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Etternklipp.
Nach einem Harzer Kirchenbuch.
Bon
Theodor Fontane.
ii.
er Haidereiter war am anderen Morgen zeitig auf. Er liebte Sonntags früh eine ruhige Betrachtung und einen inspicirenden Gartenspaziergang, an dem er um fo lieber festhielt, als ihm die Woche die Gelegenheit dazu nicht gönnte. Das wußte Jeder im Haus, und natürlich auch Hilde, die, so wenig sie sich persönlich aus Gartendienst und Blumen machte, doch immer emsig beflissen war, Alles fortzuschaffen, was des gestrengen Spaziergängers gute Laune hätte stören können.
Und so war es auch heute, und-der Alte freute sich der überall herrschenden Ordnung. Die Wege waren geharkt, das Unkraut gejätet, und innerhalb der noch grünen Buchsbanmrabatten blühten ihm Astern und andere Herbstblumen entgegen. Ans dem Levkojen- und Resedabeet er
kannte er wohl, daß es geplündert worden war, aber er wußte ja, weshalb, und lächelte nur und war der Unordnung eher froh als nicht. Und zuletzt kam er auch an ein kleines Rondeel, drin neben den rothstenglichen Balsaminen allerhand Rittersporn stand, und er pflückte davon und wollte sich eine der blauen Blüthen ins Knopfloch stecken. Aber er besann sich eines Anderen wieder und warf sie fort.
Indem war Griffel aus dem Hof in den Garten gekommen und hatte dem Haidereiter kaum erst ihren guten Tag geboten, als dieser auch schon bemerkte, daß das aus dem Garten ins Feld führende Gatter bloß angelehnt und nicht geschlossen war. Das verdroß ihn oder war ihm wenigstens nicht recht, und er warf im Gespräch hin: ein Haidereiter habe viel Feindschaft und dürfe das Ge-
Monatshefte, N. 2S7. — Juni I»81. Bierle Folge, Bd. VI. 33.
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