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Jllustrirte Deutsche Monatshefte.
Und Hilde mußte des Abends gedenken, ! waren doch Hände genug am Platze und wo sie mit Martin das letzte Mal das > auch bereit; als sich aber herausstellte,
Lied gesungen hatte. Das waren nun erst drei Jahre; aber ihr war, als läge ein Leben dazwischen.
Am Jlsenstein bog ihr Weg links ab, und man bewegte sich immer langsamer, weil es immer mehr und mehr zu dun-
daß kein Schraubenzieher da war und überhaupt nicht mehr und nicht weniger als Alles fehlte, so kam man zu dem Entschlüsse, daß der Haidereiter mit Frau und Kind den Rest des Weges zu Fuß machen, ein paar von den Emmeroder
keln begann und überall die Baumwur- ^ Burschen aber einen Baum und einen zeln über den Weg gewachsen waren. An ^ Strick aus einem abwärts gelegenen
vielen Stellen lagen auch Steine quer über, auf die dann die Vorderen aufmerksam machten, wenn es nicht glücken wollte, sie bei Seite zu schaffen. Und dann gab es freilich immer noch einen tüchtigen Stoß; aber die Wagen waren doch so fest gebaut — Achsen und Rad aus gutem Harzer Holze —, daß Alles glücklich ans der Schlucht heraus und bis an das Hohensteiner Gasthaus kam, wo der Weg, von alter Zeit her, in zwei Richtungen ging und alles Osterodesche nach
Kohlenmeiler herbeischaffen und über lang oder kurz mit dem nothdürftig wieder in Stand gesetzten Gefährt auf der großen Straße Nachkommen sollten.
Und so geschah's; und nicht lange, sv brach man wieder auf und setzte fröhlich und guter Dinge den Heimweg weiter fort, Hilde mit unter den Vordersten, Bocholt aber im Nachtrab und in allerlei Gespräch mit dem Sägemüller.
Es war ein Gespräch, das ihn mehr als gewöhnlich in Anspruch nahm, und so
rechts und alles Emmerodesche nach links , kam es, daß er einer starken Biegung
mußte.
Baltzer hielt hier und stieg ab, um einen Trunk zu nehmen; als er aber wahrnahm, daß Hilde bang und unruhig wurde und Gesellschaft haben wollte, fuhr
nicht achtete, die die Vordersten des Zuges inzwischen gemacht hatten. Aber nun endlich sah er's und fuhr zusammen und sagte: „Was soll das? Wohin gehen wir?"
„Upp Ellernklipp to. Js joa dat
er, ehe er noch sein Krügel geleert, auf , Nächst'. Un groad' för Ji, Haidereiter.'
der großen Straße den Emmerodern nach, die schon an tausend Schritte vorauf waren. Er sah denn auch bald das Blitzen ihrer Windlichter wieder, die sie von dem Hohensteiner Gasthaus her mitgenommen hatten, und war -— indem er auf dem etwas besser gewordenen Wege die Pferde scharf antraben ließ — eben schon bis dicht an sie heran, als es einen heftigen Ruck gab und Hilde von der
Dem aber war es, als drehe sich ihm Alles im Kopf bernm, und nur mit Mühe hielt er sich an dem Gebüsche fest, das neben dem Wege hinlief. „Ist das ein Tag!" Und dann fing er an zu lachen und waffnete sich mit Trotz, vielleicht in einem Vorgefühl, daß er ihn brauchen werde.
Das Gespräch war inzwischen wieder ausgenommen worden, aber er hörte nicht
einen Seite des Wagens ans die andere ! mehr; er starrte nur noch vorwärts in die geschleudert wurde. Das Rad war ge- ! zerklüftete Wald- und Bergesmasse hinein, krochen, und nur mit Anstrengung hatte ^ und mitunter, wenn eine offene Stelle sie sich, ihr Kind im Arm, an der Lehne ! kam, war es ihm, als sähe er hoch
des Vordersitzes festgehalten.
Anfangs dachte man, ohne sondere Mühe Rath und Hülfe schaffen zu können;
oben den Schattenriß der schrägliegenden Tanne. Ja, die Vordersten mußten schon darail vorüber sein, und er tappte sich