Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1751)
Entstehung
Seite
285
Einzelbild herunterladen

285 Fimfter Cheil, Il. Buch. Vll

deſſelben, das Rahthaus, ſtehet auf dem al­ten markt, und war das Lobium da man unten durchging, nachdem 1527 am abend Mar. Rein. da die verſetzung geweſen war, das alte eingefallen, A. 1529 zubauen an­gefangen und in Vigilia Purif. Mariae A. 1531 vollbracht worden. Die Audience­und Schoͤppenſtube waren gewölbet, wie auch unten das Lobium, nebſt welchem die broht und fleiſchſcharne, ganz unten der ge­woͤlhete Statkeller befindlich. Oben auf demſelben war die Wage, wie auch die Tuch­ſchau, ingleichen die feuerſpritzen und an­dere inſtrumenten zum loͤſchen. Das I hea­trum oder Krahmhode, deſſen in Biſchof Henrichs des ll. freiheitsbriefe gedacht wor­den, waren die Hakenbuden naͤhſt dem Raht­hauſe. Das ehemablige Rahthaus, ſo vor dieſem geweſen, ſtund auf dem Neuen Markte und fuͤhrete noch den namen, war aber ſon­ſten ganz oͤde, iedoch wurden die feuerleitern und baumaterialien darin verwahret. A. M6 aber in dem groſſen brand iſt das Rahthaus auch in einen ſteinhaufen verwandelt, iedoch wieder hergeſtellet, und 1726 der thurm auf­geſetzet worden. Die A. 1711 den Magi­ſtrat führende perſonen fein geweſen Burge­meiſtere: Herr Chriſtian Srumbach von Salzwedel luris Practicus und Notar. Publi­cus, nachmahls worthaltender Burgemeiſter. Johann Goͤring buͤrtig von Slame in interpommern, ſuris Practicus und Notar. Publ. auch des Kloſters zum H. Grabe Syn­dicus und Juſtitiarius der Adel. haüſer zu Freienſtein, Meyenburg ꝛc. Kaͤmmerer Johann Chriſtoph Schirmeiſter aus Marienwerder in Preuſſen, zugleich des Witſtolkiſchen Diſtricts Landeinnehmer. Rahtsverwande: Stephan George Kru­ſemark aus Perlberg zugleich Acciſcein-­nehmer und Poſtmeiſter, Jakob Zeche bon Witſtok zugleich Secretarius und der Adel. haůſer Frezdorf, Herzſprung, Horſt, Gras bo ꝛc. Jaſtitiarius. Chriſtian Weber. Von der nachgehends ergangenen veraͤnderung (wegen des Statregiments ſ. oben J. B. IJ. K. XXII. F§. n. 2. ſ. 112. Die ietzige fein 1. Hr. Jal. Chn. Katſch aus Brandenb. Conſul Dirigens. 2. Hr. Joach. Jak. Hermes aus Wit­ftof, Proconſul.; 3. Hr. Joach. Friedr. Schulze aus Ar­nehurg, Conſul Honorar. und Poſtmeiſter.

Hr. Ehph. Joach. Georgi aus Wit­(ot Ci Honorar. und Med. Doctor.

Kap. Von der Stat Witſtok.. 286

5. Hr. Mich. Hering aus Kyritz Rahts­herr und Kaͤmmerer.

6. Hr. Joach. Chn. Baumgarten aus Putlitz, Rahtsherr und Acciſcemnehmer.

7. Hr. Mich. Gottl. Haſſe aus Bran­denburg, Secretarius.)

Unter denen in den naͤhſt verfloſſenen zei­ten geweſenen Rahtsverwanden iſt inſonder­heit des Joach. Conr. Steins zugedenken, welcher zugleich Rahtsberwandter und Secre­tarius geweſen, und der Autor der bisher etliche mahl angef. Habelb. Geſchichte iſt.

Aus den alten zeiten werden in dem Tuch­macher freiheitsbrief von A 1325 genannt. a Di Johannes Schwanenberg,

enr. Hokemann, Luchte, Henrich Dri­ves, Bartholomæus Sconove Heine dictus Ru­cintuarmene. Die Nahmen derienigen ſo A. 1539 durch einen unvermuhteten fall auf der Biſoöͤflichen Burg, werden in dem folgenden 5. XII. angefuͤhret.

Burgemeiſter Chriſt off Scheplitz en leich­

ſtein lieget auf dem plaz gegen der Kanzel, deſſen aufſchrift, ſo viel man wegen hinder­nuͤß der ſtuͤhle noch leſen können, alſo lautet: Der Ernueſter und wolweiſer Chriſtoff Scheplitz, Burgermeiſter allhier iſt. 27. den 20 Sept.... A. 1608 den 27 Maͤrz.... Jahr 6 Monat 6 tage lieget.... dieſem Stein deſſen Seele .. geruhen und dem leibe eine. erſtehung.... wolle. Symbolum. Poſt tenebras ſpero Lucem. Iaachimus Schep­liz ſeni optimo fieri curavit. In der mitte ſtehet das Scheplitziſche Wapen 2 beile uͤbereinander. Sier iſt auch billig nochmahls des Stat­ſecretarii Joach. Konrad Steins zugeden­ken, der um die Stat, wie oben ſchon ge­meldet I. 5. ſich ſo verdient gemacht. Sei­nen lebenslauf hat der Secretair Zeche auf­geſetzet, und werden bei anderer gelegenheit mehrere umſtaͤnde borkommen, hier aber nur zumerken ſein, daß er 1650. 20 Febr. zu Habelberg gebohren und 1704 tags vor la­cobi 16 Jul. geſtorben, und am 24 Jul. bes erdiget worden alt 54 jahr. Seine ſinnrei­che grabſchrift, welche der Archid Hr. Stok­ſiſch verfertiget, verhaͤlt ſich alſo:

Hier liegt ein edler Stein vom edlen Stein

erzielet, Der mit geſchiklichkeit und kuͤnſten ſchoͤn ges l ſpielet: Ein Stein war feine luſt, muſt auch die plage ſein Nun iſt fein glanz dahin, izt dekt ihn erd und Stein. 1. Er

, g ü n

.

.

nn