Konzeptionen des Strategischen Personalmanagements 47
Alle Teilfunktionen des SPM sind auf das vorgegebene Ziel— hier: Leistung („performance“)— auszurichten. Dies geschieht durch Personalauswahl nach dem Prinzip der Bestenauslese als wesentliche Voraussetzung für hohe Leistung. Die Beurteilung der erbrachten Leistung liefert die benötigten Informationen für die leistungsorientierte Entlohnung und Anreizgestaltung sowie für die Personalentwicklung. Durch Leistungsentlohnung werden die motivationalen, durch Personalentwicklung die kognitiven Bedingungen für hohe Leistung geschaffen.
Welche„Leistung“ durch das SPM im konkreten Einzelfall erbracht werden soll, wird ebenso wie die Inhalte der strategischen Personalfunktionen von der jeweiligen Unternehmensstrategie und anderen Kontextfaktoren des SPM spezifiziert. Der globalen Aufgabenstellung entsprechend, die der Michigan-Ansatz für das SPM vorsieht, steht„Leistung“ stellvertretend für das übergeordnete Ziel, die Implementierung der gewählten Unternehmensstrategie bestmöglich zu unterstützen.
b) Abstimmung des Strategischen Personalmanagements mit Unternehmensstrategie und Organisationsstruktur
Auf der nächst höheren Ebene der Aufgabensynthese ist das SPM in den größeren Zusammenhang des Strategischen Managements einzuordnen. Das Strategische Management im Sinne des Michigan-Ansatzes ist definiert als die Gesamtheit von Unternehmensziel und Unternehmensstrategie, formale Organisationsstruktur und schließlich Personalmanagement.!® SPM ist somit eine von mehreren Komponenten des Strategischen Managements, die als Subsysteme interpretiert werden können. Die Verknüpfung dieser Subsysteme zu einem effizienten System„Strategisches Management“ ist ein Problem.
Der Michigan-Ansatz geht von der klassischen These„Structure follows Strategy“ aus!!; diese wird ergänzt und erweitert durch die Forderung, daß auch Organisationsstruktur und SPM aufeinander abgestimmt werden sollten, um die Implementierung der gewählten Strategie günstig zu beeinflussen. Angestrebt wird ein„best fit“ der einzelnen Komponenten des Strategischen Managements als Voraussetzung für höchstmögliche Effizienz des Systems in einer turbulenten Umwelt(vgl. Abb. 4).!2
Das Modell hebt die Notwendigkeit hervor, das SPM in Abstimmung mit der jeweiligen Unternehmensstrategie zu gestalten. Der Begriff„Strategie“ wird dabei in Anlehnung an Chandler definiert als