, die Malerei auf, um sich nun ganz der Musik zu widmen. Er hatte es nicht zu bereuen! Jur Anfang freilich trat er nicht besonders hervor, weder im Münchener Hostheater, noch in Breslau. Erst in Leipzig, wo er von 1870—76 tätig war, begann sein Stern zu steigen, und 1876 sang er in Baireuth zum erstenmal den Günther in der „Götterdämmerung". Im selben Jahr nahm er ein Engagement ans Hamburger Stadttheater an, wo er bis 1882 auf der Höhe seiner Kunst tätig war, um dann endgültig ans Münchener Hoftheater zurückzukehren. Dort wirkte er bis 1902, aber der Schwerpunkt seines
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Könnens verlegte sich doch mehr und mehr auf den Konzertgesang, und auf diesem Gebiet, als Lieder- und Balladensänger, hat Eugen Gura die größten Triumphe gefeiert.
Mitzaö leitet aus Stroyseilen. Weills der Titel einer „wissenschaftlichen" Schrift ist, die erst vor 85 Jahren in Leipzig erschien, mag mir's verziehen werden, daß ich von dieser vergessenen Strohidee hier rede. Ihr Erfinder war der „Apotheker des Königs von Frankreich zu la Rochelle", Monsieur La Postolle. Mit gelehrter Breite redet er in seinem Buch, das zugleich in Deutschland und Frankreich erschien, von dem Wesen der Elektrizität und von der Eigenschaft des Strohhalms, durch statische, sogenannte Reibungs- Elektrizität angezogen zu werden. Da Blitz und Hagel (!) elektrische Erscheinnngen seien, meint La Postolle, könne man aus nichts billigere Blitz- und Hagelableiter Herrichten, als aus — Strohseilen. Bis in die kleinsten Einzelheiten kopiert er den Franklinschen Blitzableiter von 1749, nur daß er in seinem Wahn statt der leitenden Metalle nicht- leitendes Holz und Stroh nimmt. Doch wie so manche Narrheit, so machte auch diese Schule; die Pariser und die Leipziger Akademie nahmen das neue Problem vor, und die langen Zöpfe baumelten lange zwischen dem entscheidenden Ja oder Nein. Endlich sagte man in Paris „Nein", dann auch in Leipzig. Ein sächsischer Privatgelehrter aber verteidigte den Strohseilgedanken noch lange. Wir lächeln über den Mann, und doch macht's mancher unter uns nicht besser als jener, wenn er sich als Spekulant unvorbereitet auf unbekannte Erfinderwege begeben will. F. M. F.
Die Huckettpaßhütte. (Zu dem untenstehenden Bild.) Am 23. August wurde die am Westabhang des Brentamafsivs, vor dem Brentagletscher gelegene Hütte des Berliner Alpenvereins, die unser
Hofphot. E. Bieber. Berlin.
Eugen Gura ch.
Die neue Tuckettpaßhütre des Berliner Mpenvereins in der Brentagruppe.
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