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Deutsche Monatshefte.
Jlln st rirte
suche, jene hohen Wellenberge der arktischen Region zu erstürmen, die der Forschung bis jetzt unüberwindliche Hindernisse entgegen- gcstellt haben, schließt das interessante Werk, aus dem wir hier eine Illustration des Nordcaps geben. Dasselbe erhielt im Jahre 1554 von Chancellor und Burrough, den Genossen der berühmten arktischen Expedition von Wil- longhby — der ersten, die im Norden überwinterte —, seinen Namen, weil sie sich für die Entdecker desselben hielten. Jn- deß hat schon der erste Nordpolfahrer Ottar — etwa um das Jahr 870 — das Nordcap Europa's (71" 10' n. Br.) umsegelt.
Vom NmM(ch nach Stambul ist, wie gesagt, ein weiter Weg — wir legen ihn auf den Zauberschwingen der Phantasie in kürzester Frist zu rück und versetzen uns aus den Regionen des Eises an der Hand eines kundigen Führers im Nu an die Ufer des Goldenen Horns! Das farbige buntbewegte Bild ist voll Reiz und Leben: im
Norden das steingebaute, in Terrassen anfsteigcnde Pera, im Süden Stambul, die kuppet geschmückte Türkenstadt, der elastische Boden von Byzanz! Hier ist jenes erhabene Werk, der Koran, entstanden, der die Grundlage einer Religion geworden, die noch heute über zweihundert Millionen treuer Anhänger zählt. Es dürfte deshalb von Interesse sein, ein Blatt aus diesem Koran nach Schweiger-Lerchcnfeld's vortrefflichem Buche vorzuführen und dann nach Ullmann's „Koran" eine kurze wörtliche Uebersetzung zu geben.
Die vorliegende Drnckprobe beginnt in Mitte der Sure 107, enthält ferner die Sure 108 und die ersten Verse der Sure 109. Die Sure 107, „Die Zuflucht", handelt von dem, der das „zukünftige Gericht" leugnet. Das Blatt beginnt mit folgendem Vers: (Dies ist der,
welcher) „verstößt die Waise und regt Niemanden an, den Armen zu speisen. Wehe denen, welche zwar beten, aber nachlässig beim Gebet sind und nur gesehen sein wollen, und die, welche dem Nothleidenden die Zuflucht versagen." Es folgt die ganze Sure 108: „Wahrlich, wir haben dir gegeben Al' Chautsar (Nektar, Ueberfluß); darum bete zu deinem Herrn und opfere. Wahrlich, der, so dich hasset, soll kinderlos bleiben." Mit dem ersten Vers der
Sure 109, „Die Ungläubigen", schließt das Blatt. Dieser Vers lautet: „Sprich: O ihr Ungläubige, ich verehre nicht das, was ihr verehret."
Es bleiben uns noch einige Worte über das Buch von A. v. Schwcigcr- Lcrchcnfeld zu sagen übrig, von dem jetzt etwa sechs bis acht Fortsetzungen erschienen sind. Nach diesen zu schließen, dürfte das Werk in der That ein vollständiges Gemälde jener Gebiete liefern, deren elastische und cultur- geschichtliche Vergangenheit von jeher das lebhafteste Interesse der ganzen gebildeten Welt erregt hat. Die Schilderungen beginnen mit Albanien, erstrecken sich dann auf Griechenland, Macc- donicn, Stambul, Anatolien, Armenien und Kurdistan. Die arabische Welt: Mesopotamien, die arabische Halbinsel, Syrien und Palästina, soll das interessante Gemälde vervollständigen; hierauf wird das ganze Nilthal bis Abessynien folgen. Tri- politanien und das neuerdings wieder interessant gewordene Tunis sollen den natürlichen Abschluß bilden.
Die Lösung seiner schwierigen Aufgabe hat Schweiger-Lerchcnfeld nach künstlerischer Manier im Genre der sogenannten „historischen Landschaft" unternommen und bis jetzt recht glücklich dnrchgeführt. Das heißt: „das Schwergewicht liegt in der landschaftlichen Schilderung,
Eine Seite aus einem gedruckten Koran.
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