Heft 
(1998) 3
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Vorprüfung abgeschlossen. Darauf folgt das Hauptstudium, das nach weiteren fünf Semestern mit der Diplomprüfung endet. Die berufspraktische Tätigkeit ist während des Hauptstudiums zu absolvieren.

( 2) Das Grundstudium vermittelt grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse aus den Bereichen der allge­meinen Sprachwissenschaft, d.h. in der theoretischen Linguistik, Computerlinguistik, Psycholinguistik und Neurolinguistik, sowie eine Orientierung in der Kognitiven Psychologie. Es enthält auch experimentelle und praktische Übungen, die in Forschungs- und klinische Praktiken einführen.

( 3) Das Hauptstudium soll die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten mit besonderer Berücksichtigung der Psycho­und Neurolinguistik und der allgemeinen Sprachwissen­schaft vertiefen und darüber hinaus mit deren Anwendun­gen in den wichtigen Praxisfeldern der Patholinguistik vertraut machen. Hierzu ist neben den ausbildungsinternen praktischen Übungen eine halbjährige berufspraktische Tätigkeit in das Hauptstudium eingeordnet. Die Diplomar­beit, die im allgemeinen eine empirische Untersuchung zur Grundlage hat, soll die Beherrschung der wissenschaftli­chen Methodik am Beispiel einer eigenständigen Leistung aufzeigen.

( 4) Diese Studienordnung sieht für das ordnungsgemäße Fachstudium vor, daß die Studierenden während der gesamten Studienzeit an Lehrveranstaltungen im Umfang von insgesamt 160 Semesterwochenstunden teilnehmen.

( SWS)

bleme, Arbeitsweisen und Ergebnisse eines Teilbereiches der Sprachwissenschaft. Sie sollen die Verbindung dieses Bereiches mit weiteren auẞerlinguistischen For­schungsfeldern deutlich machen und somit eine Orien­tierung für spezialisiertere Lehre bieten.

b) Pro-/ Hauptseminare( PS/ HS) sollen die vertiefende Erarbeitung wissenschaftlicher Problemstellungen ermögli­chen. Seminare dienen der exemplarischen Einarbeitung in Theorien und Methoden sprachwissenschaftlicher For­schung anhand überschaubarer Fragestellungen.

c) Forschungsseminare( Kolloquien)( K) sind vor allem für Studierende im Hauptstudium vorgesehen. Sie haben die Form eines Seminars, dienen aber dem Vortrag eigener Forschungspläne oder Forschungsbefunde der Referentin­nen/ Referenten. Hier werden z.B. Diplomarbeiten während ihrer Planung und nach ihrem Abschluß zur Diskussion gestellt.

d) Übungen( Ü) dienen vor allem dem Erwerb methodi­scher und praktischer Fertigkeiten, die hier vermittelt und unter Supervision geübt werden. Es sind Aufgaben unter Anleitung so zu bearbeiten, daß dabei der Umgang mit psycho- und neurolinguistischer Forschungsmethodik sowie mit patholinguistischer Diagnostik und Therapie geübt wird.

e) Fallpraktika( FP) dienen einer Anleitung bei der Bear­beitung anwendungsbezogener Fragestellungen. Diese bestehen in diagnostischen, beratenden und therapeutischen Maßnahmen bei Kindern und Erwachsenen mit Sprach­störungen, die in Durchführung sowie in der Vor- und Nachbereitung eine möglichst individuelle Betreuung der Studierenden erfordern.

§ 6

Studienfachberatung

Die Studienfachberatung berät die Studierenden insbeson­dere über Aufbau und Durchführung des Studiums sowie Vorbereitung und Ablauf der Prüfungen. Zum Beratungs­angebot der Studienfachberatung gehören individuelle Beratungsgespräche und Orientierungsveranstaltungen für Studienanfänger. Die Studienfachberatung wird studien­begleitend während der Vorlesungszeit und der Semester­ferien angeboten. Sie sollte in jedem Fall in Anspruch genommen werden

zu Beginn des Studiums,

vor Studienfach-, Schwerpunkt- oder Hochschulwech­sel,

bei Planung eines Studiums im Ausland, nach nicht bestandenen Prüfungen.

§7 Lehrveranstaltungen

Zur Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Diplomstudiengang Allgemeine Sprachwissenschaft ( Patholinguistik) werden folgende Veranstaltungsformen angeboten:

a) Vorlesungen( VL) mit unbegrenzter Teilnehmerzahl dienen der Vermittlung eines Überblicks über die Pro­

§ 8

Selbststudium, zusätzliche Studienangebote

( 1) Der Besuch der vorgeschriebenen und empfohlenen Lehrveranstaltungen kann nur ein Grundwissen vermitteln. Eine selbständige Vor- und Nachbereitung der angebotenen Themen durch Literaturstudium und Diskussion in Studen­tengruppen ist daher erforderlich. Besonders für ein­führende und Fertigkeiten vermittelnde Lehrveranstaltun­gen wird empfohlen, den jeweiligen Stoff in Studiengrup­pen unter Anleitung von Tutoren zu vertiefen.

( 2) Das Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft ( Patholinguistik) verlangt ein Verständnis der Ar­beitsweisen von Nachbarwissenschaften. Den Studierenden wird deshalb empfohlen, Lehrangebote von Nach­bardisziplinen, wie z.B. Neurologie, Phoniatrie, Philoso­phie, Biologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft und Informatik zur Erweiterung ihrer fachlichen und beruflichen Qualifikation zu nutzen. Darüber hinaus wird empfohlen, im Laufe des Studiums an zwei Fachkongressen in den Bereichen klinische Linguistik, Patholinguistik, Aphasiolo­gie und Logopädie teilzunehmen.

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