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Der Rötse e soll nach S. 12 der Rot, Rotte( Name einer Karauschenart in Süddeutschland) seine Benennung verdanken. Unmöglich kann aber nach einem Fischnamen, der in der Mark nie bekannt war, hier ein See benannt sein. Wäre dieser Fischname je in der Mark in Geltung gewesen, so müßte er sich in einer der zahllosen gedruckten Fischereiurkunden und in den alten Fischereigesetzen finden. Das ist nicht der Fall. Ich zweifle nicht, daß der See davon benannt ist, daß die Schmargendorfer Bauern dereinst ihren Flachs in ihm röteten...Rotten het Vlasch", macerare linum, ut cortex computrescat erklärt Kilianus Dufflaeus. Das Flachsröten war, solange jeder Bauer seinen eigenen Flachs erntete, d. h. bis in die 1860er Jahre, in der Mark wie überhaupt in Niederdeutschland allbekannt. Vgl. A. Kiekebusch, Brandenburgia 1915, S. 142 ff.
Zu S. 3 bemerke ich, daß W. v. Schulenburg a. a. O., S. 77, ein Berlineke- Kute genanntes tiefes Wasserloch bei dem Dorfe Schüno( w) ( Kr. Teltow) nachweist. Die Kute scheint nicht zu der Bedeutung ,, Wehr" zu stimmen, die der Name Berlin haben soll.
Wilh. Seelmann.
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Dr. Ernst Sprockhoff: Die Kulturen der jüngeren Steinzeit in der Mark Brandenburg. Vorgeschichtliche Forschungen, herausgegeben von M. Ebert. Bd. I. Heft 4. Mit 58 Tafeln, X und 138 Seiten. Verlag Walter de Gruyter u. Co., Berlin 1926. Preis 36 RM.
Brunners Arbeit ,, Die steinzeitliche Keramik der Mark Brandenburg" aus dem Jahre 1898 war für ihre Zeit ein verdienstvolles Werk, und Schumanns Band ,, Steinzeitgräber der Uckermark" von 1894 ist noch heute ein unentbehrliches Nachschlagewerk. In den seither verflossenen Jahren ist jedoch das steinzeitliche Kulturinventar der Mark so reichlich angewachsen und die Forschung über die Steinzeit allenthalben in Deutschland so rege fortgeschritten, daß eine neue Durcharbeitung des märkischen Materials geboten war. Ernst Sprockhoff, unserm Brandenburgia- Kreise wohlbekannt, hat sich der schwierigen Aufgabe unterzogen und legt die Frucht mehrjähriger Studien uns nunmehr in einem stattlichen Bande vor.
Wir haben es mit einem Werke zu tun, das einen tiefgründigen Fleiß, klaren Blick und eine große Liebe zur Sache zeigt. Schon die vorzüglichen, reichen Abbildungstafeln empfehlen äußerlich das Werk, und der Text hält, was das Aeußere verspricht. Das ganze brandenburgische Material der jüngeren Steinzeit wird vor dem Leser ausgebreitet, so daß er den Gang der Untersuchung selber mitgehen kann. Das erfordert bei der Eigenart der Stoffes naturgemäß dauernde Aufmerksamkeit, aber diese wird in geschickten Zusammenfassungen mit den wesentlichen Ergebnissen belohnt. Die kulturelle Entwicklung unseres Heimatgebietes wird uns besonders für den Schluß der sogenannten jüngeren Steinzeit klar. Die provinzielle Begrenzung bedeutet natürlich bei einer Untersuchung wie der vorliegenden eine gewisse Gefahr, aber Vf. hat sich
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