Heft 
(1999) 2
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und von systematisiertem theoretischen Wissen. Dabei werden abgegrenzte Stoffgebiete in übersichtlicher Form unter Einbeziehung neuester Forschungsergebnisse darge­stellt.

( EI- 11

- Seminare( S)

dienen der Vertiefung der in den Vorlesungen vermittelten theoretischen Kenntnisse. Die Studierenden liefern hierzu Beiträge in Form von Referaten und Diskussionen. Sie werden obligatorisch oder fakultativ als vorlesungsbeglei­tende Lehrveranstaltungen angeboten.

Übungen( Ü)

sind intensiv betreute Lehrveranstaltungen. In ihnen wird der Stoff einer Vorlesung vertiefend auf konkrete Beispiele angewendet. Dabei werden spezielle Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult. Sie können auf laborspezifische, systematische, ökologische und didaktische Inhalte und/ oder Methoden ausgerichtet sein. Sie können zu Blockver­anstaltungen zusammengefasst werden.

- Praktika( P)

sind intensiv betreute Lehrveranstaltungen. Sie dienen dem Erwerb von methodischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der Erweiterung von Kenntnissen zur Lösung experi­menteller Aufgaben und zur Veranschaulichung von Sachverhalten. Sie können zu Blockpraktika zusammenge­fasst werden.

Geländepraktika( GP) und Exkursionen( E)

sind fachspezifische Lehrveranstaltungen des Biologiestu­diums. Sie dienen der Beobachtung von Lebensformen in ihrer natürlichen Umwelt, der Entwicklung von Fähigkeiten zur Artenkenntnis und zur Analyse von Lebensgemein­schaften biologischer Arten in ihren natürlichen Lebens­räumen und werden sowohl obligatorisch als auch wahlob­ligatorisch und fakultativ angeboten.

§ 6 Studieninhalte des Grundstudiums

Die obligatorischen Inhalte des Grundstudiums sind:

- Chemie für Biologen:

In der Lehrveranstaltung Chemie für Biologinnen/ Biologen werden für Studierende für das Lehramt Biologie, die keine Fächerkombination mit dem Fach Chemie gewählt haben, Grundkenntnisse der anorganischen, organischen und physikalischen Chemie vermittelt, die Voraussetzung für das Verständnis biologischer, insbesondere molekularbio­logisch- zellbiologischer und physiologischer Prozesse sind.

- Allgemeine Zellbiologie:

In den Lehrveranstaltungen der Allgemeinen Zellbiologie werden grundlegende Kenntnisse über Bau und Funktion der Zelle und ihrer Substrukturen vermittelt.

- Allgemeine Botanik/ Allgemeine Zoologie: In diesen Einführungsveranstaltungen der Biologie werden Kenntnisse für das Verständnis der organismischen For­menmannigfaltigkeit sowie des Baues, der Funktion und der

Fortpflanzung von Pflanzen und Tieren vermittelt. Die theoretische Vermittlung der Lehrinhalte ist verbunden mit der Übung grundlegender biologischer Arbeitsmethoden wie Mikroskopie, Anfertigung von Präparaten und mikro­skopischen Nachweisreaktionen.

- Spezielle Botanik/ Spezielle Zoologie:

In den Lehrveranstaltungen der Speziellen Botanik und Speziellen Zoologie werden Überblicke über das Pflanzen­und Tierreich auf phylogenetischer Grundlage gegeben. Die Behandlung wesentlicher systematischer Gruppen erfolgt anhand charakteristischer Typen, die die Vielfalt und Mannigfaltigkeit und ihre Entwicklung demonstrieren. In speziellen Übungen werden ausgewählte Vertreter des Pflanzen- und Tierreichs systematisch eingeordnet und die Arten determiniert. In den nach dem 2. und 4. Semester stattfindenden Geländepraktika werden die systematischen Kenntnisse über einheimische Pflanzen- und Tierarten unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte gefestigt und erweitert. Tages- und Halbtagesexkursionen dienen dem Kennenlernen der Naturausstattung ausgewählter Standorte der näheren Umgebung des Studienortes oder der Führung durch botanische bzw. zoologische Anlagen( Botanische oder Zoologische Gärten, Museen u.a.).

- Biochemie:

In der Biochemie werden Kenntnisse über molekulare Grundlagen der Energiebereitstellung, der Biosynthese und der Informationsübertragung, die als zentrale Prozesse allen Lebewesen gemeinsam sind, vermittelt.

- Molekularbiologie:

Im Lehrgebiet Molekularbiologie werden Kenntnisse über die Struktur der Gene, ihre Expression und Expressions­kontrolle sowie über die Biosynthese von Proteinen ver­mittelt. Verfahren der Gentechnik gehören zum Inhalt der Vorlesung.

- Pflanzen- und Tierphysiologie:

In den Lehrveranstaltungen der Pflanzenphysiologie werden grundlegende Kenntnisse der Zell-, Stoffwechsel-, Entwicklungs- und Bewegungsphysiologie vermittelt. In der Tierphysiologie stehen neben der Stoffwechsel- vor allem die Zell-, Sinnes-, Nerven- und Bewegungsphysiolo­gie im Mittelpunkt der Behandlung. Die Vermittlung theoretischer Kenntnisse in Vorlesungen wird durch die physiologischen Praktika erweitert.

- Humanbiologie:

Im Lehrgebiet Humanbiologie werden Kenntnisse über den Bau, die Funktionen und die Leistungen des menschlichen Körpers und deren Variabilität, über die phylogenetische und ontogenetische Entwicklung des Menschen sowie über grundlegende Mensch- Umwelt- Beziehungen vermittelt. Im Praktikum werden Arbeitsmethoden zur Einschätzung von Körperbau und Körperzusammensetzung sowie von Kör­per- und Sinnesleistungen angewendet.

Ökologie:

Im Lehrgebiet Ökologie werden Kenntnisse über die Beziehungen der Organismen zu ihrer Umwelt sowie über

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