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Preußiſch⸗Sächſiſche Armee an der mittleren Kaiſerſtraße von Budweis bis Znaim echelonnirt, 40 000 Mann ſtark, das Hauptquartier des Königs in Znaim .
Die vorbereitenden Bewegungen ſind zu Ende, und von Inaim aus ſchickt der König den zweiten Plan an den Kardinal Fleury und den nunmehrigen Kaiſer Karl Albert. Er iſt von dem König eigenhändig niedergeſchrieben und es heißt in demſelben:
„Um das Haus Oeſterreich zur Annahme der von den Verbündeten ver— einbarten Theilung zu zwingen, iſt es nöthig, daß der König von Frankreich eine Armee von 30 000 Mann in voller Stärke unter dem Befehl des thätigſten Offiziers(J. B. des Marſchalls Belle⸗Isle) in Marſch ſetzt, daß dieſes Korps ſich bei Um verſammelt, dort große Donauflöße herſtellt, um die geſammten Magazine mit ſich führen zu können, daß dieſes Korps auf Donauwörth vorgeht, die Oeſterreicher aus Bayern und Ober⸗Oeſterreich vertreibt und ſich zum Herrn von Paſſau und Linz macht.
Man könnte das Korps des Marſchalls Broglie durch Reichstruppen verſtärken, d. h. durch diejenigen der Pfalz , von Cöln, Bamberg und die 6000 Heſſen , deren Mitwirkung man bei richtigem Verhalten erreichen könnte; dies würde Alles in Allem 30 000 Streitbare ausmachen.
Die Sachſen im Verein mit Meinen Truppen, welche ſich gegenwärtig an der Taya befinden, ſind 40 000 Mann ſtark.
Dieſe drei Armeen, welche in der von Mir oben angegebenen Weiſe aufmarſchirt ſind, werden die Aufmerkſamkeit des Feindes in drei verſchiedenen Richtungen feſſeln. Bildet er drei Korps, um nach allen Seiten Front zu machen, ſo iſt er auf allen Punkten der Schwächere. Stellt er ſich nur zweien dieſer Korps entgegen, ſo kann das dritte ohne Widerſtand handeln und wird infolgedeſſen die Königin von Ungarn zur Annahme des Friedens zwingen.
Die Operationen des Korps in Bayern werden ſich gegen Ober⸗Oeſterreich, diejenigen des Marſchalls Broglie gegen Tabor, Budweis und Linz richten, woſelbſt er ſich nach Bedarf mit dem Bayeriſchen Korps vereinigen kann. Meine Operationen werden Brünn , Preßburg und Wien zum Ziel haben, wenn der Feind ſich denſelben nicht mit überlegenen Kräften entgegenſtellt, in dieſem Falle aber brauche Ich ihm nur die Stirn zu bieten, um den anderen Armeen die Durchführung dieſes Planes ohne Widerſtand zu ermöglichen.
Es handelt ſich alſo nur darum, gute Vorbereitungen zu treffen, das gegenſeitige Einvernehmen ſicher zu ſtellen und energiſch zu handeln.
Ich bin der feſten Ueberzeugung, daß uns, angeſichts der Zerrüttung der Oeſterreichiſchen Armee, die Ausführung dieſes Planes im Juli den Frieden bringen wird.“*)
Noch ſchärfer wie in dieſem Plane ſprechen ſich des Königs Abſichten
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