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Nach den Abmessungen alter Bauernhäuser ist die Wandhöhe unseres Hauses mit 2,50 m angenommen und nach Art der Hausurne von Nönigsaue bei Aschersleben das Oach dann mit 4,50 in höhe. Oer Unterbau ist nach der Stärke der Pfosten imstande, ein noch höheres Vach zu tragen. Oie Schwellen sind zum Teil mit Steinen unterlegt gewesen, wie es scheint an den Stellen, wo die Wand stärker belastet war, nämlich wo sie die Sparren trug. Oie Llockhauswand wurde durch die Pfosten gehalten,- in jeder Ecke steht einer, zum Teil außen, zum Teil im Innenraum, einige weitere sind an der Wand verteilt.
Oer Vorbau.
Oer 8 in lange und 4 m tiefe Vorbau foder Laubess scheint rundum offen gewesen zu sein, da sich kein Lehm und keine Niesschüttung in dem von den Pfosten umgrenzten Naume und auch außerhalb desselben fand, ebenso auch keine Spur einer Schwelle. Er geht auf eine alte, schmale Talsenkung hin, die man von hieraus überblickt, und die in alter Zeit als Weg zum Wasser sicher eine Straße war.
Einzelheiten am Hausbau: verputz, Vach, Tür.
Nkit den bei uns in der Zeit um Ehristi Geburt sicher bekannten Werkzeugen läßt sich sehr wohl ein gutgebautes Haus zimmern. Wie weit das Haus bemalt oder geschnitzt war, entzieht sich vorläufig vollkommen unserer Kenntnis. Zür weißgetünchte und dann durch Rauch geschwärzte Innenwände ist der Beweis in den vielen Lehmstücken vorhanden, die sich in dem Schutt und den Pfostenlöchern der weiteren, unklaren Grundrisse fanden, und die innen weißen, zum Teil etwas geschwärzten Überzug besitzen. Einige rote Stücke, bei denen die Rotfärbung auch ein Überzug sein könnte, sind nicht zu sicheren Schlüssen zu verwenden. Unser Grundriß hat wenigstens zwei Räume,- der herd IIXXXIII steht so, daß er die beiden Räume gleichmäßig erwärmen konnte. Vas Oach war abgewalmt, wie der sehr stark mit Steinen verkeilte Pfosten VIII beweist, der so steht, daß er als Walmträger aufzufassen ist. An der anderen Seite hatte das Haus wohl nur einen einfachen Giebel. Eigentümlich ist die Stellung der Pfosten XV, XVII, XVIII, XIX, XX und I.XXXV dem Vorbau gegenüber. Oa sie an der offenen Laube liegen, so ist kein Zweifel daß XIX und XX zur Tür gehören, und daß auch die anderen genannten Pfosten damit im Zusammenhangs stehen. Oie Tür mußte den Zwischenraum von XIX und XX ausfüllen. Schlug man die Tür zurück, so kam sie an XV zu liegen, dessen tiefste Stelle, wie der Schnitt zeigte, nach X zu lag. <rin Pfostendurchmesser war nicht erkennbar. Es ist wahrscheinlich, daß XV und XIX durch eine Schwelle verbunden waren, auf der sich die Tür in ihren hölzernen Angeln drehte. Oie Schwelle mutzte auf dem Erdboden liegen und in der Abschlußhöhe der Tür wiederholt werden. Ebenso muß die Türschwelle