Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
283
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383. Fünfter Theil,. Buch, Vn. Kap. Von der Stat Witſtet

ydt aͤberſt Sacke und dat ſcheghe, dat der Borgere welcke van Witzſtock hunde mede nehmen in die vorgeſchrewen holte und heiden und de lepen in unſern Haghene und Netten, edder mit ere Waghene voͤren dorch den haghe­ne edder dat Wild van dem füge ſchreckeden dat ſcholen wy edder die unſen En edder der Eren

nyene wyſe tho arge effte tho varen kehren.(von neuem beſtaͤtiget worden.

Und die vorgeſchrewen Rathmanne und Ge­meine der bvorgeſchrewen Stadt Witzſtock ſcholen hebben, heholden und bruckeliken be­ſitten tho eynem rechten Egendom de Koe­tzerheiden und allen holten, uthgenommen wat wy unß daran beholden hebben, als vorge­ſchrewen ſteit, und die dorpſteden und Velt­marcken vorbeſchrewen, als Schonefeldt, groten Berlin, Glaue und Wuſterrade und

allen eren Acker, buwett und ungebuwett,

wyßgen, holten, weyden, Greſingen wate­ren Nutzen thobehorungen und allen Rechtig­heiden alſo de liggen in eren Scheiden. Ock ſcholen fe hebben und beholden alle Maſt in deſſen vorſchrewen holten, uhtgenomen wat wy unß daranne beholden hehben alſe vorge­ſchreuen is. Were ock dat deſſe vorgeſchreue­ne dorpſtedten, edder etwelcke darmanck he­ſeten worden ſo ſcholen wy unß daran hebben unde heholden, bede und dienſt unde bruck­licken beſitten. Hieran und auer geweſet gun die Erwerdigen Heren Her Henning

Wotenau Praueſt to Havelberge und Here Hinrick Cran Praueſt tho Frede­landt. Here Matthies von Jagow Ritter, Henningh Worborgh, Otto Veregge, Lüdecke Varnſtede, und Achim von Pen: tze, die diſſe Sacke gededinget und in frund­ſchaft twei geſpraken hebben und vorſcheiden

von beyden deylen. Alle duͤſſe vorgeſchre­wene Stuͤlke und ein jewelk Artickel an ſik lauen wir Ergenandten Herrn und unſen

Eruen und Nakoͤmlinge den Erbarn Rat­

mannen und gantze gemeynten unde Eren Nakomelingen unforbrocken ſtede und haſte wol tho halden ſunder argh und ane alles ge­ferde, des tho grotern und mehr hekantnuͤß hebbe wy unſe Ingeſegele henged benedden an diſſen brief de geuen und ſchreuen es tho Nygen Brandenborch nha Chriſti Gebort unſers Herrn duſſendt Jar bier hundert Jar darna am vief und biertigiſten Jare am don­nertage na Mitfaſten. ,,

Als auch nachmahls von dem hauſe Wre­denhagen wegen der höoͤltzung und ſchweine ſtreitigkeit Äreget worden: iſt am 6 Juni A. 1578 zwiſchen Herzog Ulrichen und der Stat dieſerwegen ein richtiger vergleich ge­

284 troffen worden, und dann leztlich iſt ez 2 Jun. A. 1671 vermoͤge. ceſſus wegen der Maſtſchweine, ſo das haus Wredenhagen in hieſiger heide jagen ſoll, auf eine gewiſſe anzahl gerichtet und die alte ke ceffe und berträge von A. 1 445 und 1578, in einem und andern punkte erklaͤhret und ͤ Und iſt hier­bei zu merken, daß der Raht in. der Uniberſitaͤt Roſtok ein reſponſum 1600 unter berdekten namen eingeholet, und die Witſtokker unter dem namen der Stat Frankfurt a. d. O. die on Wredenhagen aber unter Zuͤllichow vorgeſtellt. Was wegen graͤnzſtreitigkeiten mit den Erafen von Ruppin 1347 vorgegangen, da. von wird in den Ruppin. Geſch. gehandelt werden. ö) Naͤhſt dieſem iſt auch der Statgerechtigs keit auſſer landes zugedenken, daß ſie nehm. lich gleich andern Maͤrkiſchen Staͤten zu Lit bek zollfrei ſei, worin ſie auch noch ietzo in beſtaͤndigen beſitz iſt. Dero zuſtand nach aber innerhalb landes gehoͤret ſie nicht zu den Staͤnden der Mark, oder hat jura ſtatuum: ſundern weil fie eine ehemahlige Biſchoͤfliche Stat geweſen, ſo iſt fie Sr. Koöͤnigl. Maj. gleichwie Fuͤrſten­walde in der Mittelmark aus gleichmaͤßi­ger urſache unmittelbar unterworfen. Da­her auch in einem abſchied von A. 1645. Jan. als in dem Contrihutionswerk et: was rege gemacht worden, Churf. Friedrich Wilhelm nicht wohl genommen, daß ihm ſeine Hoheit, ſo ihm über dero immediat Stat Witſtok zu ſtuͤnde, ſtreitig gemacht werden ſollte; ihm auch vorbehalten frei und unverhunden die Stat Witſtok wegen der Contribution entweder der Ritterſchaft oder der Staͤte Corpori feines gefallens zuzule­gen; iedoch damahls geſchehen laſſen, daß die Stat der Ritterſchaft Corpori contrißut­ren moͤgen ꝛc. Iſt auch zugleich bemittelt worden, daß fie den zwölften theil zu der ordinairen Contribution des landes auſſer den Staͤten beitragen ſollen, dabei es auch bisher noch fein bewenden hat S. Hr. b. Thie­len Contrib. Einricht. ſ 48. e. Nachdem auch die Koͤnigl. Acciſe allhier eingefuͤhret worden, ſo fleußt davon monat­lich ohngefehr hei 200 rthl. in der Ritter­{haft Calle, die uͤbermaſſe aber gehet in die gemeine Koͤnigl. Calle, IX. Von dem Gildenrechte und andern Iuribus des Magiſtrats iſt kurz zuvor ge­handelt worden: der ort der n,,