Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1910) Die Geschichte / von Gustav Albrecht ...
Entstehung
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arbeitete zunächst stier mit Borsig zusammen, dem er auch in seine neugegründete Fabrik folgte. Wöhlert baute mit Borsig zusammen die erste Lokomotive und wurde dann von der Königlichen Eisengießerei zum Abteilungsvorsteher berufen. Die Be­amtenstellung aber bestagte ihm nicht lange. Er war zum Unternehmer geboren. 5o gründete er 1842 in der EHausseestraße 36/37 eine eigene Maschinenfabrik und Eisen­gießerei. Die Königliche Seestandlung in Berlin hatte ihm das Kapital hierzu vor­geschossen. Besonders der Lokomotjvbau entwickelte sich sehr zufriedenstellend. s864 beschäftigte die Fabrik etwa 800 Arbeiter. Gebaut wurde so ziemlich alles. Wöhlert setzte seinen Ehrgeiz darein, auch die schwierigsten technischen Aufgaben in seiner Fabrik zu lösen. Ein kurzesMach ick" soll stets seine Antwort auf jede Anfrage ge-

Abb. S8. Borsigs Lokomotivfabrik ;850.

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wesen sein. H872 verkaufte er seine Fabrik, die bald in eine Aktiengesellschaft um­gewandelt wurde. Damals waren etwa f000 Arbeiter beschäftigt. Unter den großen Gründerkrachen in den siebziger Jahren hatte auch sie sehr zu leiden. Sie hielt sich noch bis zu den achtziger Jahren und wurde dann aufgelöst. Wöhlert starb fast ganz erblindet in Berlin f877 und wurde auf dem Invalidenkirchhof begraben.

Diese vier ersten großen Maschinenbauer, die wir erwähnen konnten, waren aus dem Handwerkerstand hervorgegangen; Mechaniker, Schlosser, Zimmermann und Tischler statten sich zu großen Industrieherren empor gearbeitet.

Zwei andere große Berliner Maschinenbauer, von denen wir noch kurz einiges zu berichten Haben, Hoppe und Schwartzkopff, gehörten bereits einer anderen Gesellschaftsklasse an. Sie hatten die Borteile guter Schulbildung