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in Bewegung, um „Verdienst zu erwerben". Auch Gebetsmühlen, die regelrecht durch Wind oder Wasser getrieben wurden, sahen die Reisenden mehrsach. Das Hauptnahrungsmittel der Tibetaner in den von Aßmy durchzogenen Gebieten ist ein Gericht aus Mehl, verriebenem Käse und Salz; es wird mit Tee in den hölzernen Eßnäpfen zusammengeknetet. Höchst merkwürdig berührt uns der Gruß Die auf ihren Ponys oder Vals (Grunzochsest) reitenden Tibetaner, die stets auf den: Rücken die lange Luntenflinte und die zweizinkige Auflegegabel tragen, grüßen nämlich, indem sie eine Hand mit emporgestrecktem Daumen
und Angeschlagenen Fingern erheben und — die Zunge weit hervorstrecken, vr. A. Hn. Adelaide Mstori ck- (Zu dem nebenstehenden Bildnis.) Keiner aus der jüngeren Generation hat die große Tragödin je in ihren: Glanze gesehen, und die ältesten unter uns müssen fast drei Jahrzehnte in ihren Erinnerungen zu- rückblttttern, um ihr schönes Bild aus den mählich verblaßten Farben wieder in sich erstehen zu sehen! Am 29. Januar 1822 zu Cividale in Frianl geboren, ging sie ganz jung zur Bühne, wo anfangs ihre Begabung mehr für das Lustspiel geeignet erschien. In der Zwanzigjährigen aber schon offenbarte sich die große Tragödin. Nach ihrer 1847 erfolgten Verheiratung mit dem Marchese Ginlino del Grillo unterbrach sie während einiger Jahre ihre künstlerische Tätigkeit. Als sie sie wieder — von 1855 ab mit eigener Truppe — aufnahm, hatten ihr Wesen und ihre Kunst die Steigerung und die Fülle der Vollendung erlangt. Der Medea und Franeesea da Rimini, Legouvas Beatrix und der Maria Stuart lieh sie ihr schönes, rein „wie eine antike Gemme"
geformtes Antlitz, die tiefe, hinreißende Leidenschaft ihrer Seele, den warmen, tönende:: Klang ihrer Stimme. Ihr lauschte die Welt: quer
durch Europa, dann durch ganz Amerika, schließlich selbst nach Australien führte sie die bunte Fahrt.
Nun starb sie au:
9. Oktober in Rom,
84jährig. Zwei Kinder trauern um sie.
HinHemmelwers- Denkrnal in Budapest- der Geburtsstadt des genialen Entdeckers der Ursache des Kindbettfiebers, wurde am 30. September d. I. enthüllt. Semmelweis'
Leben (1818—1865) ist ein tragischer Kampf gegen Dummheit und Böswilligkeit gewesen. Seine feste Überzeugung, daß das mörderisch austretende Kindbeltfieber (es starb oft die Hälfte der in den Kliniken behandelten Kranken, während jetzt nur durchschnittlich ein Todesfall auf 2000 Geburten entfällt) durch die schlecht desinfizierten Hände des behandelnden Arztes bedingt werde, stieß ans den leidenschaftlichen Widerspruch der Fachgenossen. Haß und Hohn war die bittere Ernte dieses Forscherlebens, das unverhältnismäßig früh und im Wahnsinn schloß. — So war denn also diese Denk- malsenthüllung eine jener Ehrungen, die an den: großen Toten gutzumachen suchen, was an den: Lebenden gesündigt wurde. — Das Denkmal, von Alois Strobl aus karrarischem Marmor gebildet, erhebt sich in einer kleinen grünen Parkinsel der Innenstadt, in einer Höhe von sieben Metern. Es trägt auf hohem Sockel, den Amoretten umspielen und Efeu- und Eichenzweige anmutig umkränzen, die überlebensgroße und dennoch schlichte Bildnisfigur. Semmelweis ist stehend dargestellt, in ungarischer Tracht, mit Büchern in der Linken. Der stille, gütige Blick ist nach abwärts gerichtet, dahin, wo am Fuß des Denkmals eine junge Mutter sitzt: sie hat ihr
Adelaide Mstori -h.
Denkmal für I. PH Semmelwels tn Budapest Ausgeführt von Alois Strobl.
Die Vorstandsmitglieder des Vereins der deutschen Sortimenter.
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