Heft 
(1996) 6
Seite
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Folgende Aufteilung der SWS auf die einzelnen Fächer wird empfohlen:

Studiensemester

Studienbereich

Summe

5. 6. 7. 8.

1. Anwendungsfächer

Klinische Psychologie

2

4 2 2

Pädagogische Psychologie

2

2

2

2

180

Arbeits-, Betriebs- und

Organisationspsychologie

2

2 2 2

8

davon: 2 Schwerpunktfächer

6

6

12

2. Methodische Basisfächer

Diagnostik und Intervention Evaluation und

4

4 4 2

14

2 2 2 2

8

Forschungsmethodik

3. Forschungsorientiertes Vertiefungsfach

4. Nichtpsychologisches

Wahlfach

5. Lehrveranstaltungen zur Betreuung der berufsprakti­schen Tätigkeit

SWS

2 2 2 4

10

2 2 2

2

16 20 22

20

9

6

2

78

Die Aufteilung der Semesterwochenstunden in dieser Tabelle gilt als Empfehlung, nicht als Vorschrift.

§ 16 Studieninhalte

( 1) Die Studieninhalte sind:

Arbeits- und Organisationspsychologie: Gegenstand dieses Faches ist die Anwendung psycholo­gischer Erkenntnisse auf die individuellen, sozialen, organisationsstrukturellen und materiellen Bedingungen der Arbeitstätigkeit. Arbeitspsychologische Aufgaben erstrecken sich vor allem auf folgende Bereiche:

- den Arbeitsplatz und die Arbeitsabläufe( Funktions­teilung von Mensch und Technik), die personellen Be­dingungen der Arbeitstätigkeit( psychische Eignung und Gesundheit, Lernen und Entwicklung in der Arbeitstätig­keit, Berufsberatung und Rehabilitation),

- die Organisationsebene( Gestaltung der Kommunikati­ons- und Kooperationsbeziehungen, Organisations- und Personalentwicklung, berufliche Aus- und Fortbildung).

Pädagogische Psychologie:

Gegenstand der Pädagogischen Psychologie sind die Beschreibung, Erklärung und Optimierung von Lehr-, Lernprozessen im engeren sowie Erziehungs- und Sozia­lisationsprozessen im weiteren Sinne. Das Handeln der an diesen Prozessen beteiligten Personen, seine Struktur, seine Bedingungen und seine beabsichtigten wie unbe­absichtigten Folgen werden im Rückgriff auf psychologi­sche Konzepte und Methoden analysiert, um professio­nelles Wissen zu erweitern und die pädagogische Praxis

zu verbessern. Dies betrifft alle Kontexte, in denen sol­che Prozesse hinreichend bedeutsam sind, insbesondere Schule und Vorschule, Universität, Aus- und Fortbil­dungsinstitutionen aber auch Familie, Institutionen der Resozialisierung, Lerngruppen im Freizeitbereich und ähnliches. Studierende dieses Faches lernen, mit psycho­logischen Konzepten an Problemstellungen dieses Praxis­feldes zu arbeiten, erwerben spezifische diagnostische Kenntnisse und Fertigkeiten und lernen, durch Interven­tion und Beratung erwünschte Prozesse zu fördern bzw. unerwünschte zu korrigieren.

Klinische Psychologie:

Gegenstand der Klinischen Psychologie sind die indivi­duellen, sozialen und institutionellen Bedingungen psy­chischer Gesundheit sowie die Ätiologie und Genese psychischer Störungen, die diagnostische und klinische Urteilsbildung und die Veränderbarkeit von Verhaltens­und Persönlichkeitsstörungen

Die Tätigkeit von Psychologen im Gesundheits- und Sozialwesen einschließlich der Forschung im Fach Klini­sche Psychologie betreffen die Diagnostik, Prävention, Beratung, Therapie und Rehabilitation/ Resozialisation im Dienst psychischer Gesundheit, wobei diese Tätigkeit je­weils auf individuelle, soziale und institutionelle Verän­derungen gerichtet sein kann. Bestandteil klinisch­psychologischer Arbeit ist auch die Organisation psycho­sozialer Tätigkeit( Teamwork, Supervision) einschließ­

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