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Humanität und Rationalität in Personalpolitik und Personalführung : Beiträge zum 60. Geburtstag von Ernst Zander / hrsg. von Helmut Glaubrecht und Dieter Wagner
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Konzeptionen des Strategischen Personalmanagements 47

Alle Teilfunktionen des SPM sind auf das vorgegebene Ziel hier: Leistung (performance) auszurichten. Dies geschieht durch Personalauswahl nach dem Prinzip der Bestenauslese als wesentliche Voraussetzung für hohe Leistung. Die Beurteilung der erbrachten Leistung liefert die benötigten Informationen für die leistungsorientierte Entlohnung und Anreizgestaltung sowie für die Perso­nalentwicklung. Durch Leistungsentlohnung werden die motivationalen, durch Personalentwicklung die kognitiven Bedingungen für hohe Leistung geschaffen.

WelcheLeistung durch das SPM im konkreten Einzelfall erbracht werden soll, wird ebenso wie die Inhalte der strategischen Personalfunktionen von der jeweiligen Unternehmensstrategie und anderen Kontextfaktoren des SPM spezi­fiziert. Der globalen Aufgabenstellung entsprechend, die der Michigan-Ansatz für das SPM vorsieht, stehtLeistung stellvertretend für das übergeordnete Ziel, die Implementierung der gewählten Unternehmensstrategie bestmöglich zu unterstützen.

b) Abstimmung des Strategischen Personalmanagements mit Unternehmens­strategie und Organisationsstruktur

Auf der nächst höheren Ebene der Aufgabensynthese ist das SPM in den größe­ren Zusammenhang des Strategischen Managements einzuordnen. Das Strategi­sche Management im Sinne des Michigan-Ansatzes ist definiert als die Gesamt­heit von Unternehmensziel und Unternehmensstrategie, formale Organisations­struktur und schließlich Personalmanagement.!® SPM ist somit eine von mehre­ren Komponenten des Strategischen Managements, die als Subsysteme interpre­tiert werden können. Die Verknüpfung dieser Subsysteme zu einem effizienten SystemStrategisches Management ist ein Problem.

Der Michigan-Ansatz geht von der klassischen TheseStructure follows Strate­gy aus!!; diese wird ergänzt und erweitert durch die Forderung, daß auch Orga­nisationsstruktur und SPM aufeinander abgestimmt werden sollten, um die Im­plementierung der gewählten Strategie günstig zu beeinflussen. Angestrebt wird einbest fit der einzelnen Komponenten des Strategischen Managements als Voraussetzung für höchstmögliche Effizienz des Systems in einer turbulenten Umwelt(vgl. Abb. 4).!2

Das Modell hebt die Notwendigkeit hervor, das SPM in Abstimmung mit der je­weiligen Unternehmensstrategie zu gestalten. Der BegriffStrategie wird dabei in Anlehnung an Chandler definiert als