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Der institutionalisierte Konflikt in mehrdimensionalen Organisationsstrukturen ökonomischer soziotechnischer Systeme / vorgelegt von Dieter Wagner
Entstehung
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(2) Die_Verrichtung-Region-Matrix

Die Verrichtung-Region-Matrix kann einerseits eine Weiter­entwicklung des Regionalmanagements beim Verrichtungsmodell darstellen. Sie gilt für den Fall, daß ein relativ homoge­nes Produktprogramm vorliegt, welches in verschiedenen Re­gionen vertrieben werden so112), Deshalb werden auf der obersten Unternehmungsebene Verrichtung- und Region-Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Dabei handelt es sich um die strukturelle Absicherung der politischen Strategie der

Markterschließung®),

Umgekehrt kann als Ausdruck einer Konsolidierungsstrategie in einer Regionalorganisation, z.B. in einer multinationalen Unternehmung den Vertretern von Verrichtungsbereichen, ins­besondere von verrichtungsorientierten Zentralstellen, be­sondere Bedeutung eingeräumt werden. Dabei ist jedoch auch davon auszugehen, daß das Produktprogramm relativ homogen ist. Andernfalls müßten auch den objektorientierten Zentral­stellen besondere Kompetenzen eingeräumt werden. In diesem Falle wäre eine dreidimensionale Organisationsstruktur ge­geben.

(3) Objekt-Region-Matrix

Die Objekt-Region-Matrix kann sowohl zur Weiterentwicklung der Objekt-Organisation als auch zur Konsolidierung der Re­gionalorganisation eingesetzt werden. Im ersten Fall wird der zunehmenden Internationalisierung der Geschäftsbereiche

3), wobei das Produktprogramm heterogen ist und eine fortgeschrittene Unternehmungsgröße vorliegen dürf­

Rechnung getragen

1) Xhnliche Bedingungen gelten für den Bankenbereich, Vgl. die Organisationsstruktur der Dresdner Bank, wo regiona­le und funktionale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden:(Dresdner Bank) 252-256,

2) vgl, Bleicher(Gestaltung) i.Dr.

Diese Problematik gilt insbesondere für die Chemische Industrie in der Bundesrepublik Deutschland. Vgl. Selinger(BASF) 17-22,