Heft 
(1996) 6
Seite
81
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Studienbereich

n

Allgemeine Psychologie I

Studiensemester

Summe

Arbeits­

1. 2. 3. 4.

aufwand

Allgemeine Psychologie II

1

Persönlichkeits- und Differentielle 8 10 10 12

Psychologie

Entwicklungspsychologie

Biopsychologie

Sozialpsychologie

Methodenlehre

Berufserkundung

cr

Empirische Praktika

Wissenschaftstheorie und Geschichte

der Psychologie

SWS

pro SWS

40

2- fach

J

4 4 4

2 2

4 4

2

2 2 2

222

3- fach

3- fach

2- fach

6

1- fach

16 18 18 20

72

1-

-

Lie

Darüber hinaus sind Lehrangebote aus Nachbardiszipli­nen zu nutzen. Die Aufteilung der Lehrveranstaltungen in dieser Tabelle gilt als Empfehlung, nicht als Vorschrift.

( 3) Die Angaben über den Arbeitsaufwand pro Seme­sterwochenstunde dienen einer realistischen Einschät­zung des erforderlichen Aufwandes. Diese Zahlen sind als mittlere Erfahrungswerte anzusehen; sie berücksich­tigen, daß die Erarbeitung eines Referates ein Mehrfa­ches dieses Aufwandes erfordern kann, während Lehr­veranstaltungen ohne Eigenleistung häufig mit geringerer Vor- und Nachbereitung auskommen.

§ 12 Studieninhalte

1. Studieneingangsphase:

Eine Orientierungswoche für Studienanfänger wird je­weils in der ersten Woche des Wintersemesters angebo­ten. Sie macht den Studierenden vor allem mit den Stu­dienbedingungen und mit der Ausbildungsstätte vertraut. Ihr folgt eine Einführungsveranstaltung, die über die Gliederung der Psychologie und über Arbeitsweisen im Studium informiert.

2. Allgemeine Psychologie:

Die Allgemeine Psychologie befaßt sich mit den grund­legenden Aspekten der Psychologie und psychologischer Erkenntnis. Ihr sind Lehrveranstaltungen über Funktions­bereiche wie Wahrnehmung, Lernen, Denken, Gedächt­nis, Sprache, Motivation usw. zugeordnet. Darüber hin­aus werden hier die historischen und methodologischen Bedingungen psychologischer Theorienbildung analy­siert. Der Umfang dieses Faches bedingt die Aufteilung in zwei Prüfungsfächer, deren Gegenstände jedoch in gegenseitigem Bezug zu behandeln sind. Zum Fach " Allgemeine Psychologie I" gehören die Themenbereiche Wahrnehmung, Motorik, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken, Sprache sowie Wissensorganisation und Wis­senserwerb. Zur" Allgemeinen Psychologie II" gehören die Themenbereiche Lernen, Gedächtnis, Motivation und Emotion.

3.

Entwicklungspsychologie:

In der Entwicklungspsychologie werden menschliches Erleben und Verhalten unter dem Aspekt ihrer Entste­hung und Veränderung behandelt. Diese Disziplin be­handelt die Genese besonderer Funktionen wie Wahr­nehmung, Kognition oder Motivation. In der Entwick­lungspsychologie unterscheidet man traditionell nach Lebensabschnitten( z.B. frühe Kindheit, Alter) sowie nach Entwicklungskontexten( z.B. Familie, Gleichaltri­gengruppe). Die Entwicklungspsychologie schafft eine wesentliche Grundlage für die Pädagogische Psycholo­gie.

Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie: Dieses Fach umfaßt zwei sich ergänzende Ansätze:

a) Die Differentielle Psychologie ist auf die Erfassung und psychologische Interpretation der individuellen Be­sonderheiten ausgerichtet und ergänzt damit die Betrach­tungsweise der Allgemeinen Psychologie. Methodisch ist sie eng mit der Psychodiagnostik verbunden.

b) Die Persönlichkeitspsychologie betont die intraindivi­duellen Zusammenhänge im Handeln und Erleben der Person und interpretiert mittels verschiedener Persön­lichkeitstheorien die Bedingungen der Individualität.

5. Sozialpsychologie:

Die Sozialpsychologie beschreibt und analysiert die soziale Bedingtheit und die sozialen Folgen individuellen Handelns. Sie hat hierzu eigene Forschungsbereiche entwickelt, wie z.B. soziale Informationsverarbeitung, Einstellung, Personenwahrnehmung, Interaktion in Grup­pen usw. Das methodische Spektrum der Sozialpsycho­logie umfaßt neben experimenteller Forschung im Labor und im Feld Methoden der Befragung und Beobachtung. Die Teildisziplin der Angewandten Sozialpsychologie beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit sozialpsychologi­scher Fragestellungen und Befunde auf gesellschaftliche Probleme und Institutionen.

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