Studienbereich
n
Allgemeine Psychologie I
Studiensemester
Summe
Arbeits
1. 2. 3. 4.
aufwand
Allgemeine Psychologie II
1
Persönlichkeits- und Differentielle 8 10 10 12
Psychologie
Entwicklungspsychologie
Biopsychologie
Sozialpsychologie
Methodenlehre
Berufserkundung
cr
Empirische Praktika
Wissenschaftstheorie und Geschichte
der Psychologie
SWS
pro SWS
40
2- fach
J
4 4 4
2 2
4 4
2
2 2 2
222
3- fach
3- fach
2- fach
6
1- fach
16 18 18 20
72
1-
-
Lie
Darüber hinaus sind Lehrangebote aus Nachbardisziplinen zu nutzen. Die Aufteilung der Lehrveranstaltungen in dieser Tabelle gilt als Empfehlung, nicht als Vorschrift.
( 3) Die Angaben über den Arbeitsaufwand pro Semesterwochenstunde dienen einer realistischen Einschätzung des erforderlichen Aufwandes. Diese Zahlen sind als mittlere Erfahrungswerte anzusehen; sie berücksichtigen, daß die Erarbeitung eines Referates ein Mehrfaches dieses Aufwandes erfordern kann, während Lehrveranstaltungen ohne Eigenleistung häufig mit geringerer Vor- und Nachbereitung auskommen.
§ 12 Studieninhalte
1. Studieneingangsphase:
Eine Orientierungswoche für Studienanfänger wird jeweils in der ersten Woche des Wintersemesters angeboten. Sie macht den Studierenden vor allem mit den Studienbedingungen und mit der Ausbildungsstätte vertraut. Ihr folgt eine Einführungsveranstaltung, die über die Gliederung der Psychologie und über Arbeitsweisen im Studium informiert.
2. Allgemeine Psychologie:
Die Allgemeine Psychologie befaßt sich mit den grundlegenden Aspekten der Psychologie und psychologischer Erkenntnis. Ihr sind Lehrveranstaltungen über Funktionsbereiche wie Wahrnehmung, Lernen, Denken, Gedächtnis, Sprache, Motivation usw. zugeordnet. Darüber hinaus werden hier die historischen und methodologischen Bedingungen psychologischer Theorienbildung analysiert. Der Umfang dieses Faches bedingt die Aufteilung in zwei Prüfungsfächer, deren Gegenstände jedoch in gegenseitigem Bezug zu behandeln sind. Zum Fach " Allgemeine Psychologie I" gehören die Themenbereiche Wahrnehmung, Motorik, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Denken, Sprache sowie Wissensorganisation und Wissenserwerb. Zur" Allgemeinen Psychologie II" gehören die Themenbereiche Lernen, Gedächtnis, Motivation und Emotion.
3.
Entwicklungspsychologie:
In der Entwicklungspsychologie werden menschliches Erleben und Verhalten unter dem Aspekt ihrer Entstehung und Veränderung behandelt. Diese Disziplin behandelt die Genese besonderer Funktionen wie Wahrnehmung, Kognition oder Motivation. In der Entwicklungspsychologie unterscheidet man traditionell nach Lebensabschnitten( z.B. frühe Kindheit, Alter) sowie nach Entwicklungskontexten( z.B. Familie, Gleichaltrigengruppe). Die Entwicklungspsychologie schafft eine wesentliche Grundlage für die Pädagogische Psychologie.
Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie: Dieses Fach umfaßt zwei sich ergänzende Ansätze:
a) Die Differentielle Psychologie ist auf die Erfassung und psychologische Interpretation der individuellen Besonderheiten ausgerichtet und ergänzt damit die Betrachtungsweise der Allgemeinen Psychologie. Methodisch ist sie eng mit der Psychodiagnostik verbunden.
b) Die Persönlichkeitspsychologie betont die intraindividuellen Zusammenhänge im Handeln und Erleben der Person und interpretiert mittels verschiedener Persönlichkeitstheorien die Bedingungen der Individualität.
5. Sozialpsychologie:
Die Sozialpsychologie beschreibt und analysiert die soziale Bedingtheit und die sozialen Folgen individuellen Handelns. Sie hat hierzu eigene Forschungsbereiche entwickelt, wie z.B. soziale Informationsverarbeitung, Einstellung, Personenwahrnehmung, Interaktion in Gruppen usw. Das methodische Spektrum der Sozialpsychologie umfaßt neben experimenteller Forschung im Labor und im Feld Methoden der Befragung und Beobachtung. Die Teildisziplin der Angewandten Sozialpsychologie beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit sozialpsychologischer Fragestellungen und Befunde auf gesellschaftliche Probleme und Institutionen.
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