Druckschrift 
Beschreibung Des Fehr-Dammes Zu FehrBellin : 1. Wie lang der Fehr-Damm ... erhalten werden muß. 2. Wer die Materialien an Sand und Steinen ... lassen muß. 3. Welchie die Anfuhre zu thun schuldig. 4. Auch welche bey Erbawung der Brücke Hand-Dienste thun müssen. 5. Und welche dahingegen von dem Brükken-Gelde befreyet seyn / Beschrieben in Anno 1645. durch den domaligen Churfürstl. Amptschreiber Herr Johann Kochen. In Anno 1664. Revidiret/ durch die domalige Beampte/ mit Zuziehung des Zollverwalters/ Johann Schneiders. Und in Anno 1680. abermal Revidiret ... und wieder in richtigen Stand gebracht ...
Entstehung
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fo Bredowiſche Güter erkaufft beſchweret/ daß dieſelbe ihrer Jag­ten vornemblich nach rohten hohen Wild ſehr gemißbrauchet/ daß ſich darauff Hauß Khriſtoff von Bredow Parum George von Bre­dow/ Jochim Chriſtoff von Bredow/ Hans Jochim von Maltitz/ und Victor von Quitzo/ welche beyde letztere auch Bredowiſche Guͤ­ter erhandelt/ unterthaͤnigeſt angegeben/ Und wiewol ſie hochbe­theuret/ daß ſie niemal ihre Jagt⸗Gerechtigkeit gemißbrauchet/ dan­nenhero des unterthaͤnigſten Vertrauens waͤren/ hoͤchſtgedachte Se. Churfuͤrſtl. Durchl. wuͤrden fie bey ihrem von undencklichen Jahren her gehabtem Rechte gnaͤdigſt ſchützen/ jedennoch ſie ſich gegen Se. Churfuͤrſtl. Durchl. aus unterthaͤnigſter devotion ge­

horſamſt dahin erboten/ auff nachfolgende Art auff allen ihnen

zuſtehenden Gütern und Hoͤltzungen⸗ und unter denen auf den groſ­ſen Zotz ſich des Jagens und Schieſſens nach hohem rothen Wild zuverzeihen und zu begeben.

Erſtlich/ weil das Sr. Churfuͤrſtl. Durchl. zu dem Ampte Fehr Bellin zuſtehende Jus lignandi auff ihren Holtzungen zu ihrem hoͤchſten Schaden ſehr gemißbrauchet; So verſprechen Se. Chur­fürſtl. Durchl. hiemit gnaͤdigſt daß es hinfuͤro auff folgende Art damit gehalten werden ſol: Nemlich/ daß das zum Ampte und Muͤllen benoͤthigte Bawholtz an Eychen und Kiehnen von denen von Bredow/ auff Erfordern der Beampten/ jedes mals angewie­ſen und mit ihrem Eiſen angeſchlagen/ jedes Schock auch mit Funf­zehen Reichsthalern durch die Bancke denen von Bredowen be­zahlet werden ſol.

Zum Andern/ das benoͤthigte Brennholtz ſol im Winter an weichem Holtz jährlich Acht Ruthen lang und Acht Ruthen breit angeſchalmet/ von denen von Bredow denen Beampten angewie­ſen/ und ohne Bezahlung abgefolget werden. Solten aber ſol­che weiche Winter ſeyn/ daß man zu dem weichen Holtze nicht ge­langen koͤnte/ ſo ſol alsdann ſo viel Lager⸗Holtz zum Brandholtz abgefolget werden: Dafern aber auch nicht Lager⸗Holtz genug ver handen ſeyn würde/ ſo ſollen duͤrre Eychen/ Buͤchen und an­dere unfruchtbare Baͤume von denen von Bredow denen Be­ampten angewieſen und ohnentgeltlich abgefolget werden. Alldie­weil aber auch das Ampt des Juris lignandi auff des Oberſten Lü­dickens und deren von Hacken Heyden/ wie auch zu Lienumb be­rechtiget/ fo wollen Se. Churfuͤrſtl. Durchl. denen Beampten zu Fehr Bellin hiermit anbefohlen haben/ hierunter Gleichheit zu hal­ten/ und durchaus einen vor den andern nicht zu beſchweren. Wür­den auch die Beampte ſich unterſtehen/ wider dieſe Churfürſtl. gnaͤdigſte Verordnung zu handeln und eigenmaͤchtiger Weiſe fn

allen

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