Der Grundriß (Abb. 4).
Die zusammengehörigen Pfosten umschließen ein Viereck von länglicher Gestalt, das aber nicht rechtwinklig, sondern etwas unregelmäßig ist. Die Länge des Hauses beträgt etwa l2 in, die Breite bis 8 in. Line Vorhalle oder Laube mit 5 freistehenden Stützen ist dem Hause angegliedert. Die Längsseiten des Hauses weisen 4 und 5 Pfosten, die Schmalseiten je 3 auf. Lin 4. pfostenloch (X) an der einen Schmalseite war ausgefüllt und enthielt einen großen Stein, der unter die Wand geschoben war, wohl an Stelle eines früher vorhandenen, dann aber verfaulten Pfostens. Außerdem fanden sich in dem vom Pfosten umschlossenen Viereck eine viereckige Rellergrube II, ein Herd I^XXXIII und Grube XIII und einige Innenpfosten.
Aus dem gefundenen Grundriß kann man Schlüsse ziehen über den Aufbau des Hauses. Oie Zusammengehörigkeit der zu behandelnden Gruppe von Pfosten zu einem Haus geht auch daraus hervor, daß der Raum, den sie umschlossen, mit Ries beschüttet war, die Laube und die Lrde außerhalb des Raumes dagegen keine Riesschüttung besaß. Diesem glücklichen Umstande ist es zu verdanken, daß der Grundriß einwandfrei herausgearbeitet werden konnte. War es so verhältnismäßig einfach den Umfang des Innenraumes festzustellen, so bot der versuch, sich den einstigen Aufbau wieder zu vergegenwärtigen, doch manche Schwierigkeit.
Die Wände (Abb. 9 a, I», o).
Über den Aufbau der Wand scheint kein Zweifel möglich. Ls fand sich nämlich von einer Schmalseite in halber Länge der Wand noch eine Schwelle vor und von der Breitseite eine solche in ziemlich der ganzen Länge (auf Abb. 2 und 4 schwarz schraffiert). Oie Breite der angekohlten Schwellen war 32 om. Sie fanden sich unter der Ackeroberfläche in einer Tiefe von 40 oin und besaßen einen etwas abgerundeten viereckigen Querschnitt. Betrachtet man die Schwellen als Unterlagen für eine Wand, so könnte der Weiteraufbau von zweierlei Art gewesen sein: I. Eine Wand von Holz: senkrechte Hölzer, Zlechtwerk mit Lehmbewurf oder Zachwerkbau. 2. Line Wand, die aus übereinandergelegteu Schwellen besteht, kurz ein Llockhausbau. Wäre die wand von der ersten Art gewesen, so hätten sich im Innenraum des Hauses Stücke des Lehmbewurfes finden müssen, war das Haus durch Brand zugrunde gegangen, besonders viel, war es verfallen, so mußte doch allenthalben sich Lehm in der Riesschüttung finden. Es fand sich aber nur sehr wenig, nicht mehr als sonst in einer natürlichen Riesgrube vorkommt. Das Kehlen des Lehmbewurfes, der sich auch in der Züllerde einiger Pfostenlöcher nur sehr spärlich fand, läßt es gewiß erscheinen, daß dieser Grundriß einem Blockhausbau angehörte. In den jüngeren unklargebliebenen Bauten fand sich Lehmbewurf häufig, und deshalb ist dort eher auf eine wand der ersten Art zu schließen.