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Humanität und Rationalität in Personalpolitik und Personalführung : Beiträge zum 60. Geburtstag von Ernst Zander / hrsg. von Helmut Glaubrecht und Dieter Wagner
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Konzeptionen des Strategischen Personalmanagements 51

operativen Entscheidungsebenen abgegrenzt werden könnte. Abweichend vom Michigan-Ansatz ist letztlich das gesamte Personalmanagementstrate­gisch, wenn und soweit es auf die Erreichung strategischer Ziele und Effizienz­kriterien der Unternehmung gerichtet ist. Häufig wird daher anstelle des Begriffs Strategisches Personalmanagement ganz allgemein vom Personalmanagement und dessen gewünschtestrategic outcomes gesprochen.

Noch auf eine weitere Besonderheit des INSEAD-Ansatzes ist hinzuweisen. Das SPM wird so eng mit dem allgemeinen Management verknüpft(SPM als Aufga­be des General Managers, daß eigene Ziele und eigene(funktionale) Strategien des Personalmanagements als Problembereiche ausgeklammert werden. Damit unterscheidet sich der INSEAD-Ansatz erheblich von dem später zu besprechen­den Stuttgarter Ansatz.

2 Zielbezug und Effizienzkriterien des Strategischen Personalmanagements in verschiedenen Organisationskulturen

Es werden die folgenden Effizienzkriterien des SPM(=strategic outcomes) unterschieden!?

(1) Soziale Gerechtigkeit(equity) und zwischenmenschliche Beziehungen(in­terne Orientierung)

(2) Wettbewerbsfähigkeit bzw. Implementierung der jeweiligen Unternehmens­strategie gegenüber der Umwelt(externe Orientierung)

(3) Innovation und Flexibilität(Organisation-Umwelt-Beziehung)

(4) Innerbetriebliche Integration von Organisationseinheiten in komplexen Un­ternehmen

a) Soziale Gerechtigkeit und zwischenmenschliche Beziehungen

Unter der Bezeichnungequity and human relations werden im wesentlichen die mitarbeiterorientierten Sozial- oder Humanziele der Unternehmung zusammen­gefaßt. Das SPM soll zur Erreichung dieser Ziele beitragen. Beispielhaft genannt werden die Sicherstellung der Lohngerechtigkeit durch Verfahren der Arbeitsbe­wertung, die Humanisierung der Arbeitsbedingungen, die Pflege der zwischen­menschlichen Beziehungen etc. Die Erreichung dieser sozialen Ziele wird als eine wesentliche Vorbedingung für die Erreichung ökonomischer Ziele angesehen.

b) Wettbewerbsfähigkeit bzw. Implementierung der jeweiligen Unternehmens­strategie

In Anlehnung an Porter? werden zwei alternative Unternehmensstrategien zur Erringung eines Wettbewerbsvorteils auf den Absatzmärkten unterschieden: die Kostenführerschaft(Produktion zu möglichst geringen Kosten) und diePro­