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halben Schnitt erweitern. Danach wurde die verbleibende Hälfte des Pfostenloches in wagerechten Schichten abgetragen und geprüft,- beide Weisen gelangten so bei ein und demselben pfostenloch zwecks Eintragung und Prüfung zur Anwendung.
Die Pfosten.
Oie Pfosten waren für heutige Verhältnisse von großer Stärke, im Durchschnitt 25—30 em, aber sogar bis zu 50 ein stark (Pfosten Nr. II. t?.). Sie hoben sich in ihren Gruben durch die dunklere Särbung von dem nicht ganz so dunkel gefärbten Grubeninhalt ab, der sich seinerseits wieder gegen den gelben, unberührten Sandboden stets deutlich abhob. Einige Male, wie bei Pfosten VIII der Abb. 2 oder Pfosten VXV, Abb. 5 waren die Pfosten fest mit Steinen verkeilt und ermöglichten dadurch auch dann, wenn der Pfosten als solcher sich nicht mehr erkennen ließ, seine ursprüngliche Stärke festzustellen. Wirkliches Holz war in keinem Salle mehr vorhanden, nur die Holzkohle der autzen angebrannten Pfosten ließ den Umritz und zum Teil die Holzart erkennen (so Pfosten: XO fEiche^j). In jedem Salle ließ sich feststellen, datz die Pfosten absichtlich angekohlt waren, um sie dadurch vor dem verfaulen zu schützen, und das Ankohlen ermöglichte es auch einige Male den Durchmesser der Pfosten zu bestimmen. Wenn jedoch das Süllmaterial der Grube selbst viel Holzkohle enthielt oder sehr schwarze Erde, dann war auch dieses Mittel zur Bestimmung der Stärke des Pfostens nicht immer anwendbar. Mehrfach war Sundamentverstärkung nachweisbar, wo sehr weicher, loser Sand anstand und das Haus durch sein Gewicht die Pfosten sonst zu tief in die Erde gedrückt hätte.
Diese Sundamentverstärkung fand sich nur in den jüngeren, unklar gebliebenen Grundrissen und bestand in einer Unterlage von lO—20 om starken Nollhölzern, auf die der pfostendruck sich verteilen mutzte (Abb. 7 und 8). Oie Beobachtung, datz der Pfosten in der Grube meist nicht in der Mitte stand, findet seine Erklärung durch die Schnitte,- da die Gruben beim Hausbau in Absätzen tiefergelegt wurden und der Grabende aus einer Seite stehen mutzte, so ergab sich die größte Tiefe naturgemäß auf der anderen Seite oder Ecke, in die dann der Pfosten gestellt wurde, während die Grube mit Sand, Scherben usw. gefüllt wurde. Dadurch, datz die Pfosten einige Male durch den aus ihnen lastenden Druck bis in den gewachsenen Boden eingesackt waren, ließ sich für vehlow feststellen, datz die Pfosten durchweg keine Spitze gehabt haben, sondern platt waren. Datz dieses unerwünschte Einsacken der Pfosten in den losen Sandboden schon zur Seit der Siedlung vorkam und unangenehm bemerkt wurde, geht aus den oben erwähnten Sundamentverstärkungen hervor.