Aus dem Vereinsleben.
Am Sonnabend, dein 27. November, fand seit 1314 zum erstenmal wieder eine Generalversammlung unsers Hennat- und Musenmsvereiirs zu Pritzwalk statt. Eine erhebliche Anzahl alter treuer Mitglieder war erschienen und gab ihrer Freude Ausdruck, daß das Museum seine Arbeit wieder aufnehme. Auf der Tagesordnung stand:
1. Neuwahl eines Museumsleiters,
Neuwahl des Vorstandes,
Entlastung der Jahresrechnung,
Antrag auf Erhöhung des Jahresbeitrages.
2. Vortrag über Bedeutung des Heimatmuseums für die Gegenwart
(Herr Lechler).
3. Szenen ans alten germanischen Erntebräuchen, von Pritzwalker Jugend aufgeführt.
Zunächst begrüßte der Vorsitzende Herr Pfarrer Schmidt-Dahlhansen die Versammlung, gedachte in warmen Worteil aller in den Kriegsjahren gefallenen und verstorbenen Mitglieder, wobei sich zu deren Ehrling die Anwesenden von ihren Plätzen erhoben, und ging dann zur Tagesordnung über.
Zum Museumsleiter wurde Herr Lechler, eanck. arclmeol. praetnst., ans Halle vorgeschlagen und einstimmig gewählt;
in den Vorstand:
zum Vorsitzenden: Herr Pfarrer Schmidt-Dahlhausen,
1. Vertreter: Herr Lehrer Voß-Vehlow,
2. Vertreter: Frl. vo.n Auerswald-Heiligengrabe; zum Schriftführer: Frl. von Goddenthow-Heiligengrabe,
Vertreter: Herr Lehrer Krüger-Heiligengrabe; zum Kassenführer: Frl. von Auerswald-Heiligengrabe,
Vertreter: Herr Pfister-Heiligengrabe;
in den Aufsichtsrat:
zum 1. Vorsitzenden: Herr Stiftshauptmann Baron zu Putlitz-G. Pankow,
zum 2. Vorsitzenden: Herr Landrat Egidi,
zum 3. Vorsitzenden: Herr Dr. von Dallwitz-Tornow,
ferner: Herr Landrat a. D. von Winterfeld-Neuendorf,
Stiftsdame Frl. von Foller-Heiligengrabe.
Dem Vorstand wurde die Ermächtigung erteilt, den Aufsichtsrat zu ergänzen.
Ueber die Rechnungsablegung berichtete Herr Th. Abel-Techow, der die Abrechnung geprüft und richtig befunden hatte, worauf Entlastung erteilt wurde. Alls Antrag wurden die Herren Th. Abel-Techow und Franz Haferlandt-Techow in die Rechnungs-Prüfungskommission gewählt.
Auf Antrag von Frl. von Auerswald wurde der jährliche Beitrag auf 6 Mk. als Mindestbetrag festgesetzt; bis zum 1. Juli nicht eingegangene Beiträge sollen durch Nachnahme erhoben werden.